Medienkritiken aus Monat 06-2019

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Es fehlt vielerorts der Mut, die Vernunft über die Emotionen zu stellen
Der Tag, an dem das Deutschsein verboten wird

Von CANTALOOP, veröffentl. am 24.06.2019 bei PI-NEWS.net

Dieser Tag scheint nach gegenwärtigem Stand der Dinge nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Zumindest nicht für diejenigen, die ihren Informationsbedarf ausschließlich aus den Medien beziehen, die sich dem derzeit herrschenden Zeitgeist angedient haben. Denn ein großer Teil der konservativ-liberalen Bevölkerungs-schichten, die sich selbst seit Generationen als „deutsch“ empfinden, werden in der aktuellen Presselandschaft kaum mehr abgebildet.

Journalistisch geradezu verpönt ist es, Themen zu besetzten, welche mehrheitlich die Interessen der eigenen Bevölkerung bedienen. Was nicht dem Klima oder den Flüchtlingen nutzt, ist gemäß aktueller Grundsätze zumindest hierzulande, politisch und moralisch wertlos geworden.

Deutschsein als Malus – die Zukunft gehört den „Weltbürgern“
Wer sich der merkelschen Willkommenskultur widersetzt, gilt gemeinhin als Rassist. Wenn jemand gedenkt, den Klimawandel kritisch hinterfragen zu müssen, darf derjenige auf der Stelle damit rechnen als Klimaleugner gebrandmarkt zu werden. Diese dualen Verfemungen ähneln sich in ihrem negativ konnotierten Status – und bedingen im Ergebnis eine gesellschaftliche Ächtung. Wer es darüber hinaus noch wagen sollte, die amtierenden Staatschefs von USA, Ungarn, oder gar Italien öffentlich für gut zu befinden, der hat sich endgültig ins Abseits geschossen.

Das permanente zur Schau stellen der eigenen korrekten und auf Regierungslinie liegenden Gesinnung hat zwischenzeitlich groteske Züge angenommen. So werden sämtliche Lebensbereiche mit ständig erforderlichen positiven Bekenntnissen zur derzeitigen Systempolitik durchsetzt, was im Umkehrschluss natürlich zu anschwellender Feindschaft gegenüber von Abweichlern, Oppositionellen und anderen „Dissidenten“ führt. Das Absurde wird somit normativ; wer auf der vermeintlich richtigen Seite steht, für den gibt es zwar nur einen Grund für den Klimawandel, aber dafür 60 verschiedene Geschlechter.

Die eigene Moral wertet man demzufolge höher, als das Grundgesetz. Und im Namen der eigenen politischen Überzeugungen nimmt man sich das Recht heraus, die bürgerliche Existenz Andersdenkender zu vernichten. Infolgedessen darf man seine ganze Böswilligkeit, Menschenverachtung und sogar Schizophrenie öffentlich ausleben, wenn man nur der Richtigen, der Anti-Deutschen Gesinnung frönt. Im Grunde ein verlockendes Angebot an Alle, die gerne dem Herdentrieb folgen. Denn das „Tierische“ lebt sich gut in der Gruppe aus, die Klugheit indessen erarbeitet sich jeder alleine.

Doch es könnte noch schlimmer kommen.

Lesen Sie hier bitte weiter:

http://www.pi-news.net/2019/06/der-tag-an-dem-das-deutschsein-verboten-wird/

Haltungsjournalismus:
SPD-Journalismus - Wann wir schreiten Seit an Seit

Von Olaf Opitz, veröffentl. am 22.06.2019 bei Tichys Einblick online 

Was viele Leser, Hörer und Zuseher täglich beklagen – ja, es gibt ihn, den Partei-Journalismus in Deutschland. Er heißt nur nicht so, sondern tarnt sich unter dem Begriff Haltungsjournalismus. Neben zahlreichen Studien über die mehrheitlich rotgrüne Ausrichtung der Presse folgt dieser Tage nun ein schriftlicher Beweis. Obwohl die traditionsreiche SPD im Niedergang begriffen ist, gibt es noch oder gerade erst wieder einen SPD-Journalismus, der zum letzten Gefecht aufruft. Zum Beispiel für den Kampf gegen den erklärten Parteifeind Thilo Sarrazin.

Am 26. Juni findet im Rathaus Charlottenburg um 10 Uhr im Helene-Lange-Saal das sozialdemokratische Tribunal gegen den 74-Jährigen Islam-Kritiker Sarrazin statt. Ganz offiziell nennt es sich Parteiordnungsverfahren des Parteivorstandes der SPD, vertreten durch den Generalsekretär Lars Klingbeil gegen Herrn Dr. Thilo Sarrazin vor der Schiedskommission der SPD des Kreises Charlottenburg-Wilmersdorf wegen der Veröffentlichung des Buchs unseres Mandanten „Feindliche Übernahme – Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“, berichtet Sarrazins Anwalt Dr. Andreas Köhler vorab.

Damit nicht genug: „Die Verhandlung ist parteiöffentlich. Die Schiedskommission der SPD lehnte unseren Antrag auf Zulassung der Öffentlichkeit ab. Wir bedauern dies außerordentlich. Journalisten, die Mitglieder der sozialdemokratischen Partei sind, können dieser Verhandlung folgen. Es empfiehlt sich, das SPD-Mitgliedsbuch mitzubringen.“ …

Lesen Sie hier bitte weiter:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/olaf-opitz-klare-kante/spd-journalismus-wann-wir-schreiten-seit-an-seit/

Die Neue Züricher Zeitung (NZZ) meldet am 20.06.2019:
Neuer Mainstream in deutschen Medien: GRÜN

Auszug aus dem „Grüselhorn-Leitartikel“ vom 23.06.2019

Das mit der Digitalisierung werden Zeitungen erst verstehen, wenn sie unter Grabhügeln liegen. Das Internet ist das schnellste Transportmittel für Nachrichten. Jeder macht heute Zeitung, jeder ist Zeitung.

Was Redaktionen sollen, haben sie verlernt, wie schon bei der jüngsten Wahl zu sehen war. Berichten sollen sie, kommentieren. Wer meint, hierfür sich an die Leine einer "Landeszenrale für politische Bildung" binden zu müssen, muss wissen, dass er das Geschäft einer Regierung macht. Und die legt politische Bildung selbstverständlich auf ihre Art aus. Sind so grün schon alle Blätter? Am Donnerstag schrieb die Neue Zürcher Zeitung: "

Vom öffentlichen Fernsehen über investigative Nachrichtenmagazine bis zu grossen Tageszeitungen gibt es in deutschen Medien einen neuen Mainstream: grün.


Bei der Debatte um Klimawandel und Energiewende spielen abweichende Meinungen eine untergeordnete Rolle, wieder einmal obsiegt der Kampf um die richtige Moral". Dann kommen Fakes heraus, wie sie diese "Landeszentrale" jüngst im März verbreitete, indem sie die Opfer eines Tsunamis in Japan einem AKW-Unfall zuschob: "Heute gedenken wir der vielen tausend Opfer der #Atomkatastrophe von #Fukushima. Am 11. März 2011 kollabierten mehrere Kühlsysteme im japanischen Atomkraftwerk Fukushima..." In Wirklichkeit gab es keinen einzigen Todesfall in diesem AKW. Wer mit einer solchen "Landeszentrale für politische Bildung" kooperiert, der muss sich nicht weiter um Bildung kümmern, der ist vom Gipfel schon ins Tal abgestiegen.

Lesen Sie hier den ganzen Beitrag und noch viel mehr:

http://grüselhorn.de/

NZZ: Grüne als stärkste Kraft ist auch Verdienst der Medien –
Redakteure mehrheitlich rot-grün

Von Reinhard Werner, veröffentl. am 21. Juni 2019 bei EpochTimes

Eine grüne ideologische Monokultur, verbunden mit einer Wagenburg-Mentalität, diagnostiziert Wolfgang Bok in der NZZ bei deutschen Leitmedien. Haltung sei wichtiger als Information, Meinungspluralität werde zunehmend als störend empfunden. Dies schaffe Vertrauensverlust.

Eine verschärfte ideologische Monokultur in deutschen Leitmedien beklagt der Politologe und frühere Chefredakteur der „Heilbronner Stimme“, Wolfgang Bok, in einem Beitrag für die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ).

Die deutschen Mainstream-Medien hätten aus der Flüchtlingskrise nichts gelernt, so Bok. Der heutige Dozent für strategische Kommunikation an der Hochschule Heilbronn verweist auf eine Studie der Hamburg Media School, wonach in Mainstreammedien „2015 insgesamt 82 Prozent aller Beiträge zur Flüchtlingsthematik positiv konnotiert waren und zwei Drittel die Probleme der Zuwanderung nicht benannt oder bewusst ignoriert haben“.

In der Bevölkerung sei es jedoch genau umgekehrt gewesen. Allensbach erklärte damit 2016 den Vertrauensverlust in deutschen Medien – eine Entwicklung, die sich zuvor bereits im Zuge der Ukrainekrise angebahnt hatte, als die Berichterstattung deutsche Medien von Teilen der Bevölkerung als auffallend einseitig und manipulativ wahrgenommen wurde.

Heute sei „grün“ der neue Mainstream in den Redaktionen – dabei gebe es keinen Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichem Fernsehen, investigativen Nachrichtenmagazinen und großen Tageszeitungen. Meinungsvielfalt trete hinter die Behauptung der „Moral“ zurück. Bei Themen wie Klimawandel oder Energiewende spielten abweichende Meinungen eine untergeordnete Rolle.

Nicht nur beim „Klimaschutz“ stellt Deutschland an sich selbst den Anspruch, Vorbild für die gesamte Welt zu sein, auch wenn es um negative Berichterstattung über den US-Präsidenten Donald Trump geht, spielt man mit 98 Prozent mutmaßlich in einer Liga mit der Volksrepublik China, Nordkorea und dem Iran. Auch an der Interviewführung lasse sich erkennen, ob ein konservativer oder ein grüner Politiker interviewt werde – im erstgenannten Fall habe es etwas von einem Verhör, im anderen etwas von einem Kaffeeplausch.

Das grüne Spitzenpersonal, schreibt Bok, müsse „kaum fürchten, dass sein moralischer Rigorismus bloßgestellt wird“. Dabei spielten seine Themen eine tragende Rolle in deutschen Medien und es gebe kaum eine Talkshow ohne Robert Habeck oder Annalena Baerbock.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/nzz-gruene-als-staerkste-kraft-ist-auch-verdienst-der-medien-redakteure-mehrheitlich-rot-gruen-a2921244.html

Verrannt haben sich die Gaulands, Meuthens und Weidels..."
Jasper, der alte Bock der FAZ,
im Endkampf gegen die AfD


Karlheinz Weißmann in der JF über die Instrumentalisierung des Falles Lübcke gegen die AfD, veröffentlicht am 19.06.2019 bei PI-News.net

In einem Kommentar Jasper von Altenbockums [in der „bürgerlichen“ FAZ] heißt es jetzt, daß man der AfD ihr Bekenntnis zum Rechtsstaat so wenig abnehmen dürfe wie ihre Trauer über das Opfer eines feigen Anschlags.

Hinter einer „seriösen Fassade“ habe ihre Führung systematisch die Eskalation vorbereitet, „ihre Worte“ seien nichts anderes als „extremistische Gewalt“: „Verrannt haben sich die Gaulands, Meuthens und Weidels, weil sie nicht wahrhaben wollen, daß die Blase, in der sie sich bewegen und die sie rhetorisch aufgepumpt haben, die Szene mitumfaßt, in der Gewaltphantasien und Extremismus zum Alltag gehören. Das kommt davon, wenn Grenzen überschritten, Tabus gebrochen und Anstandsregeln mißachtet werden, die nicht im Grundgesetz stehen.“ …

[Aber:] Wann hätten die Steinbachs, Ottes, Höckes, Gaulands, Meuthens und Weidels jemals politische Gewalt gutgeheißen oder auch nur gebilligt? Wann hätten sie die Grenze dessen überschritten, was man als Polemik im politischen Tageskampf dulden muß und auf der Seite ihrer Gegner immer geduldet hat?

Altenbockum kennt die Antworten auf diese Fragen. Aber die interessieren ihn nicht. Denn er will auf etwas ganz anderes hinaus: Darauf, der AfD den entscheidenden Schlag zu versetzen. Eine Zielsetzung, die er dankenswerter Weise offen anspricht. Denn im letzten Teil seines Textes fordert er, zum Endkampf gegen den Feind AfD anzutreten. Für den Vorstoß sei eine Zangenbewegung nötig.

Die eine Flanke bilde der antifaschistisch-demokratische „Verhinderungsblock“ von den schwarzen Sturmtruppen bis zur Union, der in Görlitz durch seine Geschlossenheit den AfD-Mann scheitern ließ. Die andere stellen die Propagandadivisionen, die mit „klaren Angeboten“ – will sagen: finanziellen Ködern und wohlfeilen Versprechungen – die abtrünnigen Wähler der alten Volksparteien zurückgewinnen sollen.

Im Klartext heißt das: Altenbockum fordert, das Entsetzen über die Ermordung eines Menschen auszunutzen, um einen lästigen politischen Konkurrenten zu erledigen… 

Der Bericht ist hier erschienen:

http://www.pi-news.net/2019/06/jasper-der-alte-bock-der-faz-im-endkampf-gegen-die-afd/

Der Fall Lübcke:
Kampf gegen die falschen Rechten?

von Peter Grimm, veröffentl. am 18.06.2019 bei Achgut.com

Rechtsextremismusexperten sind in diesen Tagen gefragt wie selten. Seit ein Mann des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke tatverdächtig ist, der offenbar zur gewaltbereiten rechtsextremen Szene gehörte und einschlägig vorbestraft war, verlangen deutsche Redaktionen nach Hilfe von Fachleuten. Seitdem wegen dieses Verdachts auch die Generalbundesanwaltschaft ermittelt, ist der Fall Lübcke für die meisten deutschen Redakteure eindeutig ein politischer Mord von rechts.

Feinheiten wie die Unschuldsvermutung oder die theoretische Möglichkeit, dass ein Rechtsextremist auch aus anderen als politischen Motiven gemordet haben könnte, muss man hintanstellen, wenn man nicht in den Verdacht geraten will, rechte Terrornetzwerke zu verharmlosen.

In diesen Verdacht wollen wir hier selbstverständlich nicht geraten, weshalb wir uns an dieser Stelle die Auseinandersetzung mit all den ungeklärten Fragen in diesem Fall ersparen. Da man hier ohnehin angesichts geringer Faktenkenntnis vor allem spekulieren muss, lässt sich das getrost auf einen späteren Zeitpunkt vertagen, zu dem es mehr gesicherte Informationen gibt.

Deutsche Redakteure aller Geschlechter wollen aber nicht so lange warten, denn die Warnung vor der großen Gefahr von rechts duldet keinen Aufschub. Auch für Differenzierungen zwischen rechts, rechtsradikal, rechtsextrem oder Neonazi ist angesichts eines Mordes keine Zeit und kein Platz. Der Feind steht rechts, egal wie rechts!

Differenzieren ist jetzt noch viel weniger en vogue
Dass es innerhalb des demokratischen Spektrums noch so etwas wie einen rechten Teil geben könne, war auch vor dem Lübcke-Mord unter deutschen Meinungsbildnern keine sonderlich populäre Auffassung. Differenzieren ist jetzt noch viel weniger en vogue. Im Gegenteil.

Kaum ein Kommentar kommt ohne irgendeine Verbindungslinie vom mutmaßlichen rechtsextremen Lübcke-Mörder zur AfD aus, während viele der vor die Kameras und Mikrophone geladenen Rechtsextremismus-Experten und Kampf-gegen-rechts-Aktivisten gleichzeitig beklagen, dass in den letzten Jahren immer wieder übersehen wurde, wie präsent und gefährlich der braune Terror in Deutschland eigentlich sei.

Letzteres will ich wirklich nicht kleinreden. Dass es gefährliche gewaltbereite Rechtsextreme gibt, gegen die die zuständigen Verantwortungsträger nicht in der angemessenen Konsequenz vorgehen, will ich nicht bestreiten. Ich weiß viel zu wenig von dieser Szene, als dass ich mir hier ein Urteil erlauben könnte. Und dieses Nicht-Wissen teile ich wahrscheinlich mit der Mehrheit der Bevölkerung. Aber natürlich weiß ich, dass auch Dinge, deren Existenz ich nicht wahrnehme, existieren können.

Ich frage mich nur, warum die meisten der jetzt beinahe hyperventilierenden Kämpfer gegen rechts uns in den letzten Jahren dann nicht genau auf diese Gefahren aufmerksam gemacht und davor gewarnt haben, anstatt sich fast ausschließlich an der AfD abzuarbeiten?

Verbalaktivisten mit pauschaler Gewissheit
Oder hat man berechtigte Warnungen nur nicht mehr wahrgenommen, weil das Nazi-Etikett durch seinen inflationären Missbrauch im Meinungskampf gegen Kritiker der unkontrollierten Zuwanderung oder der Islam-Ideologie kaum noch Aussagekraft besitzt? Es sind vor allem die lauten Maulhelden im Kampf gegen rechts, die dazu beigetragen haben, dass kaum jemand weiß, wie wirkmächtig gewaltbereite Rechtsextreme hierzulande nun tatsächlich sind.

Die Engagierten, die sich ganz konkret mit Rechtsextremismus und Rechtsextremen befassen, dringen leider selten in der Öffentlichkeit durch. Vielleicht, weil sie es in ihrer Arbeit gewohnt sind, zu differenzieren. Während die Verbalaktivisten der pauschalen Gewissheit folgen, dass der Feind rechts steht, loten die Praktiker erst aus, wie weit rechts der Punkt liegt, an dem eine für Freiheit und Demokratie gefährliche Zone beginnt. Die gegenwärtige Diskussion nach dem Lübcke-Mord folgt leider größtenteils nicht letzterem Weg, obwohl gerade eine solche Bluttat ein geeigneter Anlass dazu wäre.  

Der Artikel ist hier erschienen:

https://www.achgut.com/artikel/der_fall_luebcke_kampf_gegen_die_falschen_rechten

KATHOLISCHE ORDENSFRAU UND LEHRERIN
VON ISLAMISTEN IN ZENTRALAFRIKA GEKÖPFT

Von David Berger, veröffentl. am 17.06.2019 bei Philosophia Perennis

„In der Zentralafrikanischen Republik ist eine Ordensfrau brutal ermordet worden. Das berichten die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ und verschiedene spanisch- und italienischsprachige Medien. Demnach wurde der 77-jährigen Missionarin der Kopf abgetrennt,“ schrieb die Medienplattform Katholisch.de bereits am 22. Mai, ein Tag der der Bluttat. In Deutschland hat der Fall mitten im Ramadan kaum Aufsehen erregt. Dies hat seinen Grund.

Die Täter hätten Schwester Inés Nieves Sancho, die seit 20 Jahren vor allem als Lehrerin tätig ist, in der Nacht auf Montag aus ihrem Zimmer im Dorf Nola im Südwesten des Landes geholt, in ihre Nähwerkstatt gebracht und dort geköpft, heißt es laut katholisch.de in den Medienberichten.

GROßES SCHWEIGEN BEI DEN MERKELMEDIEN
Wer indes „Medienberichte“ aus dem Merkel-Land sucht, in dem die bestialische Tat, die mitten in den Ramadan fällt, beschrieben wird, erlebt eine vorprogrammierte Ernüchterung. Große Zeitungen wie WELT, ZEIT, selbst Bild, die vom Blut nicht genug kriegen kann, machten um die Hinrichtung der 77-jährigen katholischen Lehrerin, die vor allem junge Mädchen unterrichtete, einen großen Bogen. Lediglich der Focus berichtete verhalten.
Andere Magazine und vor allem Politiker, selbst von der CDU, meideten den von Muslimen verübten Mord wie der Teufel das Weihwasser. Anfang Juni hat die österreichische Zeitung Wochenblick ausführliche Details über die Hintergründe des im Namen des Islams geschehenen Verbrechens veröffentlicht.

SIE UNTERRICHTETE MÄDCHEN – DAS WAR IHR TODESURTEIL
„Die Nonne mit französischen und spanischen Wurzeln hatte in einem Dorf als Lehrerin für Mädchen gearbeitet. Alleine dies dürfte nach Einschätzung von Religions-Experten bereits ihr Todesurteil gewesen sein, denn im fundamentalen Islam sollen Mädchen nichts lernen und keinen Beruf ergreifen.“
Sancho hatte vor allem Mädchen das Nähen beigebracht. Anders als katholisch.de berichtet, soll Sancho jedoch nicht in ihrer Nähwerkstatt, sondern in einem Gebüsch getötet worden sein. Fest steht, dass die Attacke auf die Nonne ein islamistisch motiviertes Verbrechen war und kein Raubüberfall. „Sie haben überhaupt nichts mitgenommen, sie sind nur gekommen, um sie zu töten“, sagte ein Vertreter des Bistums Berberati, in dem Sancho bestattet wurde.

WESTLICHE POLITIKER SCHWEIGEN
„Sancho gehörte dem Orden der „Töchter Jesu“ aus dem Ort Massac-Seran in Südfrankreich an. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Angehörigen der getöteten Nonne seine Anteilnahme aus,“ endet Wochenblick. Über ein Beileidstelegramm vom französischen Präsidenten – schließlich hatte die Nonne Verbindungen nach Frankreich – ist derzeit nichts bekannt.  

Der Artikel ist hier erschienen:

https://philosophia-perennis.com/2019/06/17/katholische-ordensfrau-und-lehrerin-von-islamisten-in-zentralafrika-gekoepft/

Energiewende:
Deutschland allein im Wald

Von Michael Shellenberger, veröffentl. am 15.06.2019 bei Achgut.com

Ein ganzes Jahrzehnt lang wurde die deutsche Energiewende von Journalisten als umweltfreundliche Lösung mit Modellcharakter für die ganze Welt gepriesen. „Dank der Energiewende überlegten nun arme Länder, die Kohlekraftwerke für die Stromversorgung ihrer Bevölkerung einsetzen wollten, ob sie eine fossile Versorgung gleich überspringen und sich für ein sauberes Stromnetz entscheiden sollten“, schrieb ein Reporter der New York Times 2014.

Von Deutschlands Energiewende inspiriert, machten die UN und die Weltbank Milliarden locker für den Bau von Wind-, Solar- und Wasserkraftwerken in Entwicklungsländern wie etwa Kenia. Allerdings musste sich Deutschland vergangenes Jahr eingestehen, dass der geplante Kohleausstieg verschoben werden muss und der für 2020 geplante Zielwert für die Reduktion der Treibhausemissionen nicht eingehalten werden kann. Jetzt sollen ein Wald gerodet und eine denkmalgeschützte Kirche abgerissen werden, um an die Kohle darunter zu kommen.

Während Investoren und Befürworter erneuerbarer Energien (unter anderem Al Gore und Greenpeace) nicht mit Kritik sparten, blieben Journalisten eisern bei der Verteidigung der Energiewende. „Die CO2-Minderungsziele konnten teilweise aus dem Grund nicht erreicht werden, weil sie viel zu ambitioniert waren“, argumentierte eine Journalistin vergangenen Sommer. „Wenn die restliche Welt nur halb so weit wäre wie Deutschland, sähe die Zukunft des Planeten nicht so düster aus“, schrieb sie. „Nicht aufgeben, Deutschland. Und außerdem: Danke.“ Dabei geht es nicht nur um verfehlte Minderungsziele: Die Werte der Treibhausgasemissionen stagnieren seit 2009. Protest in der deutschen Provinz wächst

Und nun erscheint eine Titelgeschichte im größten Nachrichtenmagazin des Landes, Der Spiegel, mit dem Titel „Murks in Deutschland“. Zerbrochene Windmühlen und Hochspannungsmasten außer Betrieb vor der dunklen Silhouette Berlins schmücken das Titelblatt. „Die Energiewende – das größte politische Projekt seit der Wiedervereinigung – droht zu scheitern“, schreiben die Spiegel-Redakteure Frank Dohmen, Alexander Jung, Stefan Schultz und Gerald Traufetter in ihrem 5.700 Worte starken Beitrag. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat die Energiewende Deutschland 32 Milliarden Euro pro Jahr gekostet. ...

Die Deutschen, die ihre erneuerbaren Energiequellen und die verwandte Infrastruktur bis 2025 rund 580 Milliarden Dollar gekostet haben wird, sind stolz auf ihre Energiewende. „Sie ist unser Geschenk an die Welt“, sagte ein Befürworter der New York Times. Tragischerweise scheinen viele Deutsche geglaubt zu haben, dass sich die Ausgabe so vieler Milliarden lohnen würde. „Denn dann könnten Deutsche endlich das Gefühl haben, dass sie, die großen Zerstörer des 20. Jahrhunderts, im 21. Jahrhundert die Retter der Welt sein werden“, meinte ein Reporter.

Es wird oft behauptet (so im Spiegel), dass die Wende, der Übergang zur Nutzung erneuerbarer Energien, bloß „verpfuscht“ wurde, das stimmt aber nicht. Die Energiewende war zum Scheitern verurteilt, weil moderne Menschen in Industriegesellschaften trotz ihrer romantischen Vorstellungen nicht bereit sind, ins vorindustrielle Zeitalter zurückzukehren. Warum können erneuerbare Energien keine moderne Zivilisation umfassend versorgen? Der Grund ist einfach: Es war niemals ihr ursprünglicher Zweck. Umso interessanter ist die Frage, wie überhaupt jemand auf die Idee kam, dass sie es tun könnten.

Dieser Artikel erschien im englischen Original am 6. Mai 2019 bei Forbes. Deutsche Übersetzung von Anna Fuhrmann.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

https://www.achgut.com/artikel/energiewende_deutschland_allein_im_wald

Quo vadis, Tagesschau?
Rot-grüne Schlagseite der Redaktionen

Von Dr.Phil. Mehrens, veröffentl. am 15.06.2019 bei Conservo 

Schon im Frühjahr blamierte sich das Flaggschiff der öffentlich-rechtlichen Fernsehberichterstattung bis auf die Knochen, als es den Brand von Notre-Dame als drittrangiges Tagesgeschehen einstufte. ...

Wer verstehen will, wie es ein Beitrag an die erste Stelle von Deutschlands wichtigster Nachrichtensendung schafft, muss Hintergründe kennen. Er muss wissen, wie Redaktionen funktionieren und wie sie zusammengesetzt sind:

Auf so genannten Redaktionskonferenzen wird in der Regel unter der Leitung des Chefredakteurs über die Zusammensetzung der Sendung, der Zeitung, der Webseite debattiert und festgelegt, womit »aufgemacht« wird. Was ist das heißeste, das folgenschwerste, brisanteste, bedeutendste Thema? An dieser Stelle kommt ein Phänomen ins Spiel, das der SPIEGEL-Redakteur Jan Fleischhauer als »Peer-group-Journalismus« bezeichnet: Redakteure orientieren sich bei der Themenauswahl gern an dem, was bei anderen Journalisten gut ankommt. Nicht der Leser, nicht der Zuschauer steht bei der Auswahl der Meldungen und ihrer Gewichtung im Zentrum, sondern der Kollege. Einfacher gesagt: Man will in der Redaktion nicht anecken. Es könnte einem sonst ja auch ein Schicksal blühen wie Eva Herman, der in Ungnade gefallenen NDR-Moderatorin.

Einer statistischen Erhebung der Freien Universität Berlin aus dem Jahr 2010 zufolge neigt nicht einmal jeder zehnte bei einem deutschen Leitmedium tätige Politikjournalist konservativen Positionen zu (zur Zeit der Befragung noch vertreten durch CDU/CSU). Die weitaus meisten gaben bei ihrer Parteipräferenz, sofern sie diese offenlegen wollten, die Grünen an, im Abstand von knapp 12 Prozentpunkten dahinter: die SPD. In diesem Licht sind die distanzlose Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zu den »Fridays for Future«-Demonstrationen zu sehen, die AfD-Phobie und viele andere einseitige Tendenzen im selbsternannten Qualitätsjournalismus der Gegenwart.

Die rot-grüne Schlagseite der Redaktionen führt dazu, dass sich viele Meldungen und vor allem Moderationstexte in den meinungsorientierten Formaten Tagesthemen und Heute-Journal oft anhören, als hätten Robert Habeck oder Annalena Baerbock den zuständigen Redakteuren den Text mal eben reingereicht. …

Warum Distanz bei einer offensichtlich guten Sache wahren? Und so wiederholte sich zwei Tage später dieselbe journalistische Tragödie:

Zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird der Tanker einer deutschen Reederei Opfer eines Sprengstoffanschlags, die Lage ist brisant, aber die Tagesschau macht um 20 Uhr schon wieder mit einer Verordnung auf, die es zwar noch nicht gibt, die aber auf der politischen Agenda der Bündnisgrünen einen festen Platz hat. Diesmal war es die Sorge um das Wohlergehen männlicher Hühner, die die gesamte Weltpolitik zum Zaungast bei der Tagesschau degradierte.

Aber warum nicht den besten TV-Sendeplatz zur Kanzel zur Verkündigung des Guten, Wahren und Richtigen umfunktionieren? wird sich die »Peer-group« in der Tagesschau-Redaktion gefragt haben. Vielleicht, lieber NDR, weil eine Nachrichtensendung nicht der Hamburger Michel sonntags um halb elf ist? Vielleicht, weil das Journalisten-Idol und Tagesthemen-Urgestein Hanns Joachim Friedrichs verlangte, dass guter Journalismus sich nie mit einer Sache gemein macht, auch nicht mit einer guten?

Doch diese Maxime wirkt wie ein Relikt aus der Steinzeit der journalistischen Arbeit, als harte Fakten noch harte Fakten waren und die schreibende Zunft Texte ohne den Segen von Birkenstock­latschenträgern, Christopher-Street-Day-Flamingos und Kirchentagsfeministinnen im lila Weglauflook abliefern konnte. Eigentlich ist sie ganz gut damit gefahren.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

https://conservo.wordpress.com/2019/06/15/quo-vadis-tagesschau/#more-24631

Unbekannter Kanzlerkandidat
Vermutlich jeder zweite Deutsche liest frisierte Nachrichten über den Erfolg der Grünen

Von Alexander Wendt, veröffentl. am 13.06.2019 bei Tichys Einblick online

Großer Jubel in den Medien, dass sich die Deutschen einen grünen Kanzlerkandidaten wünschen. Schaut man sich die Umfragen genauer an, stellt man fest: Pillepalle. Trotz Talkshow-Inflation ist Medienstar Robert Habeck bei fast der Hälfte der Wähler völlig unbekannt.

Wünscht jeder zweite Deutsche für die nächste Bundestagswahl einen grünen Kanzlerkandidaten? Das jedenfalls hatte die Nachrichtenagentur dpa am 7. Juni unter Berufung einer Umfrage des Instituts YouGov berichtet, die exklusiv in ihrem Auftrag durchgeführt wurde.

Und dutzende Zeitungen übernahmen die Aussage praktisch gleichlautend in ihren Überschriften:

Die Zeit
Süddeutsche Zeitung
FAZ Berliner Zeitung
Mainpost
Hamburger Abendblatt

Wer sich die YouGov-Daten ansieht, der sieht: es ist etwas komplizierter. Tatsächlich hatten auf die Frage ‘Wünschen Sie sich einen grünen Kanzlerkandidaten bzw.  Kandidatin?’ 46 Prozent mit Ja, 35 Prozent mit Nein geantwortet, 19 Prozent machten keine Angaben. 46 Prozent als „jeder Zweite“ ist kräftig gerundet. Außerdem gibt es bei Umfragen auch noch eine Fehlertoleranz von mehr als einem Prozentpunkt. Naheliegender wäre eigentlich der Schluss: Eine knappe Mehrheit der Deutschen wünscht sich keinen grünen Kanzlerkandidaten – sie sind dagegen, oder es ist ihnen egal.

Abgesehen davon handelt es sich um leichte Umfragebeute. Dass eine Partei mit Umfrageergebnissen von über 20 Prozent einen Kanzlerkandidaten nominiert, gehört zur politischen Praxis in Deutschland. Die Frage hätte auch nüchterner gestellt werden können: ‚Erwarten Sie, dass die Grünen eine Kanzlerkandidaten beziehungsweise eine Kandidatin aufstellen?’ Denn bei grünen Stammwählern dürfte der ausdrückliche Wunsch nach einem Kanzlerkandidaten eine geringe Rolle spielen – sie wählten ja die Partei auch in der Vergangenheit, als es keinen gab.

Diejenigen, die nicht vorhaben, für die Habeck-Truppe zu stimmen, werden die Kanzleranwärterfrage auch nicht zu ihrem Herzenwunsch machen. Die Schlagzeile „Jeder zweite Deutsche wünscht sich“, meist zusammen mit einem Foto von Robert Habeck und Annalena Baerbock, suggeriert allerdings unterschwellig: Ziemlich viele Deutsche wünschen sich eine grüne Regierungsführung. Das klingt schon griffiger als: knapp 50 Prozent aller von YouGov Befragten erwarten, dass die Grünen einen Kanzlerkandidaten aufstellen – und etwas mehr als die Hälfte nicht.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/vermutlich-jeder-zweite-deutsche-liest-frisierte-nachrichten-ueber-den-erfolg-der-gruenen/

ARD hetzt über Werte-Union
Am 12. Juni 2019 veröffentlicht bei Die Unbestechlichen

Wofür steht eigentlich die Werte-Union? Ist alles rechts von Merkel Nazi? Ein journalistisches Schmierenstück in der ARD-Sendung „Kontraste“ zeigt, wie Medien arbeiten. Für wen oder was steht eigentlich die Werte-Union? Das könnte interessanter Gegenstand einer objektiven Berichterstattung sein. Immerhin sind hochdotierte Persönlichkeiten an Bord, zum Beispiel Professor Max Otte oder Staranwalt Professor Ralf Höcker sowie Ex-Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen.

Doch wenn die ARD ein solches Thema anpackt (Video), dann weiß man eigentlich schon vorher, was dabei rauskommt: Braune Soße. Fakten? Fehlanzeige. Dafür viel Manipulation: Geschickt werden Bilder, Dritt-Aussagen und Szenen vermengt, zwischendurch ein bisschen Pegida und AfD-Trauermarsch in Chemnitz. Der besoffene Penner, der den rechten Arm hebt, darf natürlich nicht fehlen und wird gefühlt schon zum 1000. Mal eingesetzt, um irgendjemand in die rechtsextreme Ecke zu vermischen.

Das macht die ARD perfekt. Nur die Betroffenen selbst kamen nicht zu Wort. Stattdessen viel AfD und rechtes Gedöns. Der Zuschauer hatte den Eindruck, es handele sich um eine konspirative rechtsextreme Sekte innerhalb der CDU. Der links-grüne Programmauftrag der ARD wurde damit voll erfüllt. Doch schon im Vorfeld schwante Promi-Anwalt und Werte-Union-Gründer Professor Höcker, dass es die ARD mit der Objektivität nicht so ernst nimmt. Er veröffentlichte deshalb den E-Mail Verkehr mit der Redaktion. Davon wurden in der ARD-Sendung jedoch nur zwei Sätze rausgepickt und zitiert. Den Rest kann man hier lesen: 

(PDF): https://www.hoecker.eu/KONTRASTE.pdf
Quelle: www.mmnews.de

Der Artikel ist hier erschienen:

https://dieunbestechlichen.com/2019/06/ard-hetzt-ueber-werte-union/

Spiegel online springt auf den SED-Zug

Von Vera Lengsfeld, veröffentl. am 11.06.2019 bei Vera Lengsfeld-Blog

Die nächste Medienkampagne zeichnet sich schon ab. Diesmal wird für die Vereinigung von SED-Linke und SPD getrommelt.

„Denn das wäre doch was: Eine erkennbar linke SPD setzt sich für einen höheren Spitzensteuersatz ein, für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer, für eine endlich mal wirksame Kontrolle der internationalen Finanzmärkte.“

Wie die DDR gezeigt hat, geht bei den Steuern noch viel mehr. Handwerker und Kleinbetriebe wurden mit fast 90% besteuert. Was für die einen die Bündelung ihrer Sehnsüchte ist, wird für die anderen ein Albtraum. Dreißig Jahre nach dem desaströsen Zusammenbruch erhebt die bankrotte DDR ihr hässliches Haupt und wird uns als Zukunftsmodell angepriesen.

Der Artikel ist am 11.06.2019 hier erschienen:

https://vera-lengsfeld.de/

Asylsuchender aus Niger Dessau-Roßlau:
Zeugen stellen Vergewaltiger von Neunjähriger

Von DAVID DEIMER, veröffentlicht am am 11.06.2019 bei PI-NEWS.net

Unter der anprangernden Überschrift „Rechte demonstrieren nach Sexualdelikt“ berichtet der Bertelsmann-Sender n-tv unter der Rubrik „Panorama“ kurz über eine brutale Vergewaltigung an einem Kind durch einen „Schutzsuchenden“.

Nach dem sexuellen Übergriff auf das neunjährige Mädchen in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) hat das Amtsgericht am Pfingstmontag Haftbefehl gegen den Täter aus dem Niger erlassen. Gegen den 27-jährigen Merkel-Gast wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs ermittelt. „Der Mann aus dem Niger wurde vorläufig festgenommen“, bestätigte am Montag auch Polizeisprecherin Doreen Wendland, nachdem die Ermittler alle Spuren ausgewertet und das minderjährige Opfer im Beisein der Eltern vernommen wurde.

Weitere Angaben zu dem Fall machten Polizei und Staatsanwaltschaft „zum Schutz des Kindes“ bislang nicht. …

Dass der Täter so schnell festgenommen werden konnte, ist jedoch weniger den linken Agitatoren „gegen Rechts“ zu verdanken, die den Vorfall für ihre politische Agenda missbrauchten, als vielmehr den tatkräftigen Bürgern von Dessau-Roßlau, die selbst nach dem Täter suchten.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

http://www.pi-news.net/2019/06/dessau-rosslau-zeugen-stellen-vergewaltiger-von-neunjaehriger/

Lückenpresse bringt mal wieder nur die halbe Wahrheit
Klimajünger stoßen auf mutigen Protest im Bundestag 

Von MARKUS WIENER, veröffentl. am 05.06.2019 bei PI-NEWS.net

Wie haben am Dienstag die Gesinnungsjournalisten in Print, Funk und Fernsehen jubiliert: Jugendliche Klima-Retter lesen verknöcherten CO2-Weltenzerstörern direkt im Bundestag todesmutig die Leviten und halten unter der Nase von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble ihr hübsch gemaltes Transparent in die vorbereiteten Kameras von Tagesschau bis Heute-Journal: “Eure Klimapolitik = Katastrophe”.

Was die Lückenpresse mal wieder elegant ausließ: Die Aktion war weder spontan noch Ausdruck eines gemeinschaftlichen Willens der geladenen Jugendlichen verschiedener Parteien im Bundestag.

Vielmehr inszenierte sich in typischer Manier lediglich der linksgrüne Parteinachwuchs, aber ohne die Rechnung mit den wirklich politisch-alternativen Jugendlichen im Plenarsaal gemacht zu haben. Denn unter dem lautstarken Applaus der JUler, der Julis und sogar der Jusos fasste sich der hessische Jung-AfDler Sascha Lonow zuerst ein Herz und dann das Transparent – und ließ Gretas Klimagarde mit ziemlich bedröppelten Gesichtern zurück.

Doch so passte der Vorgang natürlich nicht in die bereits durchgeplante mediale Erzählung von den jungen sexy Klimarettern. Und was macht man nicht nur am Bau, sondern auch in jeder guten medialen Fälscherwerkstatt, wenn die Wahrheit nur stören würde? Was nicht passt, wird dann eben passend gemacht, und was die Öffentlichkeit politisch irritieren könnte, lässt man einfach weg.

Nur gut, dass die selbsternannten Volkspädagogen und notorischen Münchhausens in Zeiten von Internet und sozialen Medien immer seltener mit ihren Fakenews durchkommen! 

Der Artikel und das Video dazu sind hier erschienen:
http://www.pi-news.net/2019/06/video-klimajuenger-stossen-auf-mutigen-protest-im-bundestag/

Anmerkung dazu und weitere Informationen:
Nix war’s mit den ach so „mutigen“ jungen Leuten, die Medienberichten zufolge dieser Tage angeblich den Bundestag aufmischten. Die Wahrheit sieht vielmehr so aus: "Jugend und Parlament" ist ein Planspiel im und vom Deutschen Bundestag: Die Teilnehmer der Veranstaltung, die von Mitgliedern des Bundestages nominiert wurden, übernehmen für vier Tage die Rolle der Abgeordneten aus verschiedenen fiktiven Fraktionen. Zur Debatte stehen drei Gesetzesentwürfe und ein Antrag. Die Jugendlichen im Alter von 17 bis 20 Jahren lernen dabei die Arbeit der Abgeordneten kennen.

Ulla Steiner

Nähere Informationen siehe: https://www.bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2019/pm-190523-jugend-und-parlament-644384

 

 

Mangelnde Kritik an Merkel
„Im Bett mit der Regierungsmacht“:
Kritik an deutschem Journalismus

Veröffentlicht am 03.06.2019 bei Junge Freiheit online

ZÜRICH. Der Schweizer Journalist Frank A. Meyer hat seinen deutschen Kollegen eine duckmäuserische Haltung vor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen. Anlaß ist die ausbleibende Kritik an Merkel nach der Europawahl. Keine Zeitung und kein Sender habe die Kanzlerin für „das katastrophale Resultat“ von Union und SPD zur Verantwortung gezogen, schrieb der Medienexperte in seiner Blick-Kolumne.

Es werde über die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gelästert und über die scheidende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles gehöhnt. „Ein Begriff, ein Name fällt nicht in diesem medialen Getümmel um die Europawahlen: Angela Merkel, die Chefin der Regierung, kommt in der aufgeregten Debatte nicht vor. Die Inhaberin der politischen Richtlinienkompetenz ist kein Thema“, kritisiert Meyer. Statt dessen dürfe die Kanzlerin selbstzufrieden über sämtliche Medienkanäle aus dem amerikanischen Harvard lächeln, wo ihr die Universität die Ehrendoktorwürde verliehen habe.

Ehrfürchtiger Bogen um die Bundeskanzlerin
„Wahltag ist Zahltag. In der Demokratie. Im demokratischen Deutschland mit dem modernsten freiheitlichen Grundgesetz der Welt jedoch machen die Journalisten einen ehrfürchtigen Bogen um die Bundeskanzlerin – und wenn sie sich ihr doch mal nähern, dann ¬unter Bücklingen und nur, um sich so rasch wie möglich ¬dienerhaft rückwärts zu ¬entfernen.“

In der deutschen Demokratie sei alles erlaubt, nur nicht Kritik an der Frau, die das Land seit 14 Jahren regiere und dafür nun von ¬ihren einstigen Wählern die Quittung erhalten habe: „für eine irrlichternde Umweltpolitik, für eine fahrlässig abgetakelte Bundeswehr, für den Verzicht auf eine Europastrategie, für das Verschlafen digitaler Zukunftspläne – vor allem für das angerichtete Migrationschaos“.

Gerade den letzten Punkt dürfe man dabei nicht aus den Augen verlieren, mahnte Meyer und erinnerte daran, daß die Union im Juli 2015, also einen Monat vor der Öffnung der Grenzen, in Umfragen noch bei 42 Prozent gelegen habe, während die Sozialdemokraten auf 25 Prozent kamen. Die AfD habe bei drei Prozent rangiert.

„Der deutsche Journalismus, einst bewundert als Bollwerk gegen jedwedes Begehren des Büttels und nie der Verehrung Mächtiger verdächtig, ist heute das, was man auf Englisch ‘embedded journalism’ nennt – eingebettet in die Riten und Regeln der Regierungsmacht. Im Bett“, beklagte Meyer. (krk)  

Der Artikel ist hier erschienen:

https://jungefreiheit.de/kultur/medien/2019/im-bett-mit-der-regierungsmacht-kritik-an-deutschem-journalismus/

Totale Mobilisierung gegen AfD
Das Imperium schlägt zurück

Von ACHILL PATRAS, veröffentl. am 03.06.2019 bei PI-NEWS.net

Das Imperium schlägt zurück, lautet ein Kino-Hit in den 80er-Jahren. Im Mittelteil der klassischen Star-Wars-Trilogie geht das Imperium um Darth Vader und dem Imperator in die Offensive. Die kleine Rebellentruppe um Prinzessin Leia wird als Bedrohung angesehen und soll mit allen Mitteln ausgelöscht werden. Mit Sternenzerstörern sollen selbst die kleinsten Rückzugsorte ausgeräuchert werden. Darth Vader beaufsichtigt die Operationen persönlich und berichtet dem Imperator laufend über die Fortschritte. Was für ein Aufwand!

Die Parallelen zur heutigen Politik in Deutschland sind gegeben, wobei man frei wählen kann, wer eher Darth Vader und wer die Imperatorin ist. Was man allerdings mit Sicherheit konstatieren kann, ist, dass in den letzten Monaten eine totale Mobilisierung gegen die AfD und die mit ihr sympathisierenden Kräfte vonstatten geht. Von der gewaltsamen Frühjahrsoffensive der „Anti“-Faschisten mit Bombenanschlägen auf AfD-Parteibüros und der folgenschweren Attacke auf den Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz. Über die mediale Hinrichtung des Identitären Martin Sellner nach dem Eingang einer Spende durch einen späteren braun-grünen Terroristen aus Neuseeland. Über ein beispielsloses Agenda-Setting durch linke Medien des Themenbereichs „menschengemachter Klimawandel“ durch Greta-Heilige und den Friday for Future-Demos. Zu einer Video-Kampagne von bezahlten Youtubern des Ströer-Konzerns. Bis zu geheimdienstlichen Operationen gegen HC Strache, eventuell unter Zuhilfenahme von verabreichten Drogen, und dem gezielten Lancieren des Videos durch deutsche Leitmedien kurz vor der EU-Wahl. Dagegen war die angebliche Beeinflussung der US-Präsidentenwahl durch russische Bots ein Kindergeburtstag.

Punktgewinn für unsere Gegner
Fairerweise muss man sagen, diese Kampagnen waren zumindest in Westdeutschland äußerst erfolgreich. Bundesweit konnte die AfD auf elf Prozent gedrückt werden – ein enttäuschendes Ergebnis. Wenn wir uns nun aber nochmal erinnern, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz hochoffiziell und rechtswidrig die AfD medienwirksam zum Prüffall erklärt hat, dann merken wir: Viel haben unsere Gegner nicht mehr in der Hand. Es wird bereits alles aufgeboten, was da ist. Der gesamte Volkssturm von Gretas-Kinderkreuzzügen bis „Omas gegen Rechts“. Und trotz dieser totalen Mobilisierung und enorm gestiegener Wahlbeteiligung erhält die AfD immer noch elf Prozent der bundesweiten Stimmen. Im Star Wars-Film wären wir gerade in der Szene, in der Darth Vader persönlich den eroberten Rebellen-Stützpunkt auf Hoth inspiziert. Das Imperium konnte unter großem Einsatz den Stützpunkt erobern. Aber unter erheblichen Verlusten konnte ein wichtiger Teil der Rebellenflotte entkommen.

West-Deutschland spaltet Europa
Die Kampagnen der letzten Monate sind allerdings nur die Reaktion auf die großen Erfolge im Herbst 2018, in der die Kampagne gegen den UN-Migrationspakt zur ersten diskursiven Niederlage für das Merkel-Regime geführt hat. Die totale Mobilisierung unserer Gegenspieler zeigt die Bedrohung, die die medial-politische, links-grüne Elite in Deutschland verspürt. Zudem gibt West-Deutschland nicht den Trend vor, sondern es spaltet Europa. Denn überall sind patriotische Parteien auf dem Vormarsch. Und wenn wie in Dänemark die sozialdemokratische Altpartei einen Achtungserfolg erringt, dann nur, weil sie migrationskritische Themen übernommen hat.

Patrioten in West-Deutschland haben noch einen langen und schweren Weg vor sich. Beim neidvollen Blick in die europäischen Nachbarländer sollten wir aber auch nicht vergessen, dass Parteien wie der damalige Front National, der Vlaams Belang oder die Lega-Nord bereits Achtungserfolge bei Wahlen feierten, als die AfD noch gar nicht gegründet war. Die erste schwarz-blaue Regierung in Österreich ging vor über 19 Jahren an den Start. Neunzehn Jahre …

Lehre aus der EU-Wahl
Der große Erfolg von Salvini in Italien zeigt uns allen, dass noch etwas möglich ist. Es lohnt sich, sich einzubringen. Die Beteiligungsmöglichkeiten sind heute so kreativ und vielfältig wie noch nie. Engagement muss nicht langweilig sein. Wer kein Interesse an Parteiarbeit hat, sollte sich zum Beispiel bei Initiativen bei Ein-Prozent oder Widerstand steigt auf melden. Beim Widerstand gegen lokale Moscheebauprojekte bietet Pax Europa hervorragende Unterstützung. Aber auch Themen wie Kampf gegen Dieselfahrverbote, dem sozialen Einsatz für die Eigenen oder gegen die Verspargelung der Landschaft durch Windräder bieten Möglichkeit für ein bürgerliches Engagement. Denn eins ist klar: Die großen Projekte der Merkelzeit wie „Eurorettung“, „Energiewende“ oder „bedingungslose Einwanderung“ werden scheitern. Und wenn sie scheitern, kommt es sicherlich zur Rückkehr der Jedi-Ritter…

Der Artikel ist hier erschienen:

http://www.pi-news.net/2019/06/das-imperium-schlaegt-zurueck/

 

Die neue Sprachdiktatur.

von Winfried Wolf

Die literarische Vorlage zur Umdeutung von Begriffen lieferte George Orwell in seinem Roman „1984“ aus dem Jahr 1949 (!). Die Sprache im Orwell´schen Überwachungsstaat wird von „schädlichen“ Begriffen gereinigt und durch eine neue Sprache („Neusprech“) ersetzt. Die historisch als politisches System gescheiterte Linke (Kommunisten, Sozialisten) verlegte sich nach 1990 auf die Renaissance ihrer Ideologie, indem sie Begriffe besetzte, umdeutete und durch mehrheitlich linksgrün grundorientierte Journalisten verbreiten liess.

Wer Begriffe besetzt, neu erfindet oder umdeutet, hat in Politik und Gesellschaft keine höhere Moral im Sinne, sondern zumeist die Vergrösserung seiner Machtbasis. Moralbegriffe dienen lediglich als Aufmerksamkeitsgeneratoren zur Ansprache von „Gutmenschen“. Begriffe prägen das Denken und Handeln von Menschen, ihre Verbreitung besorgen die staatskonformen Massenmedien, die Öffentlich-Rechtlichen von Rundfunk und Fernsehen als auch die sogenannten Leitmedien im Printbereich, Spiegel, Süddeutsche, Zeit etc.. Aktuell bekannt als „Framing“ durch ein Gutachten, das die ARD im Februar 2019 von der Linguistin Elisabeth Wehling erstellen liess. Dieses Handbuch („Framing Manual“) wurde durch eine Indiskretion der Öffentlichkeit bekannt. Unter dem Begriff versteht man die Deutung von Ereignissen und Themen in eine einseitige Richtung, Nachrichten werden bewertet und interpretiert. Journalistische Neutralität ist nicht mehr das Ziel, sondern Parteinahme und „Haltung“.

Wer hier die strategischen Themen wie Antifaschismus, Buntheit und Vielfalt (multikulturelle Gesellschaft), „Toleranz“ und „Offenheit“, Klima- und Naturschutz (Energiewende), Geschlechtergerechtigkeit („Gender“) und Frauen-Emanzipation besetzt, drängt den Gegner in die rechte Ecke. Wobei „rechts“ ein negative Umdeutung erfuhr, obwohl seit alters her rechts als die vornehmere und „richtige“ Seite galt. (…sitzen zur Rechten des Vaters…, recht so gleich richtig, mit rechten Dingen…). Hinzu kommt lustvoller masochistischer deutscher Selbsthass, Verteufelung von Patriotismus (=Nationalismus oder Faschismus) und der altbekannte Machotum-Vorwurf (…alte weisse Männer…).

Als Kontra-Indikation sei hier eine kleine Auswahl an gängigen ideologisierten Begriffen aufgeführt und ihre satirische Umdefinition:

Hetze. Eine von der offiziell gewährten Einheitsmeinung abweichende Ansicht, sofern öffentlich vorgetragen. In der Ex-DDR erfolgreich gegen politische Abenteurer verwendet (gegen „Hass und Hetze“).

Rechtspopulismus. Bedenkliche Neigung politischer Akteure, sich für die Probleme der jenigen zu interessieren, von denen Grüne und Linke nichts mehr wissen wollen. 

Islamophobie. Eine in Ländern mit wachsendem muslimischen Bevölkerungsanteil auftretende Angstneurose vor Messern und Sprengstoffen, heilbar durch Übertritt zum Allah-Glauben.

Integration. Hinterhältiger Versuch, Einwanderer in „Kartoffeln“ oder „Nazis“ zu verwandeln. Kriminelle Familienclans wehren sich erfolgreich dagegen und schaffen eine eigene kreative und lukrative Integrationskultur.

