Weitere Gastbeiträge 
und Eigenberichte 


Medienschelte / Juden- und Israelfeindlichkeit / Politischer Islam

DIA - eine unendliche Geschichte,
wenn es nach der Lahrer Zeitung geht

von Ulla Steiner, 19. Nov.2019 

Nun ist auch noch ein fünfter Artikel in der LZ erschienen, der sich mit Ex-Mitgliedern des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises (DIA) beschäftigt, die gegenüber Israel und Frau Schermann feindlich eingestellt sind. Vier Berichte sind im November 2019 in der LZ erschienen, einer bereits im März 2019.

Schon damals wurde alles gesagt. Welchen Grund also sollte der DIA haben, wieder und wieder öffentliche Erklärungen abzugeben? Gehen der Redaktion etwa die Themen aus? Oder wie sonst soll der Leser ein solches „Herumreiten“ auf einem Thema verstehen?

Und immer wieder wird in den Berichten auch praktischerweise und gebetsmühlenartig wiederholt, dass Michael Stürzenberger ein Islamfeind sei und Frau Schermann seinen „islamfeindlichen“ Thesen abschwören müsse. Jede Gelegenheit muss schließlich genutzt werden, um Herrn Stürzenberger zu verunglimpfen. Wie armselig ist das denn?

Ich kann es für die Lokalpresse auch gerne nochmals wiederholen: Michael Stürzenberger KRITISIERT den POLITISCHEN ISLAM und nicht Muslime.

Interessanterweise scheinen nur deutsche Journalisten Schwierigkeiten mit dem Begriff „Politischer Islam“ zu haben. Auf der anderen Seite des Rheins ist man schon weiter: Da weiß man um die Gefährlichkeit des Politischen Islams bzw. des radikalen Islamismus.

In Frankreich wurden deshalb sogar 130 Schankwirtschaften, 12 Gebetsstätten, drei Schulen und neun Verbände in ca. 15 verschiedenen Stadtvierteln in Frankreich geschlossen. Le Parisien dazu am 15.11.2019 mit Zitaten von Laurent Nuñez, dem Staatssekretär des frz. Innenministeriums:

Le secrétaire d'Etat à l'Intérieur, Laurent Nuñez, a annoncé ce vendredi que des débits de boissons, écoles et lieux de cultes avaient été fermés dans une quinzaine de quartiers en France « frappés par l'islamisme politique et le communautarisme ». « Nous luttons contre l'islamisme politique qui laisse penser que la loi de Dieu est supérieure à celle de la République », a fait valoir le secrétaire d'Etat dans l'émission « Télématin », sur France 2, soulignant que cet « islamisme politique » ne devait pas être « confondu avec l'islam ».

In Frankreich kennt man also den Unterschied zwischen dem Politischen und dem allgemeinen Islam sehr gut: „Wir kämpfen gegen den politischen Islamismus, bei dem das Gesetz Allahs über dem der Republik steht“, so Laurent Nuñez. Es erschließt sich mir nicht, warum man in deutschen Redaktionsstuben immer noch hartnäckig die Gefährlichkeit des Politischen Islam leugnet bzw. sich weigert, die Realität anzuerkennen und endlich, wie in Frankreich auch, zwischen Islam und Politischem Islam zu unterscheiden beginnt.

Hilfreich wäre es bestimmt, beim nächsten Mal einfach zuzuhören, wenