Gastbeiträge von Dr. Klaus Rißler

Klaus Rißler kommentiert aktuelle Ereignisse aus der Sicht eines Wissenschaftlers. Seine Beiträge werden regelmäßig im Nachrichten-Blog "Grüselhorn" veröffentlicht.

Buchbesprechung 

„Arabische Clans, die unterschätzte Gefahr“
von Ralph Ghadban,
erschienen im ECON-Verlag (2019)

Kommentar zum Buch von Dr. Klaus Rißler, Nov. 2019

Zugegebenermaßen hat mich unter all den zahlreichen zu diesem Themenkreis gelesenen Büchern wohl keines so erschüttert wie der Beitrag des 1949 im Libanon geborenen Islamwissenschaftlers Ralph Ghadban. Der Autor lebt seit 1972 in Deutschland und befasst sich in seinem Werk vorwiegend mit der Situation der Parallelgesellschaften in Berlin, der Stadt, welche, zumindest Deutschland betreffend, auch als deren Ursprung betrachtet werden muss. Doch dazu später mehr.

Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine hierzulande mehr und mehr verwässerte, ja sogar regelrecht unterhöhlte demokratische, pluralistische und auf die Trennung von Kirche und Staat ausgelegte Gesellschaft und eine schallende Ohrfeige für Politik, Rechtsprechung, Kirchen, den „real“ existierenden Islam und Anhänger der Multikulti-Ideologie, sprich der sogenannten Gutmenschen. Vor allem die der aktuell praktizierten Gerichtsbarkeit gewidmeten Zeilen und die Fragen der rechtlichen Gleichbehandlung aller Menschen ließ mich völlig desillusioniert und konsterniert zurück. Denn leider allzu oft wird „getrennt“ nach Ethnien entschieden, wobei der richterliche Bannstrahl die Einheimischen, oder wie sich die Kanzlerin auszudrücken pflegt, „schon länger hier Lebenden“ oft weit empfindlicher trifft, diese durch das gegenwärtig angewendete „Rechtssystem“ also regelrecht diskriminiert werden. Ja, hoch kriminelle, aus dem Migrantenmilieu stammende Straftäter lachen sogar Richtern und Staatsanwälten nach milden Urteilen frech ins Gesicht, wenn sie, quasi ohne entsprechend bestraft worden zu sein, die Gerichte verlassen können. Es scheint wirklich so zu sein, dass die Jurisprudenz das von der Politik von oben herab verordnete Prinzip der sogenannten „Political Correctness“ schon weitgehend ohne erkennbaren Widerstand verinnerlicht hat und dadurch sprichwörtlich das Recht gebeugt wird. Von einer wirklichen Unabhängigkeit der „Dritten Gewalt“ kann demzufolge wohl schwerlich noch die Rede sein. Nicht von ungefähr macht in weiten Kreisen der Bevölkerung deshalb auch das Wort von der Unrechtsjustiz die Runde. Ja, die Beweislage wird immer wieder umgekehrt und die Opfer als Folge davon unvermittelt sogar auch noch zu „Tätern“ abgestempelt. Deshalb sei die Frage erlaubt, ob es einen funktionierenden Rechtsstaat überhaupt noch gibt. Zumindest ich habe daran erhebliche Zweifel, aber längst nicht nur ich allein. Allerdings sehen sich aber auch immer mehr Richter und Staatsanwälte Erpressungsversuchen seitens krimineller Clans ausgesetzt, die möglicherweise die „Urteilsfindung“ in nicht unerheblichem Maße beeinflussen könnten. Leider unternimmt die hohe Politik so gut wie nichts, die dritte Gewalt im Staat in der ihr zustehenden Art und Weise zu schützen.

Gerade der weiter oben erwähnten „Klientel“ der die Gesellschaft repräsentierenden Personen und Institutionen sollte eine eingehendere Auseinandersetzung mit dem Werk von Ralph Ghadban eigentlich guttun, was sie jedoch niemals interessieren wird, sondern es sich auch weiterhin bis zum bitteren Ende im ach so gemütlichen Wolkenkuckucksheim einrichtet.

Wer nach der Lektüre dieses Buches noch ernstlich bestreitet, dass es hierzulande keinerlei Islamisierung bzw. auch keinerlei Tendenzen dazu gibt, dem kann wirklich nicht mehr geholfen werden. Diese Leute sollten sich infolge offensichtlicher Defizite bei der Wahrnehmung ihrer Umgebung schnellstmöglich einer psychiatrischen Behandlung unterziehen.

In der Tat geht der Autor gnadenlos mit den Repräsentanten und Institutionen des Staates ins Gericht und sieht die Polizei, die eigentlich Recht und Gesetz nach „unten“ hin vertreten soll und auch muss, dank der ihr von der hohen Politik bereits seit Jahren verweigerten Rückendeckung auf völlig verlorenem Posten. Leider gerät sie so als Opfer von deren Versagen auf ganzer Linie immer mehr in die Defensive und regelrecht zum Spielball arabischer Familienclans an der Grenzlinie zwischen Legalität und Illegalität und kann diesen Kampf eigentlich nur verlieren. Denn schon jetzt wird sie von den schwerstkriminellen Zuwanderern aus Nahost schon gar nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen, von der Gefahr für Leib und Leben der Beamten ganz zu schweigen. Sie wird, schlicht und ergreifend, lediglich als zahnloser Tiger gesehen, der ihren kriminellen Handlungen nichts mehr entgegenzusetzen hat.

Allerdings sei eingeflochten, dass es sich bei der seit Jahren anhaltenden und systematisch erfolgenden „Flutung“ mit Menschen islamischer Herkunft keinesfalls nur um ein rein deutsches, sondern um ein gesamteuropäisches Problem handelt, zumindest was diejenigen Staaten Europas betrifft, die westlich des früheren „Eisernen Vorhangs“ liegen. Hingegen scheinen die Staaten des früheren Ostblocks dieser Bedrohung weitaus entschiedener entgegenzutreten.

Es ist außerordentlich bemerkenswert, dass dieses Buch von einem gebürtigen Libanesen, also keinem autochthonen Deutschen, verfasst wurde, der wie er stets betont, seit seiner Ankunft in Deutschland immer und immer wieder vom damals vorherrschenden Geist der Demokratie, der Gleichheit aller vor dem Gesetz und der Gleichheit der Geschlechter fasziniert war, diese Werte jedoch mehr und mehr zugunsten der Überhandnahme arabischer Parallelgesellschaften und deren auf einem militanten und aggressiven Islamismus fußenden „Wertvorstellungen“ gefährdet sieht.

Es gelang mir im Laufe der Lektüre leider nicht, den Autor in einer bestimmten konfessionellen Ecke zu verorten. Zum einen dachte ich, dass er aus dem libanesischen Christentum entstammt, weil er immer wieder seine Sympathien für das auf christlich-jüdischem Fundament erbaute Abendland offenbarte, zum anderen glaubte ich, in ihm einen säkularen und „aufgeklärten“ Moslem zu erkennen. Wie dem auch sei, er legt den Finger in eine sich beschleunigt zu einem regelrechten und nahezu irreversiblen Flächenbrand entwickelnden Wunde.

Wie kam es nun zu diesen mittlerweile Hunderttausende an Menschen umfassenden arabischen Großfamilien, die wir als Clans bezeichnen, welche aus Einzelfamilien mit bis zu mehreren Tausend Mitgliedern bestehen können und dank ihres hohen Geburtenüberschusses gegenüber der Mehrheitsbevölkerung ständig weiter wachsen und diese deshalb umso mehr bedroht ?

Fast alle stammen aus dem Libanon und werden, stark vereinfachend, als libanesische Kurden bezeichnet. Dabei handelt es sich in ihrer großen Mehrheit um Angehörige sogenannter Mhallamiye-Kurden, kurz Mhallami genannt, die im Laufe der Jahre aus ihren angestammten Stammesgebieten in der Südosttürkei aus wirtschaftlichen Gründen in den Libanon eingewandert sind, zumal dieser Staat bis zum Beginn des libanesischen Bürgerkrieges im Jahr 1975 als die „Schweiz des Orients“ galt. Streng genommen handelt es sich nicht um Kurden, sondern vermutlich um eine arabische Ethnie, deren Ursprung jedoch nicht klar definiert ist und die seit ihrer Immigration eben als „libanesische Kurden“ gelten. Mit anderen Worten ausgedrückt, ihre wahre Identität ist und bleibt weiterhin unklar. Zu den Mhallami gehört u. a. auch der Miri-Clan, der sich seit vielen Jahren in Bremen eingenistet hat und auch von Udo Ulfkotte (1960 – 2017) in seinen zahlreichen Büchern schon oft einer eingehenderen Betrachtung und kritischen Analyse unterzogen wurde. Diese Großfamilie zählt allein in Bremen schon ca. 3000 Mitglieder, bundesweit dürften es ca. 8000 sein, welche dort die Bevölkerung regelrecht drangsaliert und tyrannisiert. Das Oberhaupt dieser schon ultrakriminellen Vereinigung, erst kürzlich ausgewiesen, konnte jedoch im Sinne der klassischen Dreh-Hofer’schen „Drehtürpolitik“ flugs ins gewohnte Milieu zurückkehren und dürfte zu Lasten des Steuerzahlers dort wohl auch für immer verbleiben. Seine von ihm großzügig alimentierten Anwälte werden schon dafür sorgen, dass dem auch so geschieht.

Die Mhallami führten im Libanon über viele Jahre hinweg ein unterprivilegiertes Leben am Rande der Gesellschaft, welches zwangsläufig dazu führte, dass sie sich, um ihr Überleben in einer von ihnen als fremd erachtenden Gesellschaft zu sichern zu Großfamilien, eben Clans, zusammenschlossen. Im Lauf der Zeit begann sich jedoch ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage zu verbessern, ohne dass sie sich jedoch weder in die Gesellschaft des Libanon integriert haben noch dies überhaupt je beabsichtigten und statt dessen unter sich blieben. Mit dem Beginn des libanesischen Bürgerkrieges im Jahre 1975 verließen Zehntausende von ihnen das Land und kamen über Ostberlin in den Westen der Stadt. Dies gelang damals reibungslos, denn ein Transitvisum wurde ihnen schon auf dem Gebiet der ehemaligen DDR am Ostberliner Flughafen Berlin-Schönefeld bereitwillig ausgestellt, wodurch sie aufgrund des damaligen Viermächtestatus – es gab dort deshalb keine deutsche Grenzbehörde, welche sie hätte abweisen können und es damals vermutlich auch getan hätte – von den Alliierten völlig unbehelligt und massenhaft in den Westen gelangen konnten. Sie ließen sich vorwiegend in Westberlin nieder, sickerten aber im Lauf der Jahre durch Folgemigration in eine Vielzahl deutscher Großstädte und Ballungszentren ein, vorzugsweise im Norden und Westen der alten Bundesrepublik. Selbstverständlich erhielten sie alle Sozialhilfe, heute Harz IV, sicherten sich jedoch, da keinerlei Ausbildung und Sprachkenntnisse vorhanden, diese sich aber auch nicht anzueignen beabsichtigten und damit auch kaum in irgendwelche Arbeitsprozesse integrierbar, schnell eine Reihe alternativer „Erwerbsmöglichkeiten“ durch Raub, Erpressung, Drogenhandel, Menschenhandel, Schleusertätigkeit Geldwäsche, Prostitution, Zuhälterei, etc., bezogen allerdings weiter und dies bis zum heutigen Tage Harz IV. Mit dem so illegal „erwirtschafteten“ Mammon gelangten sie binnen weniger Jahre zu unermesslichem Reichtum und investierten ihn in unzählige teure Immobilienprojekte und die Gastronomie, fuhren die teuersten Limousinen, zockten allerdings ohne Konsequenzen seitens der Behörden weiterhin den Staat ab. Da sie alle dem Islam angehören, setzten sie folgerichtig dessen im Koran niedergelegte Prämissen, nämlich die Ungläubigen durch eine Kopfsteuer, arabisch Dschizya, abzukassieren bzw. zu schröpfen, vollmundig in die Tat um, denn Raub und Erpressung der sogenannten „Buchgläubigen“, d. h. Christen und Juden war ja allemal religiös „abgesegnet“. Man lese dazu nur einmal den Koran mit den entsprechenden Suren.

Diese leider, nicht ganz korrekt ausgedrückt, als libanesische Kurden bezeichneten Clans waren bislang niemals bereit, sich in die Mehrheitsgesellschaft integrieren zu lassen und beabsichtigen dies auch künftig nicht. Sie betrachteten schon seit ihrer Ankunft im „Schlaraffenland“ den deutschen Staat und dessen ihn tragende Institutionen als ihr „Beuteobjekt“, das zu nichts anderem herzuhalten hat, als ihren Clan-Interessen dienlich zu sein. Das letztendlich einigende Band stellt jedoch der Islam dar und, wenngleich auch viele unter den Mhallami nicht besonders gläubig sein mögen, so verleiht ihnen dennoch die verbriefte „frohe Botschaft“ des Koran das Recht, auch weiterhin ihre Beutezüge zu Lasten der Mehrheitsgesellschaft durchzuführen, ohne dass jemals seitens der Politik der ernsthafte Versuch unternommen wurde, diesen Praktiken Einhalt zu gebieten. Im Gegensatz, mit der stetigen Vergrößerung der Clanstrukturen wuchs deren Macht mehr und mehr an und eine schon rein zahlenmäßig völlig überforderte Polizei stand und steht ihnen auch künftig machtlos gegenüber, zumal sich deren Zahl im Lauf der Jahre umgekehrt proportional zum überaus starken Anwachsen der Clanstrukturen entwickelt hat. Ja, sie fühlen sich aktuell so stark, dass sie sogar zum Angriff auf die Staatsgewalt losgehen und dies auch schon zig-fach unter Beweis gestellt haben. Man könnte es auch so formulieren, dass der Staat, anstatt seine Bürger vor diesen Clans zu schützen, sein Gewaltmonopol völlig aus der Hand gibt und sie mehr und mehr diesen hochkriminellen Banden einfach nur so zum „Fraß“ vorsetzt. 

Um die Bildung der Großfamilien, sprich Clans besser zu verstehen, muss man etwas näher auf die religiösen Besonderheiten und Unterschiede zwischen Islam und Christen- bzw. Judentum eingehen. Der Islam als das einigende Band aller Muslime betont, unabhängig auch von dessen vielen unterschiedlichen Glaubensrichtungen, stets die Gemeinschaft aller Gläubigen. Für ihn zählt nicht der einzelne, sondern das Kollektiv, d. h. die weltweite Gemeinschaft aller Muslime, Umma genannt. Im Gegensatz dazu steht bei Christen und Juden der Einzelne, d. h. das Individuum im Vordergrund. Gerade diese Individualität wurde letztlich zur Triebfeder einer völlig neuen Entwicklung, die bereits im 16. Jahrhundert, dem Zeitalter der „Renaissance“ einsetzte, dann vor allem im 17. Jahrhundert ihre Blüte erlebte und als „Zeitalter der Aufklärung“ Eingang in die Geschichtsbücher fand. Als unmittelbare Folge daraus entstanden demokratische Strukturen, die sich ausgehend von der Französischen Revolution von 1789 über die Revolutionen von 1830 in Frankreich und den Vereinigten Niederlanden (was z. B. zur Abspaltung Belgiens führte), sowie 1848 in Frankreich und Deutschland schlussendlich zu den heutigen demokratischen Staatswesen des Westens entwickelten. Damit einher ging auch eine in fast allen demokratischen Staaten beobachtbare Trennung von Kirche und Staat, wobei die Religion sich dem staatlichen, also menschengemachten Gesetz, unterzuordnen hatte und nach anfänglichen Startschwierigkeiten bis heute eigentlich auch keine Probleme damit hat. Ganz anders jedoch sieht die Situation beim Islam aus, der alle Angehörigen der Umma auf ein und dieselbe Autorität, d. h. Allah, den Allmächtigen und Allbarmherzigen verpflichtet. Allah ist nicht nur die höchste religiöse Instanz, sondern durchdringt auch sämtliche Belange des täglichen Lebens aller Muslime. Alle weltlichen Institutionen und Menschen haben sich dem Willen Allahs und dem ihnen durch den Propheten Mohammed vermittelten religiösen Regelwerk des Koran zu fügen. Es gibt folglich keine Unterscheidung zwischen religiöser und weltlicher Macht, was zwangsläufig auf die Errichtung eines weltweiten islamischen Gottesstaates, also eine Theokratie hinauslaufen muss, der alle Menschen in einen Topf wirft, sie bedingungslos bevormundet und jedwede individuelle Entwicklung bereits im Keim erstickt. Gerade der letzte Aspekt dürfte wesentlich mit entscheidend dafür sein, dass sich der Islam im Lauf seiner fast 1400 Jahre alten Geschichte mehr und mehr zu einer äußerst rückständigen „Ideologie“ entwickelt hat. Gerade die herausragende Individualität des christlich-jüdisch geprägten Abendlandes trug entscheidend dazu bei, bahnbrechende Entdeckungen und Erfindungen am laufenden Band zu kreieren, denen die Staaten mit islamischer Kultur seit Hunderten von Jahren nichts Gleichwertiges mehr entgegenzusetzen hatten. Allerdings tat dies dem Bewusstsein der Muslime, dass der Islam den Anhängern der „Buchreligionen“, d. h. der „Ungläubigen“, sprich Christen und Juden, moralisch hoch überlegen sei, keinerlei Abbruch.

Im Folgenden möchte ich die mir am wesentlichsten erscheinenden Punkte des Buches darlegen.

• Ein enormes Problem bei den arabischen Immigranten besteht in der Inzucht, welche jedoch im Umkehrschluss zu einer Stärkung der Familienbande führt, damit die Clan-Struktur weiter zementiert und jede Integration torpediert.

• Deutsche Rechtsanwälte betätigen sich sogar als „Schleuser“ in die deutschen Sozialsysteme, indem sie, auf Kosten der Steuerzahler, jungen Immigranten nicht nur das deutsche Asylrecht erklärten sondern auch bereits Asylanträge bereit hielten. Außerdem sind die durch die organisierte Kriminalität zu immensem Reichtum gelangten Clans bestens in der Lage, sich die teuersten Rechtsanwälte zu leisten, die es selbstverständlich auch hervorragend verstehen, ihre Klienten trotz ihres Wissens um deren kriminelle Handlungen auch aus schier aussichtslosen Situationen regelrecht herauszuboxen und sich folglich zu Komplizen und Mitwissern der kriminellen Szene machen. Die Frage sei deshalb erlaubt, ob diese verwerfliche Praxis überhaupt noch mit dem eigentlichem Auftrag der Rechtsanwälte zu tun hat, Recht und Gesetz Geltung zu verschaffen oder hingegen weit eher auf die Vergrößerung des eigenen Bankkontos hinausläuft ?

• Jeder Flüchtling, der an der Grenze das Wort Asyl ausspricht, darf in Deutschland laut Grundgesetz nicht ausgewiesen werden, während in allen anderen Ländern das Asylrecht ein vom Gesetz geregeltes „Gnadenrecht“ darstellt, welches ein langes normales Gerichtsverfahren ausschließt. Dies bedeutet, dass Revision, Widerspruch, Berufung und Klage nur eingeschränkt möglich sind. Für die spezielle Situation in Deutschland bedeutet dies allerdings, dass, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine Abschiebung so gut wie unmöglich ist, denn jedem Antragsteller steht ja das Recht zu, Dank dafür zu Hauf zur Verfügung stehender Rechtsanwälte, den ganzen Instanzenzyklus hindurch über Jahre hinweg, dagegen zu prozessieren. Am Ende dieses langen Weges steht selbstverständlich die Duldung auf unbefristete Zeit, denn aufgrund der hierzulande üppigen finanziellen Zuwendungen ist wohl kaum zu erwarten, dass es jemals zu einer freiwilligen Ausreise kommt.

• Während die Reichen und Gebildeten aus Nahost hauptsächlich nach Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich und Großbritannien flohen, machte sich dagegen die Unterschicht in Richtung „gelobtes Land“ Deutschland auf und „bereichert“ dort seit Jahrzehnten die Sozialsysteme und „füllt“ die maroden Rentenkassen auf.

• Mehr als 95 % aller Asylanträge müssten infolge Nichtvorhandenseins der hierfür erforderlichen Gründe eigentlich abgelehnt werden, da es sich um reine Wirtschaftsflüchtlinge handelt. Dennoch erhalten sie ein vorläufiges „Bleiberecht“, aus dem im Laufe der Zeit ein unbefristeter Daueraufenthalt auf Kosten der Sozialsysteme wurde. Während noch vor einigen Jahrzehnten die Politik alles unternahm, um die meisten Wirtschaftsflüchtlinge durch starke Leistungseinschränkungen zur Ausreise zu ermutigen, geschieht seit gut 30 Jahren geradezu das Gegenteil. Das Leistungsangebot wurde ständig besser und parallel dazu erlosch verständlicherweise die Bereitschaft zur freiwilligen Ausreise.

• Es prallen fundamental unterschiedliche Lebensweisen aufeinander und die Immigranten aus Nahost sind nicht willens, unser europäisches Wertesystem anzuerkennen, ja sie lehnen es ab und bekämpfen es sogar und dies nicht nur mit Worten sondern auch unter Anwendung physischer Gewalt und ihre Bereitschaft sich an terroristischen staatsgefährdenden Aktionen zu beteiligen.

• Häusliche Gewalt wird von den Imamen nicht als Straftat, sondern als verbürgtes Recht des Ehemannes betrachtet, was allerdings in schroffem Gegensatz zum Grundgesetz steht. Wer jedoch gebietet dieser aus der Scharia stammenden gängigen Praxis überhaupt noch Einhalt ?

• Wie schon weiter oben ausgeführt, hat weitaus mehr als die Hälfte dieser Immigranten eine Einkommensquelle neben der Sozialhilfe, was sich auch in der großzügigen Ausstattung der Unterkünfte mit außerordentlich teuren Einrichtungsgegenständen niederschlägt, die Tausende an Immobilien und Betriebe in der Gastronomie nicht einmal inbegriffen (siehe oben).

• Die Hoffnung, dass die muslimischen Immigranten einen gemäßigten Islam vertreten bzw. man sie darauf einschwören könne, erwies sich als völlig absurd. Ja, es besteht sogar die Gefahr, dass statt dessen nicht wenige darunter mehr und mehr zur Keimzelle für islamischen Terrorismus werden können, zumal radikalislamische Imame völlig unbehelligt von den deutschen Strafverfolgungsbehörden sich oft sogar mit großem Erfolg gerade an junge Immigranten aus dem arabischen Raum wenden und sie für ihre Zwecke rekrutieren. Dies natürlich alles unter den wenig wachsamen Augen der Politikverantwortlichen, die diesem Treiben bislang jahrelang tatenlos zugesehen haben und es auch weiterhin tun werden.

• Die bisher durchgeführten Islamkonferenzen (der erste wurde 2006 ins Leben gerufen), die sich ja zum Ziel setzten, den radikalen Kräften ihren Impuls zu rauben, den Islam also ins pluralistische Konzept eines demokratischen Staatswesens einzubinden, ihn sozusagen im Sinne eines Reformislam zu „zähmen“ verliefen genauso ins Leere wie auch die bis heute erfolglosen Integrationsbemühungen. Wenn man schon von Integration sprechen kann, dann lediglich von derjenigen in die organisierte Kriminalität. Außerdem wurden die Teilnehmer der „Mehrheitsgesellschaft“ bei den Islamkonferenzen von radikalislamischen Verbänden wie z. B. DITIB, Diyanet als verlängerter Arm Erdogans, regelrecht vorgeführt und zum Narren gehalten. Letztlich, ist, wie auch nicht anders zu erwarten war, mit dem Ergebnis gleich Null, alles im Sande verlaufen.

• Allerdings entdeckten die Kirchen und da tun sich vor allem die Protestanten ganz besonders hervor, eine neue Spielwiese, nämlich den „Interreligiösen Dialog“, ohne zu bemerken, oder besser ausgedrückt, bemerken zu wollen, dass sie sich nicht nur hoffnungslos über den Tisch ziehen lassen, sondern auch der weiteren Islamisierung durch ihre Toleranz gegenüber massiver „Intoleranz“ nur noch weitere Nahrung geben. Sie werden sich bei diesem gewagten Spiel jedoch gewaltig täuschen, denn der Islam betrachtet dieses ach so „brüderliche“ Entgegenkommen nur als Schwäche und ergreift die ausgestreckte Hand nicht zum Gruß, sondern zieht sie vehement in die Richtung seiner eigenen Interessen zurück. Das Christentum sägt sich damit mit Gewalt den eigenen Ast ab, worauf es seit fast 2000 Jahren gesessen hat.

• Wie ebenfalls schon angeschnitten, wuchs die Zahl der Clans und deren Mitglieder im Lauf der Jahre so stark an, dass sie sich stark genug fühlen, der Polizei erfolgreich Paroli bieten zu können. Die demographische Waffe scheint sich also ihre Bewährungsprobe erfolgreich bestanden zu haben.

• Der Antisemitismus hat sowohl durch die Immigration aus Nahost vor gut vier Jahren als auch durch die Verfestigung der Clanstrukturen beängstigende Ausnahme angenommen. Aber wie sollte man den „Neuankömmlingen“ auch Respekt vor anderen Menschen, Konfessionen und Wertvorstellungen vermitteln, wenn die Ex-Integrationsbeauftragte des Bundes, Aydan Özoguz vollmundig und ungestraft den Spruch in die Welt setzen darf „Eine spezifische deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar“. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass man sich seitens der Politik offenbar schon längst wieder aus dem Prinzip „Deutsche Leitkultur“ verabschiedet hat, bzw. sich dies letztendlich als reine Worthülse ohne Sinn und Gehalt erwies. Kann unter diesen Umständen von diesen Menschen überhaupt noch erwartet werden, dass sie sich mit unserer Lebensweise nur im entferntesten anfreunden können, wenn jegliche Identitätsmerkmale einer mehr als 1000-jährigen Kultur der Deutschen auch von der hohen Politik einfach nur so geleugnet werden. Ich setze hierbei den Beginn der deutschen Kultur vereinfachend und willkürlich bei Ludwig dem Deutschen (806 – 876), Enkel Karls des Großen (748 – 814) an. Nicht zuletzt deshalb befasst sich der Autor auch mit der Frage, inwieweit es überhaupt gelingen kann, Immigranten aus fremden Kulturkreisen wirkungsvoll an die Lebensgewohnheiten und Grundwerte des Gastlandes heranzuführen, wenn die Einheimischen selbst nur wenig von ihrer eigenen Kultur und Geschichte überzeugt sind, ja diese sogar mit Häme und Spott überziehen, wie es vor allem linke und grüne Parlamentsabgeordnete seit Jahren demonstrieren. Er vertritt die Ansicht, dass gerade die Deutschen über viele Jahrhunderte hinweg einen herausragenden kulturellen Beitrag geleistet haben, der es wert sei, auch weiterhin gebührend aufrechterhalten zu werden. Nur sei dies offenbar den Multikulturalisten, die auch Gutmenschen genannt werden, leider nicht in ausreichendem Maße bewusst, sei es aus Dummheit oder auch Unwissenheit (die beiden letzten Punkte als rein persönliche Ansicht). Anstatt alles daran zu setzen, eine echte Integration herbeizuführen, bestärken sie die von ihnen so bemutterten Immigranten, an ihrer althergebrachten Kultur festzuhalten und erklären sie deshalb als wertvollen Beitrag zur kulturellen Bereicherung unserer Gesellschaft, wenngleich sich dieser zumeist mit den Regelungen und Vorgaben der gültigen Gesetze, sprich Grundgesetz und der Menschenrechte als völlig inkompatibel erweist. Seiner auch von mir widerspruchslos geteilten Ansicht nach bilden gerade diese gutmenschlichen Multikulturalisten das Haupthindernis für eine wirklich gelungene Integration, ja sie wirken sogar überaus kontraproduktiv.

• Ebenfalls sollte auch die Islamisierung „von oben“ nicht unerwähnt bleiben, wie sie z. B. in Gerichtsurteilen zum Verbot von christlichen Symbolen, wie Kreuzen in Klassenzimmern, zum Ausdruck kommt oder, dass im Gegensatz dazu, das Tragen des Kopftuchs in der Schule durchaus nichts mit religiösem Symbolismus zu tun hätte. Darunter fällt aber auch das skandalöse Urteil einer Frankfurter Richterin aus dem Jahr 2007, bekannt geworden als „Koranurteil“. Einer muslimischen Ehefrau wurde eine schnelle Scheidung verweigert, obwohl sie von ihrem muslimischen Ehemann misshandelt und mit Mord bedroht wurde. Die Richterin verwies auf den Koran, der das Schlagen der Ehefrau durch den Ehemann erlauben würde. Damit dürfte die Scharia jenseits der in den islamischen Parallelgesellschaften am deutschen Rechtswesen vorbei ohnedies schon ausgeübten Praxis wohl auch Einzug in deutsche Gerichte gehalten haben. Da kann Horst Dreh-Hofer noch hunderte Mal in die Welt hinausposaunen, dass hierzulande das Grundgesetz und nicht die Scharia gilt.

• Allerdings schildert der Autor aber auch Fälle völlig desillusionierter Multikulturalisten, die erst viel später erkannt haben, auf welche Art und Weise sie von ihren „Hilfsbedürftigen“ missbraucht wurden. Man hat sie und ihr Engagement regelrecht der Lächerlichkeit preisgegeben und verachtet. Dazu muss man wissen, dass es im Islam den Begriff der „Taqīya“ gibt, der etwas frei mit „Täuschung“ übersetzt werden kann. Taqīya bedeutet nichts anderes, als dass man sich auch intensiver mit den „Ungläubigen“ abgeben darf, solange es den „Allah-Gläubigen“ zum Vorteil gereicht oder, mit anderen Worten ausgedrückt, solange man sie auspressen und für ihre Zwecke ausnutzen kann. Es erübrigt sich wohl, eingehender zu betonen, dass man seitens der „Gläubigen“ dieser Art der Hilfe nur noch Verachtung entgegenbringt und die unterstützenden „Wohltäter“ als „nützliche Idioten“ abstempelt. Den unzähligen, nach wie vor von einem unbändigen Helfersyndrom beseelten Gutmenschen sei dies in fetten roten Buchstaben in ihr Stammbuch geschrieben.

Im Schlusswort rechnet der Autor noch einmal gnadenlos mit den islamischen Parallelgesellschaften und den kriminellen Clans ab. Er verweist nochmals auf die Gründe einer misslungenen Integration und erklärt sie mit der Multikulti-Ideologie als größter Bedrohung unserer Rechtsordnung. Ein weiterer für das Versagen wichtiger Punkt sei die Angst und Bequemlichkeit vieler Behörden und Institutionen, diesem Problem erfolgreich zu Leibe rücken, wozu auch die „Political Correctness“ beiträgt, die das Handeln vieler Personen entscheidend hemmt. Denn wer hat es schon gern, wenn ihm das Mäntelchen der Fremdenfeindlichkeit oder des Rassismus umgehängt wird.

Schon ein wenig resignierend fügt er im zweitletzten Satz hinzu, dass die Politik als letzte und höchste Instanz die volle Verantwortung für die gescheiterte Integration trägt. Jedoch mit noch resignierenderem Unterton sei der letzte Satz im Original zitiert: „Die Politiker aber haben schließlich wir, die Bürger gewählt“. 



Politiker-Schelte 

Heute gibt es wieder einen Gastbeitrag von Dr. Klaus Rißler in Versform.
Er nimmt sich dieses Mal Wolfgang Schäuble vor: 

Ode an den Sch(r)äuble locker 

Ich möchte jetzt mit wenig Freud‘
erzählen Euch ihr lieben Leut‘
von einem, fallt nicht gleich vom Hocker,
den man nur nennt den „Sch(r)äuble locker“.
Zumal bei ihm, ihr müsst’s mir glauben,
sind wirklich locker alle Schrauben.

Der Schrauben-Würth aus Künzelsau,
wie jeder weiß, ist er recht schlau.
Er frug sich schon seit langer Zeit,
ob nicht der Sch(r)äuble sei bereit
und für ihn, den Schraubenmann,
die Werbetrommel rühren kann.

Beim Sch(r)äuble sind, fallt nicht vom Hocker,
längst nicht nur die Schrauben locker.
Mit nur sehr wenig Phantasie
erkennt man den Fall von Psychiatrie.
Auch dient er wohl als Referenz
für einen Fall schwerster Demenz.

Man sollt‘ ihn vor den Kadi zerren
und ihn in eine Zelle sperren.
Was der verzapft, so voll umfänglich,
reicht aus für zehnmal lebenslänglich.

Damit der Bürger endlich weiß,
was Sch(r)äuble locker ihm verheißt,
sei ihm nun all das präsentiert
und sinngemäß daraus zitiert:

» Ihr vielen doofen deutschen Penner,
wir brauchen sie die schwarzen Männer.
Auch Afghanen, Syrer und Iraker,
alle schlagen sie sich wacker.

Wir brauchen diese Menschen eben,
um‘s Fachkraftdefizit zu beheben.
Die, ich möcht‘ jetzt gar nicht prahlen,
nicht nur brav die Steuern zahlen.
Ja, auch noch andere „Schmerzen“ lindern,
sogar die Inzucht tun verhindern.

Die uns mit Hochkultur entzücken,
die Sozialsysteme schier beglücken.
Ich bitt Euch sehr, sie nicht zu hassen,
sie füll’n ja unsere Rentenkassen.
Auch in der Bibel steht geschrieben,
Ihr sollt sie alle herzlichst lieben.

Und wie auch Martin Schulz es sagt,
seid zuversichtlich, nicht verzagt.
Verbannt aus Köpfen den Unhold.
Sie sind für uns das neue Gold «
Doch damit längst noch nicht genug.
Er tut und redet stets Unfug.

Behauptet doch ganz ungeniert,
der Islam sei bestens integriert.
Denn der sei, wie er es nennt,
stets tolerant und kompetent.
Anstatt sich immerzu zu grämen,
Sollt‘ man ihn zum Vorbild nehmen.

Die Realität, oh weh und Graus,
Sieht leider völlig anders aus.
Man könnt‘ darüber Bände schreiben.
Deshalb lass ich‘s vorerst bleiben.

All das berührt den Sch(r)äuble nicht.
Er lügt den Menschen ins Gesicht.
Aus allen Ecken hört man’s klingen,
dass Merkel‘s Gäste uns nichts bringen.
Sie leben hier, ihm macht’s nichts aus,
seit Jahr und Tag in Saus und Braus.

Für solch üblen Multikultispuk
hat doch der Michel Geld genug
Ansonsten wird’s ihm, ungelogen,
gewaltsam aus der Tasch‘ gezogen.
Denn liebe dummen Deutschen hört,
als Fachkräft‘ sind sie heiß begehrt.

Hat der nicht doch ‘ne Riesen-Meise?
Und reitet uns voll in die Scheiße?
Fachkräft‘ für was, sind wir denn taub?
Für Drogenhandel, Mord und Raub?
Reißt Euch am Riemen, seid nicht stur,
seht‘s als Bereicherung der Kultur.

Wer diese Einsicht nicht will bringen,
Den muss man leider dazu zwingen.
Doch bald ist Sch(r)äuble weg vom Fenster,
doch die gerufn‘en bösen G’spenster
verfolgen uns, wenn ich euch‘s sag,
noch lange bis zum Jüngsten Tag.

All dies wünscht, uns haut’s vom Hocker,
immerzu der Sch(r)äuble locker.
Aus der Realität schon ausgeklinkt,
zeigt dieser Satz, wie’s bei ihm klingt:
Hauptsach‘ ich richt‘ mich gütlich ein
in meinem Wolkenkuckucksheim.
Dort setz‘ ich mich getrost zur Ruh,
die Zeche zahl nicht ich, doch du.

Ich kenn den Michel nur zu gut,
der freut sich, wenn er Gutes tut.
Und wenn er auch, ich sag‘ es eben,
Den eigenen Ast tut sich absägen.
Denn er nimmt’s leider viel zu locker,
wie auch der Sch(r)äuble auf dem Hocker,
lässt sich weiterhin von ihm abzocken.

Mich haut’s doch schier noch aus den Socken.
Reicht dann als wahrer Gutmenschheld
sein schwer verdientes Lohnentgelt,
weil Dummheit kennt ja keine Grenzen,
flugs weiter an dubiose Existenzen.

Die gibt’s zu Hauf im Parlament.
Die Namen derer jeder kennt.
Ob Göring-Eckhardt, Volker Beck,
sie all‘ verfolgen nur den Zweck,
man muss sich schon die Augen reiben,
Michels nationalen Suizid zu betreiben.
Mit all dem Segen, mich haut’s vom Hocker,
unseres lieben Sch(r)äuble locker.

Die beiden, ich find’s schier zum kotzen,
im Bundestag nur rumschmarotzen.
Doch leider nicht nur diese zwei’n,
sie sind beileibe nicht allein.
Denn die sind dort, welch große Qual,
vertreten in sehr großer Zahl.
Hauptsach‘, die Diäten fließen,
den Steuerzahler wird‘s verdrießen.

Zum Schluss möchte ich mich nicht genieren,
möcht‘ Heinrich Heine hier zitieren:
»Denk ich an Deutschland in der Nacht,
werd‘ ich um den Schlaf gebracht«. '
Für mich trifft’s zu, ich fall vom Hocker,
doch leider nicht für‘n Sch(r)äuble locker.
Wenn er sich einst begibt zur Ruh‘,
legt lockere Schrauben ihm dazu. 

Dr. Klaus Rißler, Nov. 2019


Zu folgender Meldung von ze.tt vom 21.10.2019

"Die CDU träumt von einem Weltraumbahnhof und das Internet lacht sich kaputt" 

https://ze.tt/die-cdu-traeumt-von-einem-weltraumbahnhof-und-das-internet-lacht-sich-kaputt/

hat Klaus Rißler seinen Kommentar heute einmal zur Abwechslung in
Gedichtform abgefasst:
 

Ode an einen potenziellen Raumfahrer
(Peter Altmaier)


Mehr und mehr spricht sich herum, 
dass man verkauft das Volk für dumm. 
Man hat den Eindruck, ohn‘ zu lügen, 
dass man den Michel will betrügen. 
Das geht ne ganze Weile gut, 
doch Politclowns seid auf der Hut!
Denn irgendwann zerbricht der Krug
und offenbar wird der Betrug

Das Volk wird somit aufbegehren
Und Euch mit Macht das Fürchten lehren. 
Ein kleiner dicklicher Möchtegern, 
der glaubt, er sei vom anderen Stern, 
strebt ganz groß nach oben raus, 
hinein ins All, oh weh und graus!
Obwohl dessen geringe Geistesgaben, 
pfeifen vom Dach schon längst die Raben, 
verkennt der kleine dicke Wicht, 
dass er nur ist ein kleines Licht.

In seinem Metier, wie jeder weiß, 
hat immer produziert nur Scheiß. 
Von Wirtschaft nur so viel versteht, 
dass dort um Speis und Trank es geht.
Schulen, Straßen, Brücken, alles verfällt, 
den wenigsten Menschen dies so gefällt.
Dort setze man den Hebel an, 
die Hirngespinste hinten an. 
Statt dessen will das Schweinchen Dick
zum Monde fliegen und zurück. 
Er soll‘s doch tun mit großer Freude
als Mann‘s im Monde kesser Beute. 
Der lässt ihn fortan nicht mehr weg
und spannt ihn ein für seinen Zweck.
Dort wird er dann recht schnell erkennen, 
in welchen Schwachsinn man tut rennen,
wenn man, ohne was zu denken,
die Schritte auf den Mond will lenken.

Man schick auch Angie auf den Mond,
vielleicht sich Raumfahrt dann doch lohnt.
Doch nicht nur diese Frau allein,  
der Mond ist wirklich nicht zu klein. 
Es gibt doch so viel Platz dort oben
für die Altparteien, sich auszutoben. 
Sogar die Flüchtlinge groß und klein, 
die werden auch willkommen sein. 
Man sollt‘ sie restlos all entsorgen, 
weder gestern und auch nicht erst morgen. 

Dem Schweinchen Dick ruf ich jetzt zu: 
Begeb‘ Dich schnellstmöglich nach Kourou,  
nimm dort ein Raumschiff riesengroß, 
denn dann sind wir Dich endlich los. 


(Klaus Rißler)






Kommentar
von Dr. Klaus Rißler vom 15. Oktober 2019 zum neuesten Buch von

Michail Sergejewitsch Gorbatschow mit dem Titel
„Was jetzt auf dem Spiel steht,
Mein Aufruf für Frieden und Freiheit“


Das brandneue, im September 2019 im Siedler-Verlag München verlegte Werk „Was jetzt auf dem Spiel steht, Mein Aufruf für Frieden und Freiheit“, ist nach „Mein Manifest für die Erde“ erst das zweite aus der Feder von Michail Sergejewitsch Gorbatschow stammende Buch, welches mein Interesse erweckte. Obwohl nicht mit allen darin von ihm behandelten Punkten und Vorschlägen einverstanden, halte ich es sowohl sehr lesens- als auch bemerkenswert, da es eine ganze Reihe auch für uns in Mitteleuropa geradezu überlebenswichtige Bereiche des täglichen Lebens einschließlich der Umweltproblematik umfasst. Deshalb sollen im Folgenden die mir persönlich am wesentlichsten erscheinenden Punkte einer näheren Betrachtung unterzogen werden.

Vorausschickend sei bemerkt, dass Michail Sergejewitsch Gorbatschow, früherer Zentralsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion von 1985 – 1991 und Präsident der Sowjetunion von 1990 – 1991, für mich der vielleicht bedeutendste Politiker des vergangenen Jahrhunderts ist. Er hat nicht nur das Ende der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa eingeläutet, sondern parallel dazu auch den seit Jahrzehnten schwelenden „Kalten Krieg“ beendet. Außerdem bin ich zutiefst davon überzeugt, dass die Beweggründe zu diesem geradezu revolutionären Systemwechsel durch seine edelmütige Haltung auf Grundlage von Ehrlichkeit, persönlicher Aufrichtigkeit und Integrität geprägt waren, die wohl, von wenigen Ausnahmen abgesehen, offenbar fast allen westlichen (Macht)Politikern mittlerweile schon längst abhanden gekommen sind. Denn nicht zuletzt ließen es sich viele der letzteren bekanntermaßen nicht nehmen, im Anschluss an das Zerbrechen der beiden großen Machtblöcke in vertragsbrüchiger Art und Weise sich völlig unverantwortlich über einmal getroffene Vereinbarungen hinwegzusetzen, doch dazu später mehr.

Einige Gesichtspunkte sieht der Autor wahrscheinlich zu sehr durch die Brille des „Idealisten“, was jedoch der Integrität seiner Person keinen Abbruch tut. Neben dem von ihm völlig zu Recht angeprangerten und stetig voranschreitenden Raubbau an der Natur durch Einschränkung der Lebensräume von Flora und Fauna, welche als „menschengemachte“ Komponenten beim postulierten „Klimawandel“ nicht ganz zu Unrecht stets ins Feld geführt werden, dürfen m. E. jedoch wesentlich ebenso dafür verantwortliche Faktoren, wie z. B. die Überbevölkerung dieses Planeten nicht ausgeklammert werden und auch dem Einfluss der Sonnenaktivität dürfte in diesem Zusammenhang eine nicht minder große Rolle zukommen.

Völlig zu Recht verweist er auf die ungehemmte Plünderung der Erde durch eine ungezügelte Marktwirtschaft und völlig zu Recht prangert er auch die stetig zunehmende Kluft zwischen arm und reich an. Ebenso scharfsinnig erkennt er auch den immer mehr schrumpfenden Anteil der Mittelschicht und der Arbeiterschaft, den seines Erachtens tragenden Säulen einer Gesellschaft, ohne die sich jede staatliche Autorität zwangsläufig im Lauf der Zeit von selbst in Frage stellen muss. Folgerichtig kritisiert er auch, dass die Steuerlast vieler westlichen Staaten viel zu einseitig auf die o. a. „Leistungsträger“ abgewälzt wird, währenddessen sich der am oberen Ende der Besitzskala tummelnde, munter und anscheinend risikolos, mit Milliarden darauf los spekulierende Geldadel - der Steuerzahler wird’s schon richten - bei weitem nicht an den ihm eigentlich aufzubürdenden Steueraufkommen beteiligt wird.

Er befasst sich aber auch mit der offensichtlichen Krise der sogenannten „etablierten“ Parteien vor allem in Westeuropa. Sich selbst als Sozialdemokrat bezeichnend, erkennt er unverblümt die Defensivposition der westlichen Sozialdemokraten, aus der sie jedoch, wie er glaubt, bald wieder herauskommen dürften und seinerseits schon ein Licht am Ende des Tunnels erkennbar sei. Des weiteren deckt er aber auch schonungslos die Fehler auf, welche von den etablierten Parteien, auch der Sozialdemokraten, über Jahrzehnte hinweg begangen wurden, weil sie im Zuge einer künftig auch weiter zunehmenden Globalisierung offenbar noch nicht die richtige Antwort auf die drängenden Fragen der Gesellschaft gefunden haben, sich statt dessen immer mehr von den Nöten und Ängsten weiter Bevölkerungskreise abkoppelten und deshalb das Feld mehr und mehr den, wie er es ausdrückt, „Populisten“ überließen.

Es ehrt ihn jedoch, dass er, nicht wie die unzähligen „getroffenen Hunde“ der deutschen „Altparteien“, die um ihr Versagen in Fragen der Zukunftsgestaltung zu verschleiern, einvernehmlich und brachial auf die „Populisten“ eindreschen, sondern dass er auch Verständnis für die Menschen aufbringt, welche ihnen vertrauen und ihnen die Stimme geben. Allerdings hält er das populistische Parteienspektrum für nicht geeignet, über einen längeren Zeitraum hinweg die aktuellen Probleme der Gesellschaft im dafür notwendigen Sinne anzugehen. Er scheint jedoch geflissentlich zu übersehen, dass, wie am Beispiel Italiens und auch einer ganzen Reihe anderer Staaten in Europa erkennbar, sich im Laufe der Zeit aber auch völlig neue politische Konstellationen mit völlig anderen Parteien und auch völlig anderen Zielsetzungen konstituiert haben. Er warnt indes jedoch eindringlich vor einem weiteren Rechtsruck in Europa und spricht von zu erwartenden herben Enttäuschungen durch die „Populisten“,

Allerdings scheint er aber auch das kaum vorhandene Potenzial der Selbstreinigungskräfte der etablierten Parteien, wie z. B. CDU und SPD, zu überschätzen, deren unübersehbare Abnutzungserscheinungen in absehbarer Zeit entweder deren Spaltung oder gar deren Ende bewirken könnte. Alternativ wäre es aber auch gut möglich, dass gerade die vielgescholtenen „Populisten“ sich wesentliche, auf Kontinuität zielende Punkte aus dem früheren Arsenal der potenziell gescheiterten Altparteien zu eigen machen, welche von letzteren wider besseres Wissen über Bord geworfen wurden, um sie so zu neuem Leben zu erwecken. Neue Politstrategien sind m. E. deshalb unerlässlich, denn von einer echten inhaltlichen Erneuerung sind m. E. sowohl CDU als auch SPD viel zu weit entfernt als dass es ihnen in absehbarer Zeit gelingen dürfte, sich im Sinne längst überfälliger Reformen zu rehabilitieren.

Die Grünen sind sich über die Jahrzehnte hinweg seit ihrer Gründung vor bald 40 Jahren prinzipiell ihrer links-sozialistisch, ökostalinistisch geprägten Ideologie permanent treu geblieben und sind gegenwärtig leider erfolgreich dabei, ihre „Ultima Ratio“ einer sich in kontinuierlichem intellektuellem Niedergang befindlichen Bevölkerung als unvermeidliches Heilmittel nicht nur anzupreisen sondern auch überzustülpen. Und sowohl CDU als auch SPD lassen sich von deren utopischen Vorstellungen ohne eigenes Profil und Gegenwehr geradezu widerstandslos vor sich hertreiben.

Darüber hinaus ist keineswegs zu verschweigen, dass sich die auch von Gorbatschow kritisierte, von den Altparteien geschaffene und sich inzwischen mehr und mehr verselbständigende Brüsseler EU-Bürokratie ungebremst zu einem regelrechten Volksvermögen riesigen Ausmaßes verschlingenden zügellosen und nicht mehr kontrollierbaren diktatorischen Moloch gemausert hat. Nicht zu Unrecht ist deshalb immer wieder auch von einer EU-Diktatur die Rede. Um diesem „Circulus Vitiosus“ zu entkommen, bedarf es m. E. jedoch dringend von der Vergangenheit unbeleckter und unverbrauchter Kräfte mit einem unbändigen Willen zu echten Reformen, um die regelrecht wie Packeis um die EU-Zentrale aufgeschichteten, äußerst widerstandsfähigen Strukturen endlich einmal wirksam aufzubrechen. 

Zusammenfassend lässt sich diesbezüglich festhalten, dass Gorbatschow einerseits zwar messerscharf das Versagen der Altparteien einschließlich Sozialdemokraten analysiert, andererseits jedoch nicht daran glaubt, dass die „Populisten“ jemals in der Lage sein werden, eine wirksame „kausale Therapie“ für den Ausweg aus dem gegenwärtigen Dilemma quasi aus dem Hut zu zaubern.

Wie fast alle sich mit dem „Klimawechsel“ befassenden Personen, spricht auch Gorbatschow von einer offensichtlich „menschengemachten“ Klimaerwärmung (siehe Seite 58), wobei der Begriff Klimaerwärmung völlig falsch gewählt wurde, denn eine statistische Größe lässt sich weder erwärmen noch abkühlen. An anderer Stelle spricht er von „Erderwärmung“, wobei der Begriff zwar korrekt, dessen letztendlicher Beweis allerdings doch noch eines längeren Beobachtungszeitraums bedarf. Überraschenderweise prophezeit er bereits für 2030 einen Rückgang der tropischen Regenwälder um 90 %, obwohl mir diese Zahl doch als erheblich zu hoch gegriffen scheint. Er unterschlägt jedoch klammheimlich die Tatsache, dass bei Vorliegen eines Regenwaldsystems wie noch vor mehr als 50 Jahren präsent, aufgrund der dadurch ausgeübten Temperaturkontrolle es in unseren Breiten im Sommer nur noch relativ wenige Tage mit Temperaturen größer 30°C gäbe.

Außerdem schreibt er einerseits der Intensivierung der Landwirtschaft zur Ernährung der wachsenden Erdbevölkerung eine Mitschuld am zunehmenden „ökologischen Desaster“ zu, andererseits fehlen doch eindringlichere Hinweise darauf, dass die „überbordende“ Ausnutzung von Grund und Boden für die Landwirtschaft durch die seit vielen Jahren überdimensional wachsende Erdbevölkerung, vor allen in Afrika, Nah- und Mittelost im wesentlichen ja erst mit verursacht wird. Lediglich auf Seite 67 heißt es im Kapitel „Die Erd-Charta“ in Punkt 7: „Produktion, Konsum und Reproduktion so gestalten, dass sie die Erneuerungskräfte der Erde, die Menschenrechte und das Gemeinwohl sichern“. Diesen Passus kann ich nur rückhaltlos unterstützen.

Was seine Äußerungen zu Wirtschaft, Ökologie und Klima anbetrifft, gehe ich mit ihm in einer ganzen Reihe von Punkten, wenngleich nicht in allen, konform, denn hin und wieder kann ich seinen Verbesserungs- und Korrekturvorschlägen lediglich nur allzu idealistisch gefärbte Inhalte abgewinnen, die in der knallharten Realität wohl zumeist scheitern könnten.

Die größte Schnittmenge mit Zustimmungspotenzial von nahezu 100 % (Ausnahme siehe Bemerkungen zum Islam unten) ergibt sich jedoch aus seinen Verlautbarungen im „Vierten Teil“ seines Traktats mit den Kapiteln „Die USA: monopolistische Führung oder Partnerschaft“, „Europa: unser Kontinent, unser zu Hause, „China und Indien: die neuen Giganten“, „Der nahe Osten: nervöser Knoten der Weltpolitik“, „Die Krise der Demokratie“, „Die Verantwortung der Medien“, „Das neue Russland“, sowie im „Fünften Teil“ mit den Kapiteln „Ein Wort an die Deutschen des 21. Jahrhunderts“, „Erinnerungen an Deutschland“, „Die friedliche Revolution von 1989“, „Was die Geschichte lehrt“.

Was jedoch seine Ausführungen zum Islam angeht (siehe dazu Kapitel „Der nahe Osten: nervöser Knoten der Weltpolitik“), muss ich ihm vehement widersprechen. Er verkennt, dass der Islam in seiner Gesamtheit keine langfristig friedlichen Ziele verfolgt, sondern, jeder Ideologie ähnlich, auch mit Waffengewalt nach einer auf totale Diktatur und unter Einkassierung elementarer Menschenrechte ausgerichteten Weltherrschaft im Sinne der Errichtung eines islamischen Gottesstaates strebt. Analoge Ziele verfolgten bekanntlich auch Nationalsozialismus und Kommunismus, die ja im zeitlichen Abstand von ca. 50 Jahren gottlob verschwunden sind.

Berechtigterweise wird von ihm die Haltung der USA nur wenige Jahre nach der im Jahre 1990 friedlich erfolgten Wiedervereinigung scharf kritisiert. Denn die Vereinigten Staaten fühlten sich beim Abbau der beiden Blöcke als der klare Sieger und sahen nicht zuletzt auch mit unverhohlener Schadenfreude sowohl die zerbrechende Sowjetunion als auch deren Nachfolgestaat Russland bei weitem nicht mehr auf Augenhöhe, sondern in der Rolle eines klaren Verlierers. Mit Nachdruck verweist er darauf, dass die USA die aus dem Zerfall der einstigen Sowjetunion resultierende politische, wirtschaftliche und militärische Schwächeperiode ihres Rechtsnachfolgers Russland während der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts schamlos für ihre eigenen globalen Machtinteressen ausgenutzt haben, was sich allerdings mit der Präsidentschaft Wladimir Putins ab 2000 dramatisch änderte. Mit ihm gewann Russland wieder Selbstvertrauen in seine eigenen Stärken und dies sowohl auf politischer, wirtschaftlicher und militärischer Ebene. Ja, es kam in Russland zu einer wahren Renaissance in fast allen Bereichen und die arg gebeutelte russische Volksseele brauchte nicht mehr ständig ihre durch den Westen geschlagenen Wunden zu lecken. Russland war wieder wer und meldete sich eindrucksvoll im Konzert der Großen zurück.

Obwohl im Umfeld der Wiedervereinigung vertragsgemäß eine Osterweiterung der NATO in das Gebiet des ehemaligen Warschauer Paktes hinein ausgeschlossen wurde und auch das Gebiet der früheren DDR eigentlich in eine entmilitarisierte Zone umgewandelt werden sollte, war die Realität bald eine völlig andere. Die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland, ferner Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien und Bulgarien wurden nicht nur Mitglieder der NATO sondern traten auch der Europäischen Union bei. Natürlich musste Russland diese Schritte als Affront empfinden, bei weitem jedoch noch mehr den Affront im Zuge der Einmischung der EU und der NATO in die inneren Angelegenheiten der Ukraine, einem Staat, mit dem sich über Jahrhunderte hinweg enge Bindungen zu Russland entwickelt haben und der seit Menschengedenken dem Zarenreich angehörte.

Die wiedererstandene Großmacht Russland sah diese Entwicklung berechtigter Weise als Bedrohung der eigenen Sicherheit. Aber immer noch unterschätzte man den russischen Präsidenten und maßte sich weiterhin an, ihn sprichwörtlich an die Wand drücken zu können, in dem man sowohl Georgien (siehe Georgienkrieg aus dem Jahre 2008) als auch die Ukraine, wo seit 2014 ein ununterbrochener Konflikt schwelt, mit einer Reihe Russland zwangsläufig verprellender Versprechungen auf die westliche Seite ziehen und Russland entfremden wollte. Mit Nachdruck und verständlicherweise völlig zu Recht verteidigt Gorbatschow die Wiedereingliederung der im Jahre 1954 von Nikita Chruschtschow aus der SFSR ausgegliederte und der damaligen Sowjetrepublik Ukraine überlassene Halbinsel Krim in das russische Territorium und verweist auch auf die überragende Zustimmung der dortigen Bevölkerung zu diesem Schritt per Volksentscheid. Meine Ansicht dazu ist eindeutig: Da die Europäische Union immer wieder auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker pocht (den Katalanen und den Basken jedoch abspricht), mittels dessen ja auch die früheren Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien gesamthaft ihre Unabhängigkeit erlangten, mit welchem Recht sollte man sie dann den ethnisch russischen Bewohnern der Krim vorenthalten ? Die Antwort des Westens, einschließlich Deutschlands, waren wohl für meisten Deutschen nicht nachvollziehbare Sanktionen gegen ein Land, welches die Wiedervereinigung sogar schon zu einem Zeitpunkt unterstützte, als unsere westlichen Nachbarn, Freunde und Verbündete, Frankreich und Großbritannien noch erhebliche Vorbehalte gegenüber diesem Schritt hegten. Aber vorauseilender Gehorsam ohne einen dafür ersichtlichen Grund, war ja schon seit vielen Jahrzehnten ein nicht unwesentlicher Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik und das in Ost und in West.

Gorbatschow betont stets seine besondere Verbundenheit und Achtung gegenüber Deutschland und den Deutschen, sieht aktuell allerdings erhebliche Defizite im Miteinander, welche er, ich möchte es sogar viel schärfer formulieren als der Buchautor selbst, nicht zuletzt aber auch den aus dem Bundeskanzleramt gesteuerten, angeblich so „unabhängigen“ Medien zuweist. Meines Erachtens haben die offenbar politisch manipulierten Informationsorgane schon unzählige Male versagt und lassen sich unter Ausblenden nun einmal geschaffener Realitäten nach Art einer „Hofberichterstattung“ regelrecht für die Zwecke einer einseitig auf die USA fokussierten Politik missbrauchen. Organisationen wie z. B. die „Atlantikbrücke“ und die „Bilderberger“ (pers. Anmerkung) deren Mitglieder bis hinauf in die höchsten Politikerkreise und auch im Bundeskanzleramt zu suchen sind, zeichnen m. E. hierfür mitverantwortlich. Und wohin diese Art der medialen Gehirnwäsche zwischen 1933 und 1945 geführt hat, braucht nicht näher ausgeführt zu werden.

Gorbatschow drückt diesen Sachverhalt weit diplomatischer aus, erkennt jedoch im gegenwärtigen deutsch-russischen Verhältnis eine in den letzten Jahren erfolgte spürbare Abkühlung. Er sieht diese allerdings weit eher auf Seiten der „Hohen Politik“ als der zwischenmenschlichen Kontakte zwischen Deutschen und Russen. 

Indem er sich an die jungen Deutschen wendet, alles Erdenkliche zu unternehmen, um den sich über viele Jahrhunderte erstreckenden, meist guten Beziehungen zwischen den beiden Völkern wieder neues Leben einzuhauchen, bleibt mir am Schluss nichts anderes mehr übrig, als diesem großen Staatsmann für sein Eintreten für Frieden, Völkerverständigung und Abrüstung zu danken und ihm meine höchste Anerkennung entgegenzubringen.

Nichts würde Europa besser zum Guten gereichen als mehr Menschen seines Kalibers, geprägt von höchster Verantwortung nicht nur für die Menschen, sondern auch gegenüber der gesamten Flora und Fauna auf diesem Planeten. 


Leselust? 

Büchertipps für „politisch“ noch nicht Angepasste

von Dr. Klaus Rißler, Sept. 2019

Ich habe mir in den letzten Wochen drei Bücher zu Gemüte geführt, die ein Schlaglicht auf diesen Staat werfen, dessen sich mindestens 90 % der deutschen Bevölkerung nicht im geringsten bewusst sein dürfte.

Das erste Buch mit dem Titel „Bevölkerungsaustausch in Europa“ des Autors Hermann Heinrich Mitterer, Oberst der Österreichischen Bundesheeres, aus dem Kopp-Verlag kann es problemlos mit den Werken des leider am 6. Januar 2017 verstorbenen Udo Ulfkotte aufnehmen und zeichnet ein schonungsloses Bild dessen, was uns in den nächsten Jahren noch erwarten wird.

„Die Asozialen“ des Stern Reporters Walter Wüllenweber zeigt auf, wer diesen Staat im Innersten überhaupt noch zusammenhält, d. h. Steuern entrichtet, während seine „Masse“ durch das Strangulieren sowohl seitens der Geldelite als auch der untersten Bevölkerungsschichten ständig abnimmt. Er beschreibt eindrucksvoll die explosionsartige Zunahme der „Hilfsindustrie“ mit mehreren Millionen Beschäftigten, welche Jahr für Jahr Zuwachsraten im zweistelligen Bereich erzielt und alles daran setzt, die Zahl der angeblich „Hilfsbedürftigen“ noch weiter anwachsen zu lassen, nur um damit ihre Pfründe auch für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zu sichern. 

„Der gekaufte Staat“ der Autoren Sascha Adamek und Kim Otto des Kiepenheuer & Witsch Verlags wirft ein bezeichnendes Licht auf diejenigen Kreise, die in diesem Staat schon seit langem das Sagen haben, nämlich die von der Großindustrie gesponserten Lobbyisten in allen Bereichen der Ministerialbürokratie nicht nur in Berlin, sondern ebenfalls auch in der EU-Kommission in Brüssel. Obwohl im letzten Viertel etwas arg „grünlastig“, zeigt es aber doch auf, wes „Geistes Kind“ unsere Abgeordneten sind, die sich ständig von diesen Leuten an der Nase herumführen lassen. Eigentlich sollte man ja vermuten, dass im Parlament bzw. in den Ministerien Leute sitzen, die etwas vom Fach verstehen, wodurch sich der Einsatz „externer Berater“ eigentlich minimieren lassen sollte. Aber erst kürzlich las ich, dass die Bundesregierung bereits schon in diesem Jahr sage und schreibe 333 Millionen an St-Euro solchen Agenturen bezahlt hat. Interne Fachkompetenz sieht da schon erheblich anders aus.

Das vierte Buch mit dem Titel „Kinder des Koran“ aus dem Econ-Verlag habe ich erst heute gekauft, aber es verspricht ähnlich entlarvend und spannend zu sein wie das Werk desselben Autors mit dem Titel „Inside Islam“.

CO2-Neutralität

Die knallharte Lüge von der CO2-Neutralität
Auch in der Energieversorgung kein Perpetuum mobile

Von Dr. rer. nat. Klaus Rißler, August 2019

Um es gleich vorweg zu nehmen, eine CO2-Neutralität kann es niemals geben und wird es auch niemals geben, genauso wenig wie ein „Perpetuum Mobile“ jemals das Licht der Welt erblicken kann, wie man unschwer aus den vor weit mehr als 100 Jahren gewonnenen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Thermodynamik folgern kann. Aber genau einen solchen Unsinn schwatzt man uns bereits seit Jahren auf, wohl wissend, dass es sich um reine Utopie handelt. Denn um die von Klima- und Umweltaktivisten proklamierte CO2-Neutralität überhaupt zu erreichen, sind zuerst einmal eine ganze Reihe an CO2-produzierenden „Ereignissen“ erforderlich, wie nachfolgend dargelegt.

Aus einer schier inflationär hohen Anzahl an angeblich „CO2-neutralen“ Produkten und Techniken sollen aus Gründen des Umfangs jedoch nur einige wenige, dafür umso exemplarischere Beispiele herangezogen werden, anhand derer versucht werden soll, der CO2-Lüge auf die Schliche zu kommen, sie näher zu präzisieren und damit aber auch als von bestimmten, dem Lobbyismus frönenden politischen Kreisen, völlig beabsichtigte Unwahrheit zu entlarven. Dazu sei zuerst einmal mit den beiden einfachsten begonnen.

Holz keine saubere Lösung
Bekanntermaßen wird die Verwendung von Holz als Energieträger immer wieder als Paradebeispiel für CO2-Neutralität herangezogen, da durch dessen Verbrennung idealerweise genauso viel CO2 freigesetzt wird wie im Laufe von dessen Genese verbraucht. So weit, so gut. In dieser Rechnung fehlt jedoch ein entscheidender Beitrag, nämlich der des Menschen. Denn das verfeuerte Holz, welches ja sowohl aus einem Baumstamm als auch Ästen wie z. B. Bruchholz besteht, muss ja zuerst einmal mechanisch durch Menschenhand zur späteren Nutzung verarbeitet werden. Und, wie wir ja alle wissen, emittiert auch der Mensch im Verlaufe dieses Arbeitsprozesses mehr oder weniger viel CO2 durch die Atemabluft, wobei sich dieser Anteil durch schwere körperliche Anstrengungen noch deutlich steigert. Der Brennstoff fliegt eben nicht, wie durch Geisterhand gesteuert, ohne äußeres Zutun so einfach in den Ofen, um dort sein segensreiches Wirken in Angriff zu nehmen. Und schon erkennt man, dass das Postulat der CO2-Neutralität so nicht mehr ganz aufrechterhalten werden kann und bei Verwendung von technischen Hilfsmitteln wie energieintensiven technischen Geräten wie z. B. Motorsägen etc. noch weit negativer ausfallen wird.

Man mag zwar berechtigterweise einwenden, dass im vorliegenden Fall das Prinzip der CO2-Neutralität nicht unbedingt in größerem Maße beeinträchtigt würde. Das ist im Prinzip näherungsweise sogar richtig und man ist deshalb geneigt, in diesem speziellen Fall den „menschengemachten“ Beitrag zur CO2-Neutralität, da doch mehr oder weniger „unterkritisch“, zu vernachlässigen. Dies gilt allerdings nicht mehr für die im Folgenden skizzierten Beispiele. Im Allgemeinen wird das benötigte Holz jedoch oft genug von modernen und großen mit Dieselkraftstoff betriebenen Zugmaschinen aus den Wäldern herausbefördert, dann mit auf elektrischen Strom oder Erdöl basierenden Gerätschaften weiter be- und verarbeitet, wodurch mit einem Schlag die CO2- bzw. auch Umweltbilanz deutlich negativer ausfallen.

Allerdings sollte Holz aber auch nicht unbedingt über Gebühr verfeuert werden, denn die dadurch zum Opfer fallenden Bäume werden dringend zur CO2-Adsorption und Sauerstoffproduktion benötigt. Leider hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten ein überdeutliches Ungleichgewicht zwischen Holzverwertung einerseits und der darauf eigentlich erfolgenden Wiederaufforstung andererseits ergeben, sodass substanziell mehr Holz und damit grüne, zur Sauerstoffproduktion befähigte Bäume gefällt wurden als wieder nachwachsen. Die Verwendung sogenannter „nachwachsender“ Rohstoffe wie z. B. Holz macht folglich nur dann Sinn, wenn Verbrauch und Regeneration in einem echten Gleichgewicht zueinander stehen, was jedoch für die allermeisten Fälle schon lange nicht mehr zutrifft und durch die Überbevölkerung nur noch weiter über Gebühr strapaziert wird.

Bezüglich der immer wieder als CO2-neutral propagierten Pellets oder Hackschnitzel sind eine Reihe von Punkten zu beachten, welche sich mehr oder weniger stark depressiv auf das Postulat von der CO2-Neutralität auswirken. Denn oft genug wird das dafür erforderliche Holz mit LKW über Hunderte von Kilometern in die entsprechenden Aufbereitungsanlagen transportiert, nachfolgend unter Zuhilfenahme energieverbrauchender moderner Gerätschaften zerkleinert und von dort wiederum mit LKW an die Bestimmungsorte gebracht. Und dies alles unter Aufwendung von externer Energie, bis dann im Ofen endlich einmal dem Prinzip der CO2-Neutralität entsprochen werden kann.

Raps ist kein Superkraftstoff Anhand eines anderen Beispiels sei die Aufmerksamkeit des kritischen Lesers auf die Mär vom CO2-neutralen „Biodiesel“ aus Rapsöl gelenkt. Natürlich setzt in diesem Fall, wenn einmal entsprechend aufbereitet und raffiniert, der aus Rapsöl gewonnene Treibstoff genauso viel CO2 frei wie ursprünglich aus der Atmosphäre für das Wachstum verbraucht. Wiederum so weit, so gut. Doch bis aus dem Rohprodukt Raps der vielgepriesene und angeblich so umweltschonende „Biodiesel“, besser ausgedrückt jedoch „Agrodiesel“, entsteht, sind zahlreiche energieintensive Schritte erforderlich, die natürlich, wie sollte es anders auch sein, zwangsläufig auch auf fossile Energieträger zurückgreifen. Dazu gehören u. a. die Pflege eines Rapsfeldes durch energieverbrauchende große Landmaschinen mittels derer Düngemittel und auf Erdölbasis hergestellte Pflanzenschutzmittel aufgebracht werden und schließlich auch die Ernte, welche wiederum einen nicht zu unterschätzenden Energieaufwand erfordert, sowie der nachfolgende Transport in die für die Raffination des Rohproduktes nötigen Einrichtungen und Gerätschaften bis daraus unter weiterem nicht zu vernachlässigendem Energieverbrauch schlussendlich das gewünschte angeblich „umweltschonende“ und CO2-neutrale Medium zum Betreiben von Fahrzeugen resultiert.

Wer unter Berücksichtigung all dieser Gesichtspunkte immer noch ernstlich daran glaubt, es handle sich hierbei um ein „CO2-neutrales Konstrukt“, der ist zumindest auf dem umweltpolitischen Auge völlig erblindet. Dasselbe gilt auch für den in unzähligen Monokulturen exzessiv angebauten Mais, welcher längst nicht mehr nur als Futtermittel dient, sondern in immer höherem Ausmaß zur Gewinnung von Biogas „zweckentfremdet“ wird. Sowohl mit Raps als auch Mais werden zudem auch noch Nahrungsmittel geopfert, was vom ethisch-moralischen Gesichtspunkt aus zumindest als sehr zweifelhaft betrachtet werden muss. Darüber hinaus ist für beide bekannt, dass sie den Boden über Gebühr auslaugen und die Felder deshalb einer umso intensiveren Düngung bedürfen, mit all den negativen Folgen für Boden, Grundwasser und Umwelt. Ein weiteres Beispiel für die umweltgefährdende und zweckentfremdende Nutzung von Nahrungsmitteln ist auch die Gewinnung von Agrotreibstoffen aus Palmöl in der Dritten Welt (z. B. in Borneo).

Windräder drehen nicht an AKW vorbei
Wenden wir uns nun der Stromgewinnung durch Windkraft zu, welche ja stets als Paradebeispiel für saubere, umweltschonende und CO2-neutrale Energie postuliert wird. Für den Bau solch riesiger Kolosse mit einem Rotordurchmesser bis zu 120 m und einer Nabenhöhe mit bis zu 130 m werden unermessliche Mengen an Baumaterial und damit ein enormes Maß Energie notwendig (siehe unten) und sie müssen, um eine optimale Windausbeute erzielen zu können, auf exponierten Stellen platziert werden, d. h. im Binnenland vorwiegend auf Gebirgszügen. Um die Zufahrt der schweren LKW zum Transport der Baumaterialien zu gewährleisten, müssen der Zufahrtswege willen auch große Waldflächen geopfert werden, wodurch nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch die Ökologie beträchtlichen Schaden erleidet. Daraus lässt sich unschwer erkennen, dass bis zum endgültigen Erzielen der für die Windkraft postulierten CO2-Neutralität eine große Anzahl an energieverzehrenden Schritten nötig ist und damit wohl kaum mehr von einer nachhaltig CO2-neutralen Alternative gesprochen werden kann. Außerdem sind ständige kostspielige Wartungsarbeiten, insbesondere bei den im Wattenmeer ständig dem Salzwasser ausgesetzten „Offshore“ Anlagen nötig, welche sich ebenso negativ auf die Beurteilung einer echten „CO2-Neutralität auswirken werden.

Um ferner bei Orkanen und ähnlichen Windphänomenen Schaden an den Rotoren abzuwenden, unterliegt der Betrieb solcher Moloche aber auch erheblichen Einschränkungen, denn sie müssen im Falle extremer Wetterlagen abgeschaltet werden, um nicht irreversiblen Schaden zu erleiden. Ein weiterer sehr wichtiger Punkt bei der Bewertung der CO2- oder auch Öko-Bilanz besteht darin, dass Windräder für die Funktionstüchtigkeit die seltene Erde Metall Neodym benötigen, welches vor allem in China gewonnen wird. Dort ist es allerdings mit dem radioaktiven Uran „vergesellschaftet“ und letzeres fällt leider bei der Gewinnung von Neodym als Verunreinigung an und ist damit neben dessen reichlich energieintensiver Gewinnung auch für große Umweltschäden verantwortlich. Aber was kümmert’ s doch unsere links-grüne Klientel, die sich streng am bekannten Sprichwort orientiert „Heiliger Florian, beschütze unser Haus, zünd‘ andre an“. Das Problem wird nur auf eine andere Ebene bzw. weit entfernte Weltregion verlagert.

Vergleichen wir zum Schluss dieses Kapitels noch die Energiebilanz bzw. Effizienz von Windkraftanlagen mit der Leistung eines Kernkraftwerkes. In diesem Beispiel wird das demnächst von der Schließung betroffene KKW Fessenheim im benachbarten Elsass als Vergleich herangezogen. Ich habe beileibe nicht vor, mich als KKW-Befürworter zu outen, sondern möchte als „neutraler Beobachter“ lediglich die energetischen „Fakten“ einigermaßen frei von jeglicher ideologisch indoktrinierter Sicht nur einmal objektiv einander gegenüberstellen.

In der Anlage von Fessenheim wird eine Leistung von 1800 Megawatt (MW) erzeugt. Legt man die riesige Zahl von ca. 22.300 Windkraftanlagen in Deutschland zugrunde, welche zusammen insgesamt „nur“ bescheidene 29.075 MW liefern, dann bedeutet dies im Klartext, dass 16 KKW des Typs Fessenheim so viel Strom erzeugen wie 22.300 Windkraftanlagen in Deutschland. Es resultiert dementsprechend aber auch ein gewaltiges Missverhältnis zwischen dem durch den Bau von Windkraftanlagen bebautem Grund und Boden, welcher für eine weitere landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung ausfällt, und der erzeugten Energie im Vergleich zu einem KKW. Berücksichtigt man ferner die für diese große Anzahl an solchen Kolossen verbauten Millionen Tonnen an Beton mit Zement als wesentlichem und im Verlaufe des Herstellungsprozesses riesige Mengen an CO2 emittierendem Bestandteil, dann bleibt von der stets beschworenen CO2-Neutralität kaum mehr etwas übrig.

Die Sonnenenergie kann auch nicht mithalten
Kommen wir zum nächsten Beispiel dieses Beitrags und lenken unser Interesse auch auf die ebenfalls als CO2-neutral betrachtete Solarenergie. Auch in diesem Fall ist es ein langer und energieintensiver Weg, bis letztendlich der dafür postulierten CO2-Neutralität Genüge getan werden kann und dies, obwohl uns gerade die Sonne als nimmermüder Energiespeicher auch noch viele hundert Millionen Jahre zur Verfügung stehen wird. Sie ist zwar imstande zu jeder Zeit unendlich viel Energie zu liefern, aber leider hapert es nach wie vor mit der Umwandlung der Sonnenstrahlung in verwertbaren elektrischen Strom, der sich dann in die Netze einspeisen lässt, was mit Hilfe dafür geeigneter Solarzellen geschieht. Für diese wird allerdings Silizium der Reinheit > 99,99 % benötigt. Ein Blick in die Darstellung von Silizium aus Siliziumdioxid, welches als Teil von Silicaten wie z. B. Feldspat, Tonmineralen oder in freier Form als Quarz den Hauptbestandteil der Erdkruste und damit nicht nur in schier unbegrenzter Menge zur Verfügung steht, sondern auch die häufigste Siliziumverbindung ist, zeigt jedoch, dass sich das Halbmetall Silizium daraus nur unter enormem Aufwand an Energie erzeugen lässt. Diesbezüglich sei auf Lehrbücher der Anorganischen Chemie oder auch die Wikipedia verwiesen.

Einmal auf dem Dach von Wohnhäusern und Fabrikgebäuden installiert, weisen diese Solarpaneele eine Betriebsdauer von ca. 15 Jahren auf, wonach sie dann allerdings als „Sondermüll“ zu entsorgen sind. Die Amortisation solcher Solaranlagen beträgt allgemein bis zu sieben Jahre, sodass für die effektive Nutzung lediglich 8 Jahre zur Verfügung stehen. Aus diesem Grunde muss auch einmal ganz unverblümt betont werden, dass ein nicht unerheblicher Teil an letztendlich erzeugter Sonnenenergie allein schon zur Herstellung und Entsorgung der Solaranlagen zu veranschlagen ist und allein schon deshalb niemals von CO2-neutraler Energie gesprochen werden kann. Zudem lässt sich Strom ja nur dann erzeugen, wenn ausreichend Sonnenstrahlung vorhanden ist. Besonders problematisch wird es allerdings dann, wenn Gebäude mit Solaranlagen von Bränden heimgesucht werden. Dann nämlich sehen sich die Feuerwehren der Gefahr ausgesetzt, dass es im Falle von Löschversuchen mit Wasser zu einer weiteren Intensivierung des Brandes, womöglich auch zu Explosionen kommen kann.

Die aktuell angebotene Silizium-basierte Solartechnologie scheint den Zenit für eine weitere Optimierung bereits überschritten zu haben. Nicht umsonst wurden bereits vor mehr als 10 Jahren Versuche unternommen, die Lichtausbeute (entspricht in etwa dem Wirkungsgrad einer Verbrennungsmaschine oder eines Elektromotors) mittels neuer organischer Polymerer zu erhöhen. In Korea durchgeführte Forschungen in dieser Richtung ergaben Lichtausbeuten von 10 – 15 %, zugegebener Maßen immer noch bescheiden, aber zumindest eben doch ein Anfang. Ob sich diese Lichtausbeuten in absehbarer Zukunft spürbar verbessern lassen, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht schlüssig beantwortet werden. Auf alle Fälle liegt das Kosten/Nutzen Verhältnis zumindest aktuell weitestgehend auf Seite der Kosten. CO2-neutrale Energiegewinnung sieht da schon erheblich anders aus.

Genau demselben Phänomen begegnen wir auch im Fall der viel beschworenen Elektromobilität. Auf den ersten Blick an für sich eine gute Sache, wenn sich da nur nicht die langsam an ihre Grenzen stoßende Batterietechnologie bzw. das Problem einer hocheffizienten Stromspeicherung mit all den damit verbundenen negativen Folgen für Natur und Umwelt auftäte. In den letzten Jahren hat sich die E-Mobilität dank mehr oder weniger zweifelhafter PR-Aktivitäten aus Politik, Klima- und Umweltaktivismus sowie auch seitens der Berichterstattung in den Medien zu einem regelrechten „Hype“ hochgeschaukelt. Allerdings benötigen Hochleistungselektrobatterien für E-Mobile zur Herstellung Lithium und Kobalt, also Rohmaterialien, die nicht so ohne weiteres im Handumdrehen bereitgestellt werden, und dazu riesige Mengen an Energie erfordern. Von einer Überlegenheit des Elektroantriebs gegenüber dem guten alten Verbrennungsmotor und der damit immer wieder ins Feld geführten angeblich CO2-neutralen Fortbewegung kann auch schon deshalb kaum die Rede sein. Außerdem ergab eine vom schwedischen Umweltministerium im Jahre 2017 in Auftrag gegebene seriöse Studie, dass man ein E-Mobil vom Typ Tesla S acht Jahre lang fahren müsste, bis dieses dieselbe Ökobilanz wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor gleicher Leistung erzielt. Mit anderen Worten ausgedrückt, die „lokale“ CO2-neutrale Mobilität wird an anderer, oft weit entfernterer Stelle wieder vollständig geschluckt. Was letztendlich dann noch übrigbleibt, ist eine Mogelpackung erster Güte und eine arglistige Täuschung des auf Umweltschonung bedachten Verkehrsteilnehmers.

Um den CO2-Ausstoss entscheidend zu senken, wird seit Jahren auch dem Prinzip einer effizienten Wiederaufbereitung von gebrauchten Materialien wie z. B. Kunststoffen etc., auch als Rezyklierung bezeichnet, viel Aufmerksamkeit geschenkt, wobei allerdings auch einzuflechten wäre, dass die damit verknüpften Prozesse sehr oft energieintensiver ausfallen werden als die Erstsynthese des in die Rezyklierung eingesetzten Materials. Aber dies muss ja nicht für immer sein und es bleibt folglich zu hoffen, dass Wissenschaft und Technik künftig umweltfreundliche und energiesparende Verfahren hierfür zur Verfügung stellen werden. Der Vorteil der Rezyklierung liegt allerdings im Wesentlichen darin, dass dadurch der Verbrauch von Ressourcen eingeschränkt wird und damit aber auch der ökologische Fußabdruck umso geringer ausfällt.

Mogelpackungen fürs Volk
Aus den aus einem großen Fundus sogenannter CO2-neutraler Alternativen herausgegriffenen wenigen Beispielen dürfte wohl allerdings eindeutig hervorgehen, dass es die geradezu schon als religiöses Dogma unter‘s Volk gebrachte CO2-neutrale Energie weder gibt, noch in Zukunft je geben kann. Dem Volk wird also eine Mogelpackung erster Güte untergeschoben, die jedoch politisch und medial befeuert, offenbar große Teile der Bevölkerung im Sinne einer „Gehirnwäsche“ von deren positiver Wirkung überzeugt hat. Doch irgendwann in absehbarer Zukunft wird ihr die Rechnung für dieses miese Spiel präsentiert werden und sie dann auf den harten Boden der Realität zurückholen.

CO2 gab es schon vor Millionen von Jahren
Zum Schluss möchte ich noch auf eine auf den ersten Blick ziemlich provokative und vielleicht auch reichlich utopische Sache eingehen, der, falls ich mich nicht täusche, meines Wissens überhaupt noch nie nähere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Es handelt sich dabei um die ursprünglich auf organisches Material zurückgehenden fossilen Energieträger, wie z. B. Steinkohle, Braunkohle, Torf, Erdöl und Erdgas. Bei diesen über einen Zeitraum von Jahrmillionen abgestorbenen Pflanzen und Tieren ist, zumindest den pflanzlichen Anteil betreffend, davon auszugehen, dass dieser, wie z. B. Algen oder Farne, schon damals zur Photosynthese in der Lage war, deshalb auch Kohlendioxid in Sauerstoff umwandeln konnte und es zu jener Zeit auch schon CO2 gegeben haben muss. Da die von vor ca. 235 Millionen bis ca. 66 Millionen Jahre lebenden Dinosaurier Sauerstoff zum Überleben benötigten, müsste dieser folglich von den damals vorhandenen Pflanzen via Photosynthese auch bereitgestellt worden sein. In Anbetracht der ungeheuren Mengen an fossilen Komponenten hätten aus dem Pflanzenmaterial, aus dem sie entstanden sind, eigentlich auch ungeheure Mengen an Sauerstoff produziert werden sollen.

Deshalb könnte unter Berücksichtigung pflanzlich-basierter fossiler Energieträger aus abgestorbener Flora vermutet werden, dass letztere irgendwann einmal genauso viel CO2 gebunden hat, wie letztendlich durch deren Verbrennung wieder freigesetzt wird. Daraus könnte im Umkehrschluss sogar gefolgert werden, dass zumindest ein bestimmter Anteil an fossilen Komponenten im Verlaufe von dessen Verbrennungsprozess, ähnlich wie bei der Holzfeuerung, zu einer CO2-neutralen Emission führen sollte. Ich gebe zu, dass es sich hierbei um eine auf den ersten Blick reichlich „exotische“, vielleicht sogar auch noch reichlich utopische Hypothese handelt, aber eine Diskussion hierüber würde durchaus Sinn machen und zumindest zum Nachdenken anregen. Dies vor allem deswegen, weil auch die zur Nahrung der Dinosaurier dienenden und in diesem Zeitraum abgestorbenen Pflanzen offenbar in der Lage gewesen sein müssen, den für das Überleben dieser gewaltigen Tiere benötigten Sauerstoff zur Verfügung zu stellen.


CO2-Steuer

Wieder eine neue Steuer zum Stopfen der Löcher


Zur geplanten CO2-Steuer gibt es eine Reihe von Dingen, die leider in den Medien kaum oder überhaupt keine Beachtung finden. 

von Dr. rer. nat. Klaus Rißler – Juli 2019

Kein Land der Welt wird gegenwärtig von einer derartig unverständlichen und geradezu idiotischen Klimahysterie erfasst wie das unsrige und in keinem mir bekannten Staat taucht ein Gedanke an eine CO2- oder, besser ausgedrückt, „Klima-Steuer“ auf wie in diesem Gemein-wesen.

Millionenfach wird das Wort Klima alltäglich in den Mund genommen, wobei die wenigsten überhaupt wissen, was darunter zu verstehen ist. Da wird mit Schlagwörtern wie Klimaschutz und Klimaerwärmung umher geworfen, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass man eine rein statistische Größe, wie sie das Klima nun einmal darstellt, weder schützen noch mit Hilfe irgendeines Mediums erwärmen kann. Klima wird allzu oft mit Wetter verwechselt, obwohl dies zwei unterschiedliche Paar Stiefel sind. Schützen kann man die Umwelt, jedoch nicht das Klima. Logischerweise hängen Wetter und Klima zusammen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass sich die Aufzeichnung von Veränderungen des Klimas über einen längeren Zeitraum von mindestens 30 Jahren erstreckt. Mit Kohlendioxid, dem offensichtlich dafür verantwortlich gemachten „Übeltäter“ aller selbsternannten „Klimaschützer“ hat dies nun jedoch am allerwenigsten etwas zu tun. Denn sonst müsste ihnen eigentlich bekannt sein, dass es ohne den bei jeder Gelegenheit immer und immer wieder von ihnen hervorgezauberten und verteufelten „Klima-Killer“ überhaupt kein Leben auf diesem Planeten geben kann.

Kohlendioxid ist die einzige Quelle des für die Menschheit lebensnotwendigen Sauerstoffs, welcher daraus, durch einen Photosynthese genannten Prozess, unter Hilfe von Sonnenlicht in der grünen Pflanzenwelt gemäß folgender chemischer Umsetzung gebildet wird: 6 CO2 + 6 H2O → C6H6O12 (Traubenzucker als Energie-speicher der Pflanzenwelt) + 6 O2.

Mit anderen Worten ausgedrückt, ohne Kohlendioxid ist Leben auf der Erde, schlicht und ergreifend, einfach nicht möglich. Wer sich angesichts dieser Tatsache ernstlich mit dem Gedanken trägt, eine Klima- oder CO2-Steuer zu erheben, ist, wie fast alle mit dieser Materie offenbar sowohl fachlich als auch intellektuell völlig überforderten Politiker, dem Spektrum der naturwissenschaft-lichen Dilettanten zuzuordnen. Allerdings ist der gutgläubige Michel bestens dafür bekannt, sich ständig ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen und nur das Gute zu wollen. Leider ist jedoch in den seltensten Fällen gut gemeint auch gut gemacht.

Das Ganze erweist sich als nichts anderes als grenzenlose Volksverdummung. Man sehe sich nur einmal die Vita der Umweltministerin Svenja Schulze an, die als Politikwissenschaftlerin und Germanistin wohl kaum über die dafür erforderlichen Fachkompetenzen verfügen dürfte. Diese zusätzliche und völlig neue Steuer neben den im europäischen Vergleich schon bisher existierenden exorbitant hohen Abgaben dem Volk als offenbar alternativlose „umwelt-konforme“ Abgabe unterzujubeln, verfolgt m. E. einen ganz anderen Zweck, nämlich die horrenden Kosten für die seit 4 Jahren millionenfach ins Land gekommenen Armutsflüchtlinge zu berappen, um die von den Arbeitnehmern finanzierten Sozialsysteme nicht noch weiter über Gebühr zu belasten. Jedem einigermaßen klar Denkenden müsste es eigentlich wie Schuppen von den Augen fallen, dass es dabei gar nicht um Klima und Umwelt geht, sondern die Deutsche Abzock AG lediglich eine offenbar leicht vermittelbare Geldquelle sucht, um ihre, sei es aus Inkompetenz oder Boshaftigkeit heraus, selbst verschuldeten Löcher zu stopfen. Ich kann mich leider des Eindrucks nicht erwehren, dass hierbei sogar mit pseudoreligiösen Strickmustern gearbeitet wird, streng nach dem Motto „Wer nicht damit einverstanden ist, verfällt unwiederbringlich der ewigen Verdammnis, d. h. ist des Teufels“.

Wie nicht anders zu erwarten, treibt die Klimahysterie oft genug seltsame Blüten und beileibe nicht nur hierzulande, wie anhand eines im Jahr 2017 an der ETH Zürich durchgeführten Projekts kurz aufgezeigt. In einer Pilotanlage in der Gemeinde Huttwil im Kanton Bern, werden unter hohem extern zugeführtem Aufwand an Energie Unmengen an Luft (Kohlendioxid ist darin nur zu etwa 0.04 % enthalten) an einem dafür geeigneten Trägermaterial adsorbiert, dann unter Zuhilfenahme thermischer Energie wieder davon abgelöst, um anschließend, in Gasflaschen abgefüllt, als Wachstums-beschleuniger in Gewächshäusern Verwendung zu finden. Man stelle sich einmal vor, der angebliche Klima-Killer begünstigt auf einmal das Wachstum von Pflanzen ! Irgendwie doch kurios oder etwa nicht? Neu ist diese Technik allerdings nicht, denn sie dient schon seit vielen Jahrzehnten in Gewächshäusern weltweit erfolgreich zur Ankurbelung des Pflanzenwachstums.

Denjenigen, die sich trotz alledem permanent am angeblich überbordenden atmosphärischen CO2 reiben, sei jedoch zugerufen, dass man diesbezüglich noch am ehesten von einem zunehmenden Ungleichgewicht zwischen der CO2-Genese und dessen Wiedereinschleusen in den Kreislauf der Sauerstoffproduktion sprechen könnte, welches sich über viele Jahrzehnte hinweg eingestellt hat und sich auch weiterhin einstellen wird. In diesem Zusammenhang sei allerdings darauf hingewiesen, dass der Anteil an für Mensch und Tier lebensnotwendigem Sauerstoff positiv mit dem Anteil an grünen Pflanzen auf diesem Planeten korreliert und damit gleichzeitig der überschießende Anteil an CO2 umso geringer ausfällt. Leider nimmt jedoch der globale Anteil an grüner Sauerstoff produzierender Pflanzenwelt durch hemmungslose Abholzung seit Jahrzehnten beständig ab und an dieser Entwicklung dürfte sich zum Leidwesen aller auch künftig nur wenig ändern.

Denn es ist eine nicht zu leugnende Tatsache, dass, Jahr für Jahr aus Gründen der Ernährung einer stetig und nahezu unkontrolliert wachsenden Weltbevölkerung die Fläche der Schweiz (ca. 42‘000 Quadratkilometer) aus dem Regenwald Amazoniens, dem größten zusammen-hängenden Waldgebiet der Erde und unersetzlichem Wasserspeicher, herausgeschnitten wird, mit als Folge davon mit größter Wahrscheinlichkeit erheblichen Auswirkungen auf die globalen Wetterphänomene. In zehn Jahren entspricht dieser u. a. auch durch hemmungslose Geldgier verursachte unverantwortliche Raubbau an der Natur einer Fläche größer als Deutschland. Wenn es nicht gelingt, dieser Entwicklung schnellstmöglich Einhalt zu gebieten, ist davon auszugehen, dass in 50 Jahren allein schon aus ökogeographischen Gründen ein Drittel des maximal 6 Millionen Quadratkilometer umfassenden Regenwaldgebietes in Amazonien unwiderruflich verloren sein wird. Über die Auswirkungen auf die globalen Wetterbewegungen darf dann ruhig einmal spekuliert werden. Hat man diesbezüglich jemals einen Aufschrei der Grünen vernommen ? Ich kann mich leider nicht an einen solchen erinnern.

Abschließend sei in aller Form einmal festgehalten, dass es in allererster Linie immer noch die Aktivitäten der Sonnenoberfläche sind, welche das Klima auf der Erde maßgeblich beeinflussen, allerdings aber auch menschengemachter Umweltfrevel künftig mehr und mehr zu negativen Veränderungen auf diesem Planeten beiträgt. Solange das Problem der Überbevölkerung nicht in den Griff zu bekommen ist, laufen wir ungebremst, jedoch sehenden Auges, in einen regelrechten „Circulus Vitiosus“ hinein. Hier müsste vor allem in ganz Afrika und Teilen Asiens, vor allem in West- und Mittelasien, der Hebel angesetzt werden. Tatsache ist, dass nachhaltiges Wirtschaften an und mit der Natur nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn die Zahl der Erdenbewohner drastisch zurückgeht, idealerweise auf ein Viertel des aktuellen Bestandes. Alles andere ist pure Augenwischerei und daran wird sich in Anbetracht eines nach wie vor nicht zu stoppenden Booms an Menschen kaum etwas ändern. Allerdings bin ich kein Utopist, sondern Realist und glaube schon längere Zeit nicht mehr an die Vernunft des Menschengeschlechts.

 

Klimahysterie

Ein Schreckensszenario
Der Hype des Klima-Irrsinns – eine Lizenz zum Gelddrucken

Von Klaus Rißler, veröffentlicht am 02.06.2019 vom Grüselhorn (www.grueselhorn.de)

Unübersehbar befindet sich dieses Land gegenwärtig im Würgegriff einer bislang noch nie dagewesenen „Klimahysterie, die nicht nur missionarische Züge annimmt, sondern in ihrem Absolutheitsanspruch leider auch noch die Erinnerung an bereits verflossene diktatorische Regime wachhält. Denn wir stehen am Beginn einer regelrechten „Klima-Diktatur“. Noch vor wenigen Jahren stand der „Schutz der Umwelt“ auf der Agenda der Parteien CDU, SPD, Grünen und der „Die Linke“ ganz oben. Heute wird dieser Term weitestgehend durch eine völlig „abstrakte Größe“ ersetzt, nämlich das Klima. Der Schutz der Umwelt, um den es eigentlich gehen müsste, stellt allerdings nur noch ein „lästiges“ Anhängsel eines wahren Schreckgespenstes mit eben dem Namen „Klima“ dar.

Obwohl die allerwenigsten überhaupt wissen, was es mit dem „Klima“ wirklich auf sich hat, bietet es eine willkommene Handhabe für eine ganze Reihe an daran über Gebühr gut verdienenden Interessengruppen, große Teile der Bevölkerung auf deren weitere Gewinnoptimierung hin einzunorden und deren Geldbeutel bedenkenlos zu plündern.

Um von den aktuellen, jedoch für diese Gesellschaft eigentlich wirklich relevanten Problemen abzulenken, das Volk zu sedieren und es über ihre wahren Absichten im Unklaren zu lassen (im Islam findet dafür das Wort Taqiyya, d. h. Täuschung, Verwendung), werden sowohl die hohe Politik dieses Landes als auch die mit ihnen verbandelten Medien auch künftig keinerlei Anstrengungen und Mühen scheuen, bereitwillig auf diesen Zug aufzuspringen, um mit einer abstrusen, realitätsfernen Klima- und Umweltpolitik auch weiterhin ein regelrechtes Schreckensszenario aufbauen zu können.

Dringendere Probleme ignoriert
Dabei gäbe es weiß Gott dringendere Aufgaben, um auch diesen den „Schrecken“ zu nehmen, wie z. B. die Bekämpfung einer immer mehr um sich greifenden Altersarmut, sowie die umgehende Genesung einer immer maroder werdenden Infrastruktur, wie sie insbesondere bei öffentlichen Gebäuden, Brücken, Straßen, der zwingend runderneuerungswürdigen „Hardware“ der Deutschen Bahn und nicht zuletzt auch beim Staats-Skandal Nr. 1, dem sich in wenigen Jahren zum voraussichtlich wohl dreistelligen Milliardenloch mausernden Berliner Großflughafen BER, immer deutlicher zu Tage treten. Nicht zuletzt sollte aber auch dem immer rascher voranschreitenden Bildungsverfall der jüngeren Generation endlich einmal vorgebeugt und die entsprechenden Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden.

Da erklärt ein völlig inkompetenter Finanzminister namens Olaf Scholz, als früherer Erster Bürgermeister Hamburgs hauptverantwortlich für den durch extreme Linke und Antifanten anlässlich des G20 Gipfels im Juli 2017 in Hamburg verursachten Vandalismus in Millionenhöhe, alle zu Lasten des Steuerzahlers, noch Anfang 2019, dass die fiskalischen Quellen so stark sprudeln würden wie nie zuvor und kündet dann, unverfroren wie er ist, vor wenigen Wochen ein zu erwartendes Loch im Finanzhaushalt von 125 Milliarden Euro an. Dabei wäre eigentlich genügend Geld vorhanden, die genannten Infrastrukturdefizite abzubauen. Allerdings verschweigt er geflissentlich, ebenso wie der Rest von Merkels Berliner Kasperl-Theater, Gruselkabinett, oder wie man es sonst auch ausdrücken möge, dass dieses Geld völlig zweckentfremdet für unsere zwei bis drei Millionen an zugewanderten, heiß ersehnten, jedoch die Sozialkassen plündernden „Goldstücke und Fachkräfte“, sprich „Merkels Gäste“, nur so verplempert werden.

Diese aus bildungsfernen und vormodernen Kulturen „Herbeigeeilten“, die zu mehr als 90 % nicht in den ersten Arbeitsmarkt integrierbar sein werden, eignen sich dafür in umso höherem Maße dazu, den für sie äußerst lukrativen „Markt immerwährender Transferkosten“ zu Lasten der steuerlich abgezockten Bürger zu bereichern. Die damit verbundenen völlig unnötigen zusätzlichen Ausgaben dürften sich jährlich auf ca. 50 - 100 Milliarden Euro addieren. Mit anderen Worten ausgedrückt, es wird von einer immer gewissenloseren Politikerclique über viele Jahre hinweg Volksvermögen in Billionenhöhe einfach nur so verprasst. All diese Kanzlerin Angela Merkel umkreisenden „Satelliten“, d. h. ihre „Polit-Hilfsfachkräfte-Riege“ müssten, einschließlich der Chefin selbst, eigentlich für den ihrem Land zugefügten Schaden sowohl juristisch als auch finanziell in Regress genommen werden, zumal sie allesamt einen „Amtsmeineid“ geschworen haben.

Was muss man von einer Kanzlerin halten bzw. künftig auch erwarten, die kaum mehr als ein halbes Jahr nach dem Desaster von Hamburg einen Mann als Finanzminister bestellt, der nicht einmal in der Lage war, in einer Stadt von 1.8 Millionen Einwohnern für rechtsstaatliche Verhältnisse zu sorgen, wenn ihm dann auch noch als Belohnung für sein Versagen die Finanzen über mehr als 80 Millionen Bewohner anvertraut werden. Und welch jämmerliches Bild geben aber auch z. B. Verteidigungsministerin von der Leyen, Verkehrsminister Scheuer, Innenminister See-, Entschuldigung, Dreh-Hofer, Außenminister „Maas-Männchen“ und nicht zuletzt auch Wirtschaftminister Altmaier ab, wobei letzterer von Wirtschaft kaum mehr verstehen dürfte als ein mittelmäßig begabter Abiturient.

Pseudoreligiöser Eifer
Aber allesamt sind sie sich einig, wenn es darum geht, von den eigentlichen Problemen abzulenken und statt dessen, wie es ihnen beliebt, stets wieder eine „neue Sau durchs Dorf zu treiben“. Im Römischen Reich wurde dafür das geflügelte Wort „Brot und Spiele“ geprägt. Und was empfiehlt sich dazu besser als der übliche „Dauerbrenner“ Klima- und Umweltpolitik, der sich übrigens hervorragend dazu eignet, dem Bürger ein schlechtes Gewissen einzureden. Denn niemand lässt sich ja gerne zum Umweltfrevler abstempeln. Diese ganze, auch noch den letzten Winkel der Republik erfassende Klima- und Umwelthysterie trägt schon markante Züge eines pseudoreligiösen Eifers. Und gerade auch noch mittels einer rechtzeitig zu den Europawahlen erneut entfachten Klima- und Umweltschutzmanie scheint wieder einmal ein bereits seit Jahren zu beobachtender Hype alle Bereiche des Lebens zu durchdringen, allerdings mit noch stärkerer Intensität als je zuvor.

Nahezu die gesamte Parteienlandschaft, von löblichen Ausnahmen abgesehen, übergibt sich förmlich in völlig hanebüchenen Vorschlägen zur angeblichen Rettung des „Klimas“, wie sie in der Geschichte nicht nur dieses Landes, sondern sogar weltweit, wohl einmalig sein dürften. Denn an schon als exorbitant zu bezeichnenden Tollheiten scheint sich der dumme Michel kaum noch überbieten zu können. Allerdings hat er offenbar noch nicht bemerkt, vielleicht will er es aber auch gar nicht wahrhaben, dass er bei allen um ihn herum nur ungläubiges Kopfschütteln auslöst. Ein Land, das nicht einmal 2 % zum weltweiten CO2-Ausstoss beiträgt will das „Kima“ retten ? Nichts als eine grenzenlose Volksverdummung ! Geht’s noch?

Nie zuvor fielen mir dermaßen viele mit völlig bescheuerten „Klima-Parolen“ überfrachtete Wahlplakate für die Europawahl ins Auge wie in diesem Jahr, so z. B. „weil das Klima keinen langen Atem hat“ von der SPD und „Hier ist gutes Klima“, „Es gibt keinen Planet B“, „Klimaschutz kennt keine Grenzen“. „klimagerecht“ allesamt von den Grünen, „Alle reden vom Klima, wir machen es“ von „Die Partei“, „So geht Insektenschutz“ von der CDU, um nur einmal einen beileibe längst nicht vollständigen Eindruck dieses Stumpfsinns zu vermitteln, deren Urheber man eigentlich für immer in eine geschlossene Psychiatrie einweisen sollte. Nicht nur auf einen oben angeführten Slogan der Grünen, sondern erst recht auf die „Klimaschutz“-Demo einer absichtlich fehlgeleiteten Jugend am 24. Mai 2019 bezogen, fällt mir spontan das folgende geflügelte Wort ein: „Dummheit kennt keine Grenzen, aber verdammt viele Leute“.

Unreife und lebensfremde Kinder
Man stelle sich dabei vor, dass eine Demonstration ins Leben gerufen wird, welche das Ziel verfolgt, eine „abstrakte Größe“, nämlich das Klima, zu retten. Allein schon deshalb muss man sich über das geistige Befinden der jungen Generation ernsthafte Sorgen machen, allerdings mehr noch über den Intellekt derjenigen, die ihnen diesen Unsinn erfolgreich eingetrichtert haben. Die vielen daran teilnehmenden unreifen und völlig lebensfremden jungen Leute, oft sogar deutlich unter 16 Jahre alt, werden wohl leider erst dann aufwachen, wenn sie für den von ihnen lauthals in die Welt hinausposaunten intellektuellen Schrott im späteren Leben einmal von denen zur Kasse gebeten werden, als deren willfährige Handlanger und nützliche Idioten sie lange Zeit hergehalten haben. Ob es dann allerdings den Technologie- und Innovationsstandort Deutschland noch geben wird, steht in den Sternen.

Die Zeichen stehen schon jetzt auf Sturm, denn die bienenfleißigen und äußerst wissbegierigen Ost- und Südostasiaten werden diese Entwicklung sicherlich interessiert zur Kenntnis nehmen. Immerhin und das sei nach dem Wahlergebnis vom 26. Mai 2019 an dieser Stelle noch nachgereicht, gelingt es leider auch heute noch, mit perfiden, dummen und die Realität völlig auf den Kopf stellenden Sprüchen und Parolen, erfolgreich auf Stimmenfang zu gehen. Dem Ganzen lässt sich deshalb nichts anderes als das Attribut eines maßlosen „Klima-Populismus“ abgewinnen.

Es gab übrigens vor gar nicht allzu langer Zeit auch hierzulande ein Regime, dessen erklärtes Ziel es war, vor allem Kinder und Jugendliche auf sein „Idealbild“ hin umzupolen und entsprechend zu indoktrinieren, was übrigens mit durchschlagendem Erfolg gelang. Denn nichts ist leichter, sowohl menschlich als auch politisch unerfahrene Minderjährige „auf Kurs“ zu bringen und dies waren schon seit eh und typische Eigenschaften aller diktatorischen Regime unabhängig von deren Couleur.

Und wer sich auch heutzutage immer noch dagegen sträubt, nicht im „politisch korrekten“ Sinne zu agieren, dem werden zumindest, wie in Emmendingen der Fall, seit neuestem zwei Damen als „Respekt-Coaches“ zur Seite gestellt (siehe dazu die Ausgabe der Badischen Zeitung vom 28. Mai 2019). Im Zusammenhang mit dieser Europa-, vielleicht sogar weltweit einmaligen Borniertheit bin ich geneigt, einige Worte aus der christlichen Passion zu zitieren: „Herr, verzeih ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Mit tatkräftiger Unterstützung der Medien, d. h. Presse, Staatsrundfunk und Staatsfernsehen wird dem unbedarften Bürgern bis fast bis zum Erbrechen vor Augen geführt, welche Schandtaten er tagtäglich zum Schaden von Klima und Umwelt anrichtet und er sich daraus nur mittels eines nicht zuletzt auch für ihn finanziell äußerst aufwendigen „Sanierungskonzepts“ Klima- und umweltverträglich regelrecht „freikaufen“ kann. All das hatten wir ja schon einmal in etwas veränderter Form Anfang des 16. Jahrhunderts, als Martin Luther mit Recht vehement und erfolgreich gegen den Aberglauben wetterte, dass sich der Mensch nur gegen Geld seiner Sünden entledigen könne. Heute würde man es bezeichnenderweise so ausdrücken: „Sobald der Groschen im Kasten klingt, das Klima nicht um Atem ringt“. Auf die davon profitierende Klima- und Umweltmafia bezogen, könnte man es aber auch etwas umformulieren, wobei es dann in etwa so lauten würde: „Sobald der Groschen im Kasten klingt, die Klima-Mafia Dich linkt“. Völlig bewusst habe ich „Lobby“ durch „Mafia“ ersetzt, denn m. E. gestaltet sich der Übergang vom Klima-Lobbyisten zum Klima-Mafioso doch recht fließend.

Klima-Pranger Kanzlerin Angela Merkel, die es als promovierte Physikerin eigentlich besser wissen sollte, bezieht ja, offenbar „angepasst“ und deshalb im Maßstab 1:1, ihr Klima- und umweltpolitisches Know How aus dem „Potsdam Institute of Climate Impact Research“, unmittelbar vor ihrer Haustür. Chefeinpeitscher dieser vom Steuerzahler alimentierten Institution, deren erklärtes Ziel es ist, letzteren mit allerhand Auflagen und Vorschriften immer weiter zu knebeln, ist ein gewisser Herr Prof. Dr. Hans-Joachim Schellnhuber, man könnte auch „Schelmhuber“ sagen, mit einem umfangreichen Stab an kleinen Einpeitscherlein, jedoch alles wiederum auf Kosten des Steuerzahlers, der sich mit der damit verbundenen Zwangsabgabe „Umwelt und CO2-Steuer“ sowie anderer teils offener, teils versteckter steuerlichen Abzocke auch weiterhin noch mehr ausquetschen lassen muss.

Deshalb verwundert es auch keineswegs, dass „Klima-Papst“ Schellnhuber auch als Mitglied in den „Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen“ berufen wurde. Schellnhuber, sich des äußerst kostspieligen „Umbaus“ im Sinne der sogenannten „Energiewende“ durchaus bewusst, schlägt deshalb vor, den dadurch entstehenden finanziellen Mehraufwand durch eine Reform der Erbschaftsteuer zu finanzieren, um so eine vermutlich zu erwartende soziale „Schieflage“ zu vermeiden.

Für die Potsdamer „Klimaschützer“ sei jedoch als für ihr Verhalten „entschuldigend“ angeführt, dass sie lediglich auch nur ein weisungsgebundenes Anhängsel des sogenannten UNO-Weltklimarates IPCC sind (Intergovernmental Panel on Climate Change = Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen), allerdings auch wiederum mit Steuergeldern der Bundesbürger via großzügigem deutschem UNO-Beitrag finanziert.

Man gewinnt in letzter Zeit vermehrt den Eindruck, dass, allen Unkenrufen zum Trotz, dennoch allmählich ein Prozess des Umdenkens einsetzt. Denn eine wachsende Zahl an Naturwissenschaftlern überkommt langsam die Angst vor der eigenen Courage und somit rücken doch immer mehr unter ihnen von ihren einst eingenommenen Positionen ab, wobei natürlich auch die Einsicht eine Rolle spielen könnte, nicht später auch noch für Fehleinschätzungen verantwortlich gemacht zu werden, die nie und nimmer eine Chance hatten, realisiert werden zu können. Dies betrifft allerdings nicht den harten Kern der selbsternannten Klima-Päpste um Schellnhofer. Der dürfte ja mit mittlerweile fast 69 Jahren sowieso bald seinen unverdienten Ruhestand antreten bzw. ihn zwischenzeitlich vielleicht schon angetreten haben. Aber wie es im Leben so ist. Der eine geht, der oder die andere kommt. Vor knapp einem Dreivierteljahr trat ein von vielen Menschen geradezu als „Seherin“ erachtetes 16-jähriges schwedisches Mädchen mit etwas längeren Pippi Langstrumpf-Zöpfchen namens Greta Thunberg, offenbar von langer Hand geplant, ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Ihr gelang auf Anhieb, was sonst nur Elvis Presley, den Beatles, Jimi Hendricks, Michael Jackson und anderen Koryphäen des Rock und Pop gelang, nämlich Millionen an jungen Menschen für ihren Klima-Hype zu ködern und sogar, dem Rattenfänger von Hameln sei Dank, Hunderttausende für ihre allwöchentlichen Freitagsdemonstrationen mit Namen „Friday‘s for Future“ für das Klima zu begeistern.

Dass diese gerade an Freitagen stattfanden bzw. auch künftig wohl immer noch stattfinden werden, weist umso mehr auf einen pseudoreligiösen Hintergrund hin, denn auch die Muslime versammeln sich ja seit eh und je zum Freitagsgebet in der Moschee. Und dann auch noch das: Das protestantische Gretchen trifft anlässlich einer Generalaudienz auf dem Petersplatz auch noch auf Papst Franziskus I. und hält ihm ein Plakat mit dem Slogan „Mach mit beim Klima-Streik“ entgegen (siehe Bild). Immerhin sei dem Oberhaupt der Katholischen Kirche als Positivum attestiert, dass er das unreife Gretchen nicht in Privataudienz empfangen hat und sich wohl auch nicht für deren zweifelhafte Ansichten instrumentalisieren ließ, wie es viele seiner „links-grün“ gestrickten katholischen Glaubensbrüder hierzulande mit Sicherheit gerne gesehen hätten.

Heilige mit Klima-Bibel
Dessen jedoch nicht genug, Gretchen wurde ja noch schier zur Ehre der Altäre, d. h. zur „Heiligen“ erhoben. Welche Perversion dieser Kultur und ein immer tieferer moralischer Fall derselben. Vieles zur Zeit sich in Europa Ereignende erinnert doch zumindest ein wenig an die Dekadenz sowohl des späten Römischen Reiches als auch an das Ende des Weströmischen Reiches im Jahre 476 n. Chr. Das heutige Europa scheint sich in einer analogen Situation zu befinden. Nur haben es die meisten offensichtlich noch nicht gemerkt, oder besser gesagt, weigern sich beharrlich, es zur Kenntnis zu nehmen.

Doch dessen immer noch nicht genug. Inzwischen erschien sogar noch ein Buch von und mit Gretchen mit dem Titel „Szenen aus dem Herzen“, Unser Leben für das Klima, Autoren Greta & Svante Thunberg, Beata & Malena Ernman, Fischer Verlag, Frankfurt, 2019.

Ich bin fest davon überzeugt, dass genügend intellektuell weniger gut Gesattelte den Text dieser „Klima-Bibel“ begierig verschlingen werden und sie deshalb sogar einen Millionenerfolg verspricht, nicht zuletzt auch für die Kassen von Gretchen & Co. Man blicke dazu nur einmal in die Auslagen vieler Buchhandlungen. Wer dann auch noch einen kritischen Blick auf die Autorenliste riskiert, erkennt, dass insgesamt vier Autoren an diesem Machwerk beteiligt waren, darunter auch unser liebes Gretchen. Allerdings ist zu erwarten, dass sie lediglich als „Feigenblatt“ herhalten musste und wohl kaum einen eigenen Beitrag dazu geleistet hat, denn dazu dürfte sie allein schon ihres geringen Alters wegen kaum in der Lage gewesen sein, außer sie hätte diesen Planeten als neuer Einstein betreten. Damit liegt der Verdacht greifbar nahe, dass sie von bestimmten Kreisen, d. h. Svante Thunberg, wohl ihr Vater (?), und anderen der „Klima-Mafia“ angehörenden selbsternannten Klimaschützern instrumentalisiert wurde. Aber was soll man dazu auch noch sagen ? Sogar ein Arnold Schwarzenegger schwärmt von ihr. Auch er nur ein Trittbrettfahrer der milliardenschweren Klima-Mafia?

Mich würde allerdings aber auch brennend interessieren, welche milliardenschwere „Klima-Mafia“ u. a. wirklich hinter Gretchen Thunberg steht, denn es ist wohl kaum davon auszugehen, dass eine 16-Jährige aufgrund ihrer sowohl persönlichen als auch geistigen Unreife von selbst auf diese abstrusen Ideen kam. Manche, vielleicht sind es sogar sehr viele, gehen sogar davon aus, dass sie, als eine wahrhaft „Heilige“, ihre Eingaben von einer „höheren Macht“ erhielt und deshalb als der neue „Messias“ zu verstehen sei, der auf die Erde gesandt wurde, um das Klima zu retten. Oder sollte man, als „Referenz“ den Linken, Grünen und Antifanten gegenüber, „gendergerecht“, nicht eher von „Messianin“ oder in Bezug auf ihr junges Alter, von „Messianinin“ sprechen? 

Wie tief aber auch die Medienlandschaft in diesem Staat schon gefallen und ein Ende der Fallstrecke noch längst nicht abzusehen ist, dokumentierte sich erst jüngst anlässlich der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises mit der Goldenen Kamera am 30. Januar 2019 an eben diese Göre, die von Tuten und Blasen mit Sicherheit nicht die geringste Ahnung hat.

Was sich die dafür verantwortlichen Repräsentanten von ARD, RTL, Sat.1 und ZDF wohl dabei gedacht haben bzw. ob sie auch nur im entferntesten in der Lage waren, nur einen Teil ihrer Gehirnzellen zu aktivieren, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Oder ist es vielleicht nur reinem „Populismus“ geschuldet, der von diesen Medien allerdings nur mehr den Kräften rechts der Mitte zugeschrieben wird ? In diesem Zusammenhang fallen mir einige Worte von Düsseldorfs größtem Sohn, dem Dichter Heinrich Heine (1797 – 1856) aus seinem Werk „Deutschland, ein Wintermärchen“ ein, die wie folgt beginnen: „Denk ich an Deutschland in der Nacht………..“

Eigentlich schon schlimm genug. Doch dass es auch noch schlimmer kommen kann, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel kürzlich bewiesen, denn sie stellte sich voll und ganz hinter die wöchentlichen Schülerdemonstrationen für mehr Klimaschutz. Dazu Originaltext Merkel: „Ich unterstütze sehr, das Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz auf die Straße gehen und dafür kämpfen. Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative ist.“ Ihrer Ansicht nach seien die Klimaschutzziele nur erreichbar, wenn es Rückhalt in der Gesellschaft gebe. Ist sie sich denn bewusst, was Klima überhaupt ist und welche Rolle das kleine Deutschland dabei spielen kann ? Auf die umstrittene Verletzung der Schulpflicht ging sie dabei nicht ein. Sie dreht und windet sich, wie man es von ihr seit fast 14 Jahren kennt. Wenn sie irgendwann an ihre Grenzen stößt, d. h. sie gerät in eine politische Flaute, dann „macht sie eben schnell die Raute“.

Merkel-Populismus
Professor Joachim Sauers Gattin betreibt damit, ohne sich dessen offenbar bewusst zu sein, Populismus auf höchstem Niveau. Sie scheint so gar nicht zur Kenntnis genommen zu haben bzw. einfach nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, dass diese zweifelhaften Aktivitäten während der Schulzeit zu Lasten eines viel sinnvolleren Unterrichts gehen. Mit der von ihr so unverhohlen ausgedrückten Unterstützung für eigentlich ungesetzliche Handlungen, sprich Schulschwänzen, fiel sie vielen engagierten Lehrkräften auch noch gnadenlos in den Rücken. Ob sie diesen Unsinn vielleicht auch während ihrer Schulzeit und ihres Studiums im Verlaufe ihrer Sozialisierung in der ehemaligen DDR eingetrichtert bekam? Von politischer Verantwortung und naturwissenschaftlicher Kompetenz einer „promovierten“ Physikerin erblicke ich dabei herzlich wenig, dafür jedoch umso mehr beispiellosen Opportunismus.

Es ist schon ein riesengroßer Skandal, wenn eine Regierungschefin öffentlich zu ungesetzlichen Handlungen, sprich Schulschwänzen, ermutigt. Ins gleiche Horn bläst übrigens auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Wie tief ist dieses Land moralisch gesunken, wie moralisch verkommen ihre obersten Repräsentanten ? Und als ob dem nicht schon genug wäre, setzen 700, ich würde sie als (Pseudo) Wissenschaftler und (Pseudo) Prominente bezeichnen, ungeachtet ihres geistigen Horizonts, mit ihrer Unterstützung dieser ungesetzlichen „Klimastreiks“ dem ganzen auch noch die Krone auf. Mehr und mehr gelange ich zur Überzeugung und ich befinde mich dabei in zahlreicher Gesellschaft, in einem zwangskollektivierten Irrenhaus zu leben.

Glücklicherweise liegt auch diesem Sachverhalt eine ganz profane Erklärung mit einem aus nur fünf Buchstaben bestehenden Wort zugrunde und dieses heißt „Mafia“. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit feiern da die Dämm-Mafia, die Windkraft-Mafia, die Solarenergie-Mafia, die Elektromobilitäts-Mafia u. v. a. mehr, fröhliche Urstände. All diesen mafiösen Strukturen ist gemeinsam, dass sie lediglich ein Ziel verfolgen, nämlich dem dummen Michel nur so das Geld aus der Tasche zu ziehen, um sich grenzenlos zu bereichern, wozu sie sich u. a. auch ihrer zahlreichen im Bundestag sitzenden „Marionetten“ bedienen. Denn wie lässt sich sonst vernünftig erklären, dass im Berliner Reichstag mehr Räume für „Lobbyisten“ zur Verfügung stehen als für die sogenannten Volksvertreter oder, besser ausgedrückt, Verräter am Volke ?

Klimafetischismus
Im Zusammenhang mit dem Klima-Irrsinn soll jedoch auch noch etwas auf gewisse, sehr häufig in völlig falschem Zusammenhang gebrauchte Termini, wie z. B. „Klimaerwärmung, Klimaveränderung und Klimawandel“ eingegangen werden, die leider von immer mehr, jedoch auch immer weniger kompetenten Medienvertretern und Journalisten fälschlicherweise verwendet werden. Immer öfter wird dabei von „Klimaerwärmung“ gesprochen, obwohl es diese gar nicht geben kann, denn eine statistische Größe, wie sie das Klima nun einmal darstellt, lässt sich weder auf der Heizplatte erwärmen noch im Kühlschrank abkühlen. In Anbetracht des doch recht kühlen Wetters Mitte April 2019 mit heftigem Schneefall im Schwarzwald bis in tiefere Lagen, ebenso wie auch Anfang Mai 2019, frage ich mich ernstlich, weshalb die Klimafetischisten nicht auch schon das Wort „Klimaabkühlung“ in den Mund genommen haben. Für sie gibt es per definitionem eben nur die „Klimaerwärmung“, denn, getreu den Worten von Christian Morgenstern (1871 – 1914) „kann eben nicht sein, was nicht sein darf“.

Wie schon erwähnt, repräsentiert das Klima eine statistische Größe und ich möchte dazu erneut die aus der Wikipedia entnommene Begriffserklärung zitieren: „Das Klima ist der statistische Durchschnitt aller meteorologisch regelmäßig wiederkehrender Zustände und Vorgänge der Atmosphäre an einem Ort und umfasst lange Zeiträume von in der Regel mindestens 30 Jahren“. Von einer Klimaerwärmung bzw. Klimaabkühlung zu reden, erweist sich dementsprechend als blanker Unsinn. Selbst den entschärfenden Terminus „Klimawandel“ halte ich auch nicht für korrekt, denn ein Wandel einer statistischen Größe dürfte auch nur schwer vermittelbar sein. Wenn schon, dann träfe die Bezeichnung „Klimaveränderung“ am ehesten zu. Allerdings wäre dann dringend erforderlich, darauf hinzuweisen, dass sich die Veränderung dieser „Größe“ über einen längeren Zeitraum von mindestens 30 Jahren erstrecken sollte.

Genauso wenig man das Klima als rein statistische Größe weder erwärmen noch abkühlen kann, lässt es sich ebenso wenig schützen, zumindest nicht auf direktem Wege. Schützen kann man die Umwelt, jedoch nicht das Klima, wobei noch hinzuzufügen wäre, dass ein nachhaltiger Schutz der Umwelt sehr wohl auch entsprechende Auswirkungen auf das Klima haben dürfte, aber diese vollziehen sich nicht in wenigen Jahren, sondern nur während eines Bobachtungszeitraums von einigen Jahrzehnten.

Dessen ungeachtet wimmelt es in dieser Region nur so von professionellen Klima-„Schützern“, die als hochoffizielle, oft genug sogar beamtete Klimaschutzbeauftragte oder, etwas reißerischer aufgemotzt und damit dem aktuellen Zeitgeist huldigend, als „Klimaschutz-Manager“, bezeichnet werden. Fast jede Stadt, sei sie auch noch so klein, und jeder Landkreis im weiteren Umland brüstet sich, einen solchen in ihren Reihen zu haben. Sogar der Gemeinderat der knapp 4000 Einwohner zählenden Gemeinde Riegel am Kaiserstuhl hat, offenbar dem Vorbild der Nachbargemeinde Endingen folgend, erst kürzlich entschieden, ebenfalls einen „Klimaschutz-Manager“ einzustellen. Ich frage mich nur, weshalb das Geld bei den allfällig klammen Gemeindekassen mit solch unnötigen Kinkerlitzchen noch weiter verschwendet wird. Aber es gibt ja immerhin noch andere Geldquellen, wie z. B. Gewerbe-, Grund-, Grunderwerbssteuer, sowie Wasser- und Abwassergebühren, die man zu diesem Zweck wieder einmal den „Realitäten“ anpassen kann, von den so oder so bereits seit Jahren sehr hohen Strompreisen ganz zu schweigen.