Diskriminierung. Besonders unter Weissen verbreitetes asoziales Bedürfnis, die eigenen Kinder zu bevorzugen. Alle, die noch nicht so lange hier leben, sind noch unverdorben und daher per se die besseren Menschen.

Antifaschismus. DDR-Staatsreligion, definiert von rotlackierten Faschisten (lt. Herbert Wehner, SPD), die den Untergang des Staates als bundesdeutscher Untoter überlebt hat.

c. 05.19/v.2. ww

 

Blick aus Polen
„Deutsche Medien schaffen sich ihre eigene,
alternative Realität“

Von Boris Reitschuster, veröffentl. am 29.05.2019 bei Tichys Einblick online

Manchmal verdrehen sich bei Interviews die Rollen. Vorgestern rief mich Olga Doleśniak-Harczuk von der „Gaseta polska“ an, um mich zur EU-Wahl zu befragen. Aus ihren Fragen war eine gewisse Bestürzung über die Wahlergebnisse in Deutschland herauszulesen – und vor allem über die Reaktionen vieler Medien. „Sehe ich das richtig, dass Deutschland jetzt wieder geteilt ist, der Westen grün, der Osten blau?“, fragte mich die stellvertretender Chefredakteurin, die fließend deutsch spricht und an der Berliner Humboldt-Universität studiert hat. … 

Und sie klagte mir ihr Leid: „Ich habe viele deutsche Medien gelesen und gesehen, die machen den Eindruck, die Grünen regieren die Welt, und es habe keinen Rechtsruck gegeben in den EU. Die schaffen sich ihre eigene, alternative Realität. Das ist meine polnische Perspektive.“

Ich habe diese Aussage von ihr auf twitter veröffentlicht – und sie schlug ein wie eine kleine Bombe, mit mehr als 1.200 Likes. Deshalb drehte ich jetzt den Spieß um – und habe meinerseits Olga Doleśniak-Harczuk interviewt. Darüber, wie sie und ihre Landsleute die Situation in Deutschland und vor allem in den deutschen Medien wahrnehmen. Das Resultat ist erstaunlich – und man hat wirklich den Eindruck, wir leben in parallelen Universen.

Deutschland gehe einen Sonderweg, findet Olga Doleśniak-Harczuk, und sie sagt das mit Manchmal verdrehen sich bei Interviews die Rollen. Vorgestern rief mich Olga Doleśniak-Harczuk von der „Gaseta polska“ an, um mich zur EU-Wahl zu befragen. Aus ihren Fragen war eine gewisse Bestürzung über die Wahlergebnisse in Deutschland herauszulesen – und vor allem über die Reaktionen vieler Medien. „Sehe ich das richtig, dass Deutschland jetzt wieder geteilt ist, der Westen grün, der Osten blau?“, fragte mich die stellvertretender Chefredakteurin, die fließend deutsch spricht und an der Berliner Humboldt-Universität studiert hat. …

Und sie klagte mir ihr Leid: „Ich habe viele deutsche Medien gelesen und gesehen, die machen den Eindruck, die Grünen regieren die Welt, und es habe keinen Rechtsruck gegeben in den EU. Die schaffen sich ihre eigene, alternative Realität. Das ist meine polnische Perspektive.“

Ich habe diese Aussage von ihr auf twitter veröffentlicht – und sie schlug ein wie eine kleine Bombe, mit mehr als 1.200 Likes. Deshalb drehte ich jetzt den Spieß um – und habe meinerseits Olga Doleśniak-Harczuk interviewt. Darüber, wie sie und ihre Landsleute die Situation in Deutschland und vor allem in den deutschen Medien wahrnehmen. Das Resultat ist erstaunlich – und man hat wirklich den Eindruck, wir leben in parallelen Universen.

Deutschland gehe einen Sonderweg, findet Olga Doleśniak-Harczuk, und sie sagt das mit großer Sorge in der Stimme. „Wieder einmal“, fügt sie dann hinzu: „Wenn man die deutschen Politiker ansieht und anhört, bekommt man den Eindruck, sie können es einfach nicht akzeptieren, wenn in anderen Ländern andere Meinungen herrschen.“ Dies habe „sicher damit zu tun, dass Deutschland das größte Land ist in der EU“. Die Deutschen hätten eine „sehr eigene Vorstellung der Gestaltung von europäischer Politik, man spürt Hochnäsigkeit, und wenn Politiker in anderen Ländern wie Polen oder Ungarn diese Vorstellung nicht teilen, haben sie ein Problem damit, und sie fühlen sich in Berlin verpflichtet, diese Länder zu belehren, sie auf den richtigen Standpunkt zu bringen.“ …

Viele deutschen Medien handelten nach dem Prinzip, dass nicht sein könne, was nicht sein dürfte, meint die polnische Journalistin: „Viele verweigern sich der Realität, ich glaube, da stecken psychologische Mechanismen dahinter, Verdrängung, aber ich bin keine Psychologin und halte mich deshalb zurück mit einem Urteil. Dennoch habe ich den Eindruck, sie leben in einer Parallelwelt, in einem parallelen Bewusstsein. Vielleicht sind sie wirklich davon überzeugt, dass eine grüne Welt kommt, und alle anderen Parteien von dieser Welle niedergeschmettert werden.“

Doleśniak-Harczuk erkennt ihr Polen in den deutschen Medien nicht wieder. Da werde ständig berichtet, die Demokratie dort sei gefährdet. „Man hat das Gefühl, dass in Polen alles schief geht und wir auf eine riesige Katastrophe zusteuern – das ist wieder eine parallele Realität“, klagt die Journalistin: „Aber viele – nicht alle – deutschen Journalisten, die sich mit Polen befassen, haben die Einstellung, man braucht die Sprache gar nicht lernen, man muss nicht mit Politikern der Regierungspartei sprechen, sondern nur mit der Opposition, weil die dem Demokratiebild entspricht, das in Deutschland herrscht.“ In den deutschen Medien hätten viele ein Problem damit, dass die konservative Partei „Recht und Gerechtigkeit“ die Wahlen 2015 gewonnen hat. „Man ist in Deutschland sehr hart zur politischen Realität in Polen, während die Europawahlen zeigen, dass die Wähler nicht so ganz unzufrieden sind mit der Politik der Regierung“, sagt Doleśniak-Harczuk: „Gerade das ist eben Demokratie, und eben nicht Autokratie oder Diktatur, wie man das in Deutschland gerne darstellt.“

Bizarr findet sie die Vorwürfe aus Deutschland, in Polen sei die Meinungsfreiheit in Gefahr. Sie sieht es eher umgekehrt: „Die Medienlandschaft in Deutschland ist nicht so bunt wie in Polen. Man wirft uns vor, es gebe hier keine Pressefreiheit. Ich habe einen ganz anderen Eindruck. In Polen gibt es sehr viele Medien, auch viele, die deutsche Eigentümer haben. Man kann da ganz unterschiedliche Meinungen finden. Wir haben konservative Medien, linksliberale, und die Regierung wird nicht von jeder Seite gestreichelt. Und das ist gut so.“ In Polen gebe es ständig einen Diskurs, eine Debatte, politischen Streit. „In Deutschland dagegen sind die Medien in der Mehrheit doch regierungsnah – das sage ich, obwohl ich weiß, dass das ein verbotenes Wort ist in Deutschland, aber es ist so“, klagt Doleśniak-Harczuk: „Die meisten berichten einseitig, gerade auch das deutsche Fernsehen. Da hat man doch den Eindruck, da sitzen Pressesprecher der Grünen. Und ausgerechnet die wollen uns Polen Demokratie und Meinungsfreiheit beibringen!

Lesen Sie hier den ganzen Artikel:

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/deutschen-medien-schaffen-sich-ihre-eigene-alternative-realitaet