Etikettenschwindel
Aus Platzgründen möchte ich mich für’s erste aus dieser Problematik ausklinken und in einer späteren Ausgabe des Grüselhorn zumindest versuchen, die wirklichen Ursachen der aktuell diskutierten Problematik von Umwelt und Natur einer näheren Betrachtung zu unterziehen. Darin wird außerdem das Interesse sowohl der Beschreibung als auch der Folgen des sogenannten „Ökologischen Fußabdrucks“ gelten, denn längst nicht überall wo „grün“ draufsteht, ist auch „grün“ drin.

So gelange ich am Ende dieses umfangreichen Traktats zwangsläufig zum Schluss, dass die uns fast rund um die Uhr verfolgende Klimaschutz-Debatte letztendlich nur denjenigen dient, die sich mit der Naivität der Menschen eine goldene Nase verdienen wollen, deren größter Teil jedoch von den dahinterstehenden mafiösen Strukturen gnadenlos abgezockt wird.

Ich kenne genügend Leute, die schon auf diesen Etikettenschwindel hereingefallen sind, nur weil sie es einfach für zwingend notwendig erachtet hatten, der Umwelt „Gutes“ anzutun. Leider erweist sich dieses oft genug unter großen finanziellen Opfern erkaufte „Ansinnen“ längst nicht als so „nachhaltig“ wie eigentlich propagiert: „Denn gut gemeint, ist in den seltensten Fällen auch wirklich gut gemacht“. 

Der Artikel ist zuerst hier erschienen:

http://grüselhorn.de/

 

 

Die Mutter aller Probleme
Überbevölkerung Kernpunkt aktueller Umweltprobleme

Von Klaus Rißler

Nachdem im vorherigen Beitrag mehr oder weniger allgemeine Gesichtspunkte der Überbevölkerung behandelt wurden, soll nun im zweiten Teil mehr auf deren zum Teil gravierenden sowohl ökologischen als auch und sozioökologischen Folgen eingegangen werden.

Durch die seit Jahren stark zunehmende Anzahl an Menschen auf diesem Planeten stellt sich zwangsläufig die Frage, welche Konsequenzen sich sowohl für sie selbst als auch die Natur bzw. die Umwelt daraus ergeben. Diesbezüglich spielen sowohl die Versorgung dieser Menschenmassen mit ausreichenden Nahrungsmitteln als auch die damit zwangsläufig einhergehenden gesteigerten Erwartungen bezüglich Lebensstandard und Bequemlichkeiten des Daseins eine wesentliche, wenn nicht sogar die Hauptrolle.

Immer mehr Menschen müssen ernährt werden
Mit dem Fokus auf Ernährung gab es gewiss nicht nur schon in Steinzeit und Antike, sondern ebenso auch in Mittelalter und Neuzeit zahlreiche Missernten und damit auch große Hungerkatastrophen mit vielen Tausend Opfern, welche insbesondere nicht zuletzt durch extreme Wetterphänomene, Überhandnehmen von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten, um nur einige ganz wenige zu nennen, verursacht wurden. Daneben waren anno dazumal zumindest ebenso viele Opfer via zahlreiche durch ungenügende Hygiene verursachte Seuchen zu beklagen wie z. B. Pest, Typhus, Cholera, Ruhr, Tuberkulose und Pocken, die spätestens im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts dank bahnbrechender Fortschritte in der Medizin weitestgehend der Vergangenheit angehören.

In diesen beiden durch die rasant zunehmende Industrialisierung und Landflucht gekennzeichneten Jahrhunderten, in denen die Bevölkerung sowohl durch eine starke Absenkung der Kindersterblichkeit als auch gleichzeitig ansteigende Lebenserwartung enorm anstieg, stand Europa mit einem Schlag vor dem Problem, wie es diese urplötzlich stark anwachsende Anzahl an Menschen künftig ernähren soll. Denn es zeichnete sich immer deutlicher ab, dass eine Dreifelderwirtschaft, wie in früheren Jahrhunderten üblich, bei welcher pro Jahr jeweils ein Feld der Regeneration überlassen werden musste, so nicht mehr möglich war. Man benötigte eben jeden Quadratmeter Grund und Boden. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund verließen vorwiegend im 19. Jahrhundert ganze Generationen aus fast allen Ländern Europas ihre Heimat und suchten sich auf dem weniger dicht besiedelten amerikanischen Kontinent eine neue Heimat, wo sie als Fachkräfte allerdings mit Handkuss willkommen geheißen wurden.

Kaiserstühler nach Südamerika

In diesem Zusammenhang sei nur an die mehr als 300 Kaiserstühler erinnert, die 1843 in einem abgelegenen und vollständig der Natur überlassenen Landstrich der östlichen Ausläufer der Anden Venezuelas auf 1800 m Höhe eine neue Heimat fanden (siehe dazu auch einen Beitrag vom letzten Jahr im Grüselhorn). Allerdings reisten sie nicht, wie unsere mit unbändigem Beifall empfangenen „Goldstücke“ aus bildungsfernen und kulturfremden Ländern aus Nah- und Mittelost sowie aus Afrika auf „gut Glück“ und die 100 %-ig verbürgte Aussicht auf kostenlose Rundumversorgung ein. Denn dort hieß es zunächst einmal, richtig anpacken und sich nicht darauf zu verlassen, dass einem die gebratenen Tauben nur so ins Maul fliegen, wie es hierzulande, dank unserer vielen gutmenschlich-helfenden Hände üblich ist.

Die Aussiedler wurden übrigens durch den von der venezolanischen Regierung speziell mit dieser Aufgabe betrauten Oberst Augustin Codazzi angeworben, der zur Unterzeichnung des Vertrages mit Alexander Benitz im Jahr 1842 eigens nach Endigen reiste. Mittels der sowohl aus ihrer alten Heimat mitgebrachten Kenntnisse und Erfahrungen als auch großem Fleiß und Tatendrang gelang es den Neusiedlern aus dem Kaiserstuhl schnell, ihre neue „Colonia Tovar“ in einen blühenden Garten zu verwandeln, welcher auch mehr als 170 Jahre später ein verglichen mit dem Durchschnitt des Landes überdurchschnittliches BIP aufweist.

"Brot aus der Luft"
Die Lösung des Problems, die schnell wachsende Bevölkerung Europas mit ausreichenden Nahrungsmitteln zu versorgen und zugleich deren Lebengrundlagen entscheidend zu verbessern, setzte allerdings erst nach den sensationellen Forschungsergebnissen des Ausnahmewissenschaftlers Fritz Haber (1868 - 1934) so richtig ein, dem es im Jahr 1908 gelang, Ammoniak aus den Elementen Stickstoff und Wasserstoff herzustellen, ein Unterfangen, welches bislang als nahezu aussichtslos galt. Damit wurde es mit einem Schlag möglich, auf der Grundlage von Ammoniak den für das Wachstum der lebensnotwendigen Nahrungsmittel erforderlichen Stickstoffdünger herzustellen. Die Ära der Dreifelderwirtschaft war damit zu Ende. Nicht zu Unrecht wurde das Verfahren fortan als „Brot aus der Luft“ betitelt.

Jede Medaille hat zwei Seiten
Gemeinsam mit Carl Bosch (1874 - 1940) gelang es, diese Methodik im Jahre 1913 bei der BASF in den industriellen Maßstab umzusetzen. Die Jahresproduktion betrug damals 7‘200 Tonnen, heute sind es hingegen schier unglaubliche 875‘000 Tonnen. Diese als Haber-Bosch Verfahren bezeichnete Ammoniaksynthese, für die Fritz Haber im Jahre 1919 und Carl Bosch im Jahre 1931 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurden, stellt deshalb einen der ältesten immer noch nach dem gleichen Prinzip wie zu deren Einführung ablaufenden Herstellungsprozesse dar. Damit wurde die Grundlage dafür gelegt, auch eine weiter und weiter wachsende Bevölkerung ausreichend ernähren zu können und damit potentiellen Hungerkatastrophen wirksam zu begegnen. Doch nicht nur Fritz Habers geniale Entdeckung, sondern auch andere Glanzleistungen der chemischen und biologischen Forschung, wie der Schutz der Pflanzen z. B. gegen Pilzkrankheiten und eine Reihe anderer Parasiten sowie die Bekämpfung von Pflanzen- und Fruchtschädlingen trugen mit entscheidend dazu bei, das Ernährungsproblem auch weiterhin einzudämmen bzw. es weitgehend aus der Welt zu schaffen. Sie führten allerdings auch zu Problemen, auf die im Folgenden näher eingegangen wird. Diese dürften sich in Abhängigkeit von einer weiteren Beschleunigung des Bevölkerungswachstums als umso gravierender erweisen.

Gerade heutzutage rückt angesichts einer immer rasanteren Zunahme der Weltbevölkerung eine immer stärker erforderlich werdende Düngung bzw. allzu oft sogar eine Überdüngung der Grün- und Ackerflächen, sowie deren zunehmende Belastung durch Insektizide/Pestizide (Insektenvernichtungsmittel) und Herbizide (Pflanzenschutzmittel) mehr und mehr ins Rampenlicht des öffentlichen Interesses. Gleichzeitig steigt aber auch der Zwang, effiziente Strategien zur biologischen Schädlingsbekämpfung zu entwickeln. Diese sind zwar schon teilweise verfügbar, wie z. B. Sexuallockstoffe, die sogenannten Pheromone. Sie werden aktuell jedoch den tatsächlichen Erwartungen noch nicht vollständig gerecht, da sie für jede einzelne Spezies sozusagen maßgeschneidert bereitgestellt werden müssen und deren Totalsynthese auf chemischem Wege alles andere als trivial erscheint.

Abhängigkeit von der Chemie
Wir werden deshalb auf noch nicht absehbare Zeit hinweg auch künftig auf synthetische Produkte auf Chemiebasis angewiesen sein, für deren Herstellung allerdings gerade in den letzten Jahrzehnten ständig wachsende Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen gelten, wie Aquatoxizität, Toxizität gegenüber Haustieren, Vögeln, Nutzinsekten wie Bienen, Hummeln, forcierter chemischer Abbau durch Bodenbakterien zu unschädlichen Metaboliten, um nur einige wenige Beispiele aus einem riesigen Maßnahmenkatalog zu nennen etc. Die Ziele sind klar definiert. Es sollen im Idealfall ausschließlich Substanzen entwickelt werden, die spezifisch nur auf die Vernichtung der den Schaden hervorrufenden Spezies hin ausgerichtet sind und alle restlichen Tier- und Pflanzenarten vor negativen Folgen verschonen.

Parallel dazu wurden deshalb auch reihenweise Grenzwerte für Insektizide/Pestizide und Herbizide definiert, unterhalb derer eine gesundheitliche Beeinträchtigung ausgeschlossen werden sollte, obwohl in den wenigsten Fällen wirklich exakte und belastbare toxikologische Befunde vorliegen. Meist sind es durch aus Laborversuchen, darunter auch Tierexperimente, gewonnene Daten, die sich allerhöchstens nur in sehr grober Näherung auf den Menschen übertragen lassen. Allerdings sei an dieser Stelle aber auch eingeflochten, dass es im Lauf der Jahrzehnte gelang, die Zahl der Tierversuche stark einzuschränken und mehr und mehr durch Tests an Zellkulturen zu ersetzen. Allerdings werden sich auch künftig Tierversuche nie vollständig vermeiden lassen. Alles andere ist reine Augenwischerei und Effekthascherei.

Kreislauf der Natur
Letztendlich kehren jedoch alle Komponenten, seien sie völlig unbedenklich oder auch weniger, stets in den Kreislauf der Natur zurück. Dies betrifft insbesondere die mutmaßlichen Schadstoffe, die wir in Form von Düngung, Schutz gegenüber Pflanzenschädlingen und Schadinsekten auf unsere Wiesen und Äcker aufbringen. Diese werden natürlich auch von den sich dort aufhaltenden Tieren und Pflanzen ingestiert, die wir tagtäglich mit pflanzlicher und tierischer Nahrung wiederum zu uns nehmen und welche dann schlussendlich sowohl via Abwasser und, zeitlich verzögert, via Grundwasser mittels Diffusion in Bäche und Flüsse und damit auch in die Weltmeere gelangen. Dort werden sie wiederum von den Meeresbewohnern aufgenommen und kehren somit via Verzehr von Fischspeisen im Sinne eines geschlossenen Kreislaufs wieder in unseren Organismus zurück.

In Anbetracht von immer mehr Menschen auf diesem Planeten sind die sogenannten „Selbstreinigungskräfte“ der Natur durch Mikroorganismen sowohl in Böden und Gewässern als auch in den vielen Kläranlagen schon jetzt mehr und mehr überfordert und werden uns über kurz oder lang vor unübersehbare Probleme stellen.

Zusätzlich zur Menge der durch vermehrte Applikation von Konservierungsmitteln, Insektiziden/Pestiziden und Herbiziden in den Körper gelangenden potenziellen Schadstoffe, stieg verständlicherweise auch das Interesse daran, deren Menge sowohl in den damit behandelten Produkten als auch in Körperflüssigkeiten, wie z. B. Blut, Urin, Plasma, Gewebe, Muttermilch etc. des Endverbrauchers, sprich Mensch, empfindlich zu messen. Dank der gerade in den letzten Jahrzehnten geradezu revolutionär verfeinerten analytischen Methodik, ist es heute problemlos möglich, diese Komponenten sogar in extrem niedrigen Konzentrationen von Mikrogramm/pro Milliliter/Liter/Gramm/Kilogramm = μg/mL/L/g/kg oder auch Nanogramm/pro Milliliter/Liter/Gramm/Kilogramm = ng/mL/L/g/kg zu detektieren. Zum besseren Verständnis dieser für den Laien oft genug nicht ganz verständlichen Angaben sei deshalb hinzugefügt: 1 μg/mL/L/g/kg = 1 Millionstel Gramm in 1 Milliliter/1 Liter/1 Gramm/ 1000 Gramm, 1 ng/mL/L/g/kg = 1 Milliardstel Gramm in 1 Milliliter/1 Liter/1 Gramm/1000 Gramm. // Es ist unschwer erkennbar, wie unglaublich niedrig letztendlich die wirkliche Konzentration an Zielkomponenten in der sie umgebenden Matrix ausfällt. Als Matrix wird übrigens der Stoff bzw. das Material bezeichnet, in welchem man die Menge der interessierenden Verbindung misst. Dazu ein Beispiel: Wenn in irgendeinem Produkt, z. B. in einem kg Äpfel oder Birnen eine Konzentration von 126 μg/kg irgendeines mutmaßlichen „Schadstoffes“ gemessen wird, dann ist die gesuchte Komponente im Produkt zu 0.000126 % darin enthalten.Leider bezieht man sich immer wieder auf die in diesem fiktiven Beispiel anscheinend hohe Zahl von 126, vergisst jedoch auf welches Volumen bzw. Gewicht sich diese Angabe bezieht. In fast so gut wie allen Beispielen dürften sich die gesundheitlichen Folgen als weitestgehend unbedenklich erweisen.

Der Bluff der Zahlen
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch ausgezeichnet an den von Prof. Dr. Christoph Rüchardt (1929 – 2018), ehemaliger Lehrstuhlinhaber Organische Chemie I der Universität Freiburg, vor vielen Jahren im Audimax gehaltenen Vortrag mit dem Titel „Die Chemie und ihre Gifte“ und wies darin auf die unglaublichen Fortschritte der Analytischen Chemie hin. Um die Leistungsfähigkeit der modernen Analytik zu demonstrieren benützte er das fiktive Beispiel, dass es damit sogar möglich sei, nur ein einziges bestimmtes Maiskorn in einem ganzen Güterwaggon voller ähnlicher Maiskörner von den restlichen zu unterscheiden. Vor gar nicht allzu langer Zeit war die Bestimmung derartig geringer Probenmengen überhaupt noch nicht möglich, aber leider lassen sich viel zu viele Menschen von den „reinen“ Zahlen bluffen und damit verunsichern, ohne sich jedoch ernstlich Gedanken gemacht zu haben, auf welches Volumen bzw. Gewicht man sich bezieht. Angst und Panik in völlig unangemessener Weise zu verbreiten, wie es GreenPeace, BUND, Umwelthilfe und die Grünen etc. seit Jahren offenbar mit wachsendem Erfolg tun, erweist sich allerdings als genauso wenig hilfreich als die völlige Verharmlosung des Problems, anhand dessen eine sachliche Diskussion von vorn herein zum Scheitern verurteilt ist.

Natürlich ändern sich die Essgewohnheiten einer stetig wachsenden Bevölkerung in Abhängigkeit vom Lebensstandard und je höher dieser nun einmal ist, desto größer ist auch das Bedürfnis, nach außen hin nur makelloses Obst und Gemüse, wie z. B. oberflächlich Schorf- und fleckfreie, große und glänzende Apfel, Birnen, Pfirsiche, Aprikosen etc. zu verzehren und sich kaum noch mit den weniger „ästhetischen“, zuweilen auch etwas mickrig aussehenden Früchten aus Streuobstwiesen o. ä. zufrieden zu geben. Aber, da alles nun einmal seinen Preis hat, u. a. auch auf Kosten der Umwelt, so erhält man sein „ideal konfiguriertes“ Obst eben nur dann, wenn eine entsprechende Vorbehandlung erfolgte. Ähnliches gilt, zumindest rein preislich gesehen, auch für Produkte aus biologischem Anbau, die logischerweise auch ihren etwas „höheren“ Preis haben. 

„Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“

Insofern steuert das allgemein beobachtete Konsumverhalten maßgeblich auch die eingesetzte Menge an vom zahlenmäßig ständig steigenden Endverbraucher nur allzu oft so verfemten Insektizide/Pestizide, Herbizide und Konservierungsmittel. Dieser echauffiert sich zwar ständig über „vergiftete“ Lebensmittel, meidet jedoch vehement die nach außen hin weniger ästhetischen, jedoch unbehandelten Produkte oder die teureren Produkte biodynamischen Ursprungs. Oft genug wird man dabei an das Sprichwort „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“, erinnert. Deshalb sei nochmals in aller Deutlichkeit festgehalten, dass es die Masse der Konsumenten ist, welche in erster Linie darüber entscheidet, wie viel potenzieller „Schadstoff“ sich in den von ihnen verzehrten Lebensmitteln befinden darf oder auch nicht. An dieser Stelle sei allerdings auch darauf hingewiesen, dass ohne synthetische Zusätze diese große Zahl an Menschen heutzutage niemals mehr vollständig ernährt werden könnte. Hätte es Fritz Habers geniale Entdeckung nicht gegeben, hätten bereits im 20. Jahrhundert viele hundert Millionen Menschen den Hungertod erleiden müssen.

Natürlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass mit der Anwendung dieser Substanzen, die, zugegebenermaßen beileibe nicht immer völlig harmlos sind, sich zu einem großen Teil aber auch als gut biologisch abbaubar erweisen, sorgfältig und sparsam umgegangen wird. Aktuell gerät das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat mehr und mehr ins Kreuzfeuer der Kritik und es bedarf deshalb eigentlich besonders sorgfältiger Studien, um dessen mutmaßliches Risikopotenzial in seriöser Weise abschätzen zu können.

Verteufelungskampagnen
Als völlig danebengegriffen erscheint mir jedoch, wenn in einer Serie der Öffentlich Rechtlichen ein angeblich durch Glyphosat verursachter Vergiftungsfall postuliert wird. Man sollte von den Staatsmedien eigentlich mehr Verantwortungsgefühl, Zurückhaltung und Sensibilität erwarten dürfen. Eine von vornherein nur einseitig auf das Ziel angelegte Kampagne zur Verteufelung ohne zwingende Beweise dafür vorzulegen, führt nur noch mehr in eine Sackgasse. Leider sehe ich unter diesen Voraussetzungen auch keinerlei Möglichkeit zu einem konstruktiven Dialog zwischen Befürwortern und Gegnern der Applikation von Glyphosat, wobei zu erwarten ist, dass letztere so oder so ideologisch-emotional zu sehr aufgewühlt in eine solche Diskussion eintreten werden.

Aber auch das mittlerweile seit Jahren weitgehend aus dem Handel gezogene Dichlordiphenyltrichlorethan, besser bekannt unter dem Namen DDT, welches durch das Stockholmer Abkommen von 2004 nur noch zur Bekämpfung von krankheitsübertragenden Insekten wie z. B. den Überträgern von Malaria Verwendung findet, hat sicherlich mehr Nutzen als Schaden bewirkt. Denn ansonsten hätte der Chemiker der damaligen J. R. Geigy AG in Basel, Paul Hermann Müller (1899 – 1965), nicht im Jahre 1948 den Nobelpreis für die Entdeckung von DDT als sogenanntes „Kontaktgift“ erhalten.

Alles in allem, so hoffe ich, darf mit Fug und Recht angenommen werden, dass wohl jeder Landwirt sich seiner Verantwortung gegenüber Mensch, Tier und Umwelt durchaus bewusst ist. Aus diesem Grunde dürfte er sowohl aus reinen Kostengründen als auch aus Gründen des eigenen Verzehrs seiner Produkte heraus, den Einsatz seiner „Mittelchen“ auf das absolut Nötigste beschränken. Allerdings wird er aber auch so viel davon aufbringen müssen, um seine Existenzgrundlage nicht durch schlechte Ernteerträge zu untergraben. Der kluge und verantwortungsbewusste Bauer betreibt so oder so Fruchtwechsel und schont damit sowohl seinen Geldbeutel als auch die Umwelt.

„Die Dosis macht das Gift“
Aber zum Trost der Skeptiker sei nicht nur das altbekannte Sprichwort „Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht“ zitiert, sondern man möge sich auch an die Worte von Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt unter dem Namen „Paracelsus“ (1493 - 1541) halten, der sagte „Die Dosis macht das Gift“. Dies bedeutet nichts anderes als dass eine geringe Dosis heilsam, eine höhere hingegen schädlich, d. h. toxisch sein kann.

Bei allem Lamento über das angeblich viel zu viele „Gift“ in Boden, Wasser und Luft sei jedoch festgehalten, dass trotz dieser angeblich damit verknüpften ach so gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen die Bevölkerung dieses Planeten dennoch wächst und wächst und wächst und deren Zahl ohne diese immer und immer wieder verteufelten „Zusatze“ beileibe längst nicht so hoch ausgefallen wäre, als ohne Anwendung derselben.

Verharren wir doch noch ein wenig bei den Folgen einer immer mehr zunehmenden Düngung unserer Äcker und Felder sowohl mit Stickstoff- und Phosphatdünger als auch mit Herbiziden und Insektiziden / Pestiziden. Man erhält eben nichts zum Nulltarif und es gilt wie auch bei allen Arzneimitteln die Feststellung, dass man angesichts einer immer größeren Erwartungshaltung unseren Lebensmitteln gegenüber eben auch die Nebenwirkungen in Kauf nehmen muss, um den gewünschten Effekt erzielen zu können. Dennoch wird kaum jemand seiner Gesundheit und seines Lebenswillens wegen auf die Einnahme von angeblich so schädlichen Medikamenten verzichten, wobei trotz der teilweise nicht zu verhindernden unerwünschten Effekte die Bevölkerung sich nicht etwa vermindert, sondern im Gegensatz dazu eben drastisch erhöht hat.

Überbevölkerung und Konsumgewohnheiten
Die Überbevölkerung wirkt sich aber nicht nur auf die Ernährung und den Zugang zu frischem, durch Schadstoffe wenig belastendem Wasser als einem entscheidenden Eckpfeiler allen Lebens aus, sondern erfasst auch eine ungeheure Vielzahl an Konsumgewohnheiten, welche sich nachteilig für Natur und Umwelt auswirken. Diese werden sich als umso anspruchsvoller erweisen je besser sich das Ernährungsangebot an die Menschen entwickelt und parallel dazu, je größer dann sowohl auch der Lebensstandard als auch die künftigen Erwartungen an ihn veranschlagt werden müssen.

„Ökologischer Fußabdruck“
Damit kommen wir noch kurz zum sogenannten „Ökologischen Fußabdruck“, wie er im Werk von Friedrich Schmidt-Bleek mit dem Titel „Grüne Lügen“ mit dem Untertitel „Nichts für die Umwelt. Alles fürs Geschäft – wie Politik und Wirtschaft die Welt zugrunde richten“ (Ludwig Verlag München, 2014) zum Ausdruck kommt. Das darin auf den Seiten 266 - 287 enthaltene umfangreiche Tabellenmaterial sei den Klimafetischisten einmal mehr wärmstens ans Herz gelegt, ebenso der Inhalt der Seiten 90 - 92, in denen dargelegt wird, dass die „CO2-Vermeidungsindustrie“ der Umwelt mehr schadet als nützt. Interessant auch der Einschub auf Seite 93, dass die moderne Landwirtschaft sogar bis zu 20 Mal mehr Energie erfordert als sie in Form von Nahrungsmitteln erzeugt. Die Reihe ließe sich beliebig erweitern, würde jedoch den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Deshalb sei lediglich auf die Lektüre dieses bemerkenswerten Werkes verwiesen. Aber auch in diesem Fall lässt sich das geflügelte Wort zitieren, dass bestimmte Leute nur das lesen was sie wollen, aber nicht das, was sie eigentlich lesen sollen.

Auf einen einfachen Nenner gebracht, besteht der Wunsch des Menschen darin, eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen bis hin zum E-Mobil, Solarpaneel oder auch der Flugreise u. v. a. mehr in Anspruch zu nehmen, die allesamt einen mehr oder weniger tiefen ökologischen „Fußabdruck“ in der Umwelt hinterlassen. Diesen „Ökologischen Rucksack“ gilt es aber dann mit sich herumzuschleppen und wie jeder Rucksack verursacht aber auch dieser im Laufe der Zeit eine Reihe von Problemen. Und je mehr Menschen an den dargebotenen Annehmlichkeiten partizipieren wollen, desto größer wird sich dieser „Fußabdruck“ oder das Gewicht des „Ökologischen Rucksacks“ bemerkbar machen. Leider dürften sich die meisten dieser „Fußabdrücke“ angesichts einer bereits spätestens gegen Ende des Jahrhunderts zu erwartenden Weltbevölkerung von mehr als 11 Milliarden Menschen als zusehends irreversibel erweisen, sofern sich zwischenzeitlich nicht doch noch tiefgreifendere Veränderungen in positiver Richtung abzeichnen.

Wo bleibt der Schrei im Regenwald?
Man greife da nur einmal den Amazonasregenwald als Beispiel heraus, der völlig zu Recht nicht nur die grüne Lunge, sondern auch der größte Wasserspeicher der Erde ist und deshalb maßgeblichen Einfluss auf alle Wetterphänomene weltweit ausübt. Allerdings schrumpft dieser jedoch seit vielen Jahren per anno um ca. 42‘000 Quadratkilometer, d. h. die Fläche der Schweiz. In zehn Jahren wäre damit eine Fläche größer als die der Bundesrepublik Deutschland betroffen, in 50 Jahren gingen dann mehr als ein Drittel des ca. 6 Millionen Quadratkilometer umfassenden größten Waldgebietes der Erde unwiderruflich verloren, denn aus ökogeographischen Gründen wird jeder Versuch einer beabsichtigten Wiederaufforstung krachend scheitern. Und dies alles, um nicht nur den McDonalds Rindern genügend Weideflächen zur Verfügung zu stellen, sondern auch den Anbau von Soja zu intensivieren, um den enorm wachsenden Bedarf an Futter- und Nahrungsmitteln für eine ungebremst weiterwachsende Bevölkerung zu decken. Da spreche einer noch von Nachhaltigkeit und „Klimaschutz“. Hat man diesbezüglich jemals einen Aufschrei der Grünen und Ökostalinisten vernommen? Ich kann mich leider nicht daran erinnern.

In Borneo wurde bereits jetzt ein Drittel des gesamten Waldes zugunsten der Anpflanzung von Ölpalmen zur Kraftstoffgewinnung vernichtet, von der Zerstörung des Lebensraums vieler seltener Pflanzen und Tiere ganz zu schweigen. Wie sagte doch vor ca. 10 Jahren der frühere Erzbischof von Freiburg, Robert Zollitsch, in einer Pfingstpredigt treffenderweise: „Volle Tanks und leere Teller“. An diesem, vergleichsweise einfachen Beispiel erkennt man sofort den gewaltigen ökologischen Fußabdruck, den wir mit diesem Raubbau an der Natur hinterlassen. Dass dieser, wie wir bereits jetzt schon fast alljährlich spüren können, sich auch verhängnisvoll auf die globalen Wetterbeobachtungen auswirken wird, dürfte offensichtlich auf der Hand liegen. Mit dem Schreckgespenst des „Klima-Killers“ CO2 hat all das nur wenig bzw. überhaupt nichts zu tun. 

„Klima-Killer" CO2
Allerdings, immer wenn unseren zahlreichen Weltuntergangspropheten nichts anderes mehr einfällt, wird die Aufmerksamkeit des Interesses auf eben diesen sogenannten „Klima-Killer CO2 gelegt. Zu diesem Zweck habe ich einmal den ausschließlich „menschengemachten“ CO2-Ausstoss durch gegenwärtig 7.6 Milliarden Menschen auf der Erde näherungsweise abgeschätzt und kam auf einen Wert von sage und schreibe 1‘318‘204‘800 Tonnen/Jahr. Bezieht man die Berechnungen von Thilo Sarrazin (siehe „Feindliche Übernahme“, Seite 488 – 491) mit ein, so würde sich im Jahre 2100 ein Wert von 1‘942‘617‘600 Tonnen pro Jahr ergeben. Der Schlüssel zu Berechnung ist am Ende des Beitrages dargestellt.

In diesen Angaben sind jedoch die durch die Tierwelt, Vulkanausbrüche etc. verursachten Beiträge zur CO2-Emission noch gar nicht enthalten. Dabei ist allerdings auch noch zu berücksichtigen, dass das durch die zahlreichen Vulkaneruptionen pro Jahr ausgestoßene CO2 sogar noch ein Vielfaches des durch die menschliche Atemabluft freigesetzten „Klima-Gases“ betragen kann und vermutlich auch betragen wird, das ebenso freigesetzte, noch viel gefährlichere Schwefeldioxid nicht einmal inbegriffen. Was nützt also die in dem kleinen und im globalen Umfeld recht unbedeutenden Deutschland ins Auge gefasste Reduzierung der CO2-Emission bis 2050 um ca. 50 % (der Anteil Deutschlands an der weltweiten CO2-Emission beträgt keine 2 %) angesichts dieser riesigen Mengen an völlig unvermeidlichem „inhärentem“ Kohlendioxid weltweit, dessen Menge wir von vorn herein niemals begrenzen können, es sei denn durch eine drastische Abnahme der Weltbevölkerung. Die milliardenschwere „Klima-Mafia“ reibt sich bei so viel Dummheit nur noch genüsslich die Hände. Die Grünen und ihre Millionen an „Followern“ vom Greta Thunberg Zuschnitt sollten nur einmal ehrlich sein und die Hintermänner und Profiteure ihrer Klimalügen benennen.

Mensch - Umwelt – Natur
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien jetzt noch einige Fakten eingefügt, die aufzeigen sollen, wie sich letztendlich eine immer weiter nach oben entwickelnde Zahl an Menschen auf diesem Planeten auf Umwelt und Natur auswirkt. Denn, je mehr Menschen auf der Welt sich immer weniger Raum zum Leben miteinander teilen müssen, desto mehr ändern sich die folgenden Begleitumstände:

Immer mehr landwirtschaftliche Flächen verschwinden. Als Folge davon werden die noch verbleibenden Flächen einer umso intensiveren Bewirtschaftung unterzogen, mit noch mehr Düngung und Aufbringen von Herbiziden und Insektiziden, um auch eine auch weiterhin explosionsartig zunehmende Bevölkerung ausreichend zu ernähren.

Aus der durch die globale Abnahme, zweckentfremdete Nutzung und gleichzeitig intensivere Bearbeitung der restlichen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen, sowie durch Abholzung der Wälder folgt eine drastische Einschränkung des Lebensraumes für bedrohte Pflanzen und Tiere. Das Artensterben ist in der Tat gravierend, wie sich jedermann leicht überzeugen kann. Auch mir fiel auf, dass sich die Zahl der Singvögel gegenüber noch vor wenigen Jahrzehnten überdimensional vermindert hat. Ich sah die letzte Blaumeise vor mehr als zwei Jahren, aber auch die Zahl der Kohlmeisen, Amseln, Schwalben, Schmetterlinge, befindet sich beständig auf dem Rückzug. Schwalben benötigen Fluginsekten als Nahrungsgrundlage, die sie immer weniger antreffen. Grund dafür dürfte zutreffender Weise wohl die immer intensiver betriebene Landwirtschaft sein.

Immer mehr Monokulturen
Enorme Zunahme der Monokulturen (z. B. Mais, Soja, Palmöl), sei es zur völlig zweckentfremdeten Herstellung von Biogas und Agrotreibstoffen oder auch zur Fütterung der für den Fleischkonsum benötigten Rinder, Schweine etc. Übrigens ist Mais bis heute immer noch Ernährungsgrundlage Nr. 1 von ca. 125 Millionen Mexikanern. Darüber hinaus ist allgemein bekannt, dass die Verbreitung von Schädlingen gerade durch die Monokulturen extrem gefördert wird, welche dann im Umkehrschluss wiederum den Einsatz umso größerer Mengen an Herbiziden und Insektiziden bedingt, welche dann Boden und Grundwasser belasten und auf diese Weise in unseren Organismus zurückkehren. Ein regelrechter Circulus Vitiosus.

Stetig schrumpfende, für die Erzeugung des lebensnotwendigen Sauerstoffs via „Klima-Killer CO2“ dringend benötigte Waldgebiete, daneben auch Gefahr durch Lawinen und Felsstürze in den Hochgebirgen durch Abholzen der Bann- und Schutzwälder zugunsten von neuen Transportanlagen in die dortigen Skigebiete. Man kann es auch so ausdrücken: Je mehr Möglichkeiten zur Absorption des Klima-Killers in Form von grünen Pflanzen zur Verfügung stehen würde, desto mehr „Killer-Molekül“ würde dann in lebenserhaltenden Sauerstoff umgewandelt. Eigentlich logisch, oder etwa nicht ?

Immer größere Probleme bei der Entsorgung von Müll, der ja leider mehr und mehr in den Ozeanen landet, dort die Flora und Fauna extrem belastet und letztendlich, wie bereits oben schon diskutiert, in die Nahrungskette zurückkehrt, ferner auch die zunehmenden Probleme der Trink- und Abwasserbehandlung, die zu einem nicht unerheblichen Teil bereits heute schon überfordert ist.

Landschaftsversiegelung
Weiter ansteigende Versiegelung der Landschaft durch noch mehr Wohnraum, verbunden mit einer Zunahme des Individualverkehrs, dem Bau neuer Straßen und Zufahrtswege mit noch mehr Lärm und Verminderung der Lebensqualität, dadurch auch Gefahr von Hochwasser durch die eingeschränkten Abflussmöglichkeiten bei langanhaltendem Starkregen. Den Grünen, die ja der ungebremsten Zuwanderung das Wort reden, sei deshalb zugerufen: noch mehr Klima-Killer CO2 und NOx. Wo bleibt da die Ehrlichkeit?

Landschaftverschandelung
Zunehmende Verschandelung der Landschaft durch den Bau von noch mehr Windkraftanlagen. Man bedenke in diesem Zusammenhang auch, wie groß die dafür zu rodenden Waldgebiete sind, welche vor allem für die Zufahrt der schweren Transportfahrzeuge benötigt werden, vom verschandelten Landschaftsbild sowie den negativen Auswirkungen auf die Tier- und Vogelwelt ganz zu schweigen.Nicht zuletzt sei aber auch auf die Belastung der ökologisch so sensiblen Troposphäre durch den stark zunehmenden Flugverkehr hingewiesen.

Linksgrüne Klima-Lügenmärchen
Die links-grünen Lügenmärchen mit dem Klima - die Umwelt spielt augenscheinlich nur noch eine Nebenrolle - werden sich über kurz oder lang als fatal erweisen und die Volkswirtschaft auf eine harte Probe stellen. Erst kürzlich las ich, welch horrende Rechnung von mehr als 100 Milliarden Euro uns die Grünen für diesen grünen Klima/Ökoschwachsinn präsentieren werden, ein Betrag, der natürlich, wie sollte es anders auch sein, in den Taschen der Klima-Mafia eventuell sogar auch noch steuerfrei (?) verschwinden wird. Und das wird leider erst der Anfang sein. Irgendwann wird dieses Lügengebäude in sich zusammenbrechen, aber ob dieses Land dann international noch konkurrenzfähig sein wird, steht in den Sternen. Ich zitiere zu diesem Zweck nur allein die Kosten des für das Jahr 2038 projektierten Kohleausstiegs, mit dem sich dummerweise die demonstrierende „Jugend“ offenbar noch nicht auseinandergesetzt hat.

Dieser beläuft sich auf mindestens 40 Milliarden Euro und jeder Monat früher würde sich als exponentiell teurer erweisen, wofür, wie sollte es anders auch sein, der Steuerzahler selbstverständlich zur Kasse gebeten wird, also demnächst auch die heutzutage Pippi-Langstrumpf Gretchen so begeistert zujubelnde „Jugend“. Man könnte es auch so formulieren. Man steigt aus der Kohle aus, die „Kohle“ machen jedoch derweil andere, mafiösen Strukturen angehörende Hintermänner. Wie sagt doch ein unserem früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder nach seinem Abschied aus dem Amt und dem Eintritt in die russische Gazprom in den Mund gelegtes Wort „Gas für’s Volk, die Kohle für mich“. Sollte er diese Redewendung tatsächlich gebraucht haben, dann alle Achtung, er war damit zumindest ehrlich. Die Klimaneurotiker und Apokalyptiker sollten sich einmal etwas näher mit den Milankovic-Zyklen befassen, über die im Internet zahlreiche Beiträge zu finden sind.

Allerdings ist es eben leichter, auf den eigenen Intellekt zu verzichten und sich statt dessen lieber auf die seltsamen Lehren des Potsdamer Klimapapstes Schellnhuber zu beziehen, dem als kleines Anhängsel des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC = Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen) jedoch lediglich die Aufgabe zufällt, dessen abstruse Ideen nur noch „mundgerecht“ aufzubereiten.

Sie alle sollten sich allesamt hinter die Ohren schreiben, dass für Wetter und Klima in erster Linie die Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche verantwortlich sind. In zweiter Linie führen jedoch aber auch in stetig zunehmendem Maße „menschengemachte“ Veränderungen zu negativen Auswirkungen für Klima und Natur, die künftig umso gravierender ausfallen werden je mehr wir mit unserer Umwelt Raubbau betreiben wie gegenwärtig. Allerdings hat dieser Raubbau aber auch einen Namen und der heißt, schlicht und ergreifend, Überbevölkerung mit all ihren Konsequenzen. Ja, man ist geneigt, sich auf die Überbevölkerung als die Mutter allen Übels zu beziehen, wie es bereits in Überschrift zu Teil 1 dieses Beitrags treffend zum Ausdruck gebracht wurde.

Berechnungsschlüssel für den Anteil an durch den Menschen erzeugtem CO2:

Ca. 20‘000 Atemzüge pro Tag bei einem Erwachsenen mit zwischen 400 und 600 mL pro Atemzug (Ø = 500 mL). Bei 4 % CO2 in der Atemluft = 40 mg/L errechnen sich 20 mL pro Atemzug, was bei 20‘000 Atemzügen/Tag x 20 = 400‘000 mL = 400 L CO2/Tag, mit ρ = 1.98 g/L = 792 g = 0.792 kg/Tag entspricht. Auf 7,6 Milliarden Menschen bezogen sind dies 0.792 kg/Tag x 7‘600‘000‘000 = 6‘019‘200‘000 kg/pro Tag x 0.6 (willkürlicher Faktor, der berücksichtigt, dass Kinder weniger CO2 emittieren) = 3‘611‘520‘000 kg/Tag x 365 = 1‘318‘204‘800‘000 kg/Jahr = 1‘318‘204‘800 Tonnen/Jahr an durch die Atemabluft des Menschen produziertem CO2, ohne den Beitrag der Tierwelt und CO2-Emissionen durch Vulkane etc., Bezogen auf 11.2 Milliarden Menschen im Jahr 2100 entsprechend den Daten von Thilo Sarrazin in „Feindliche Übernahme“ (Seite 488 – 491) ergeben sich dann 11.2 Milliarden im Jahr 2100/7.6 Milliarden heute x 1‘318‘204‘800‘ Tonnen/Jahr = 1‘942‘617‘600 Tonnen pro Jahr.

Zuerst veröffentlicht am 23. Juni 2019 bei www.grueselhorn.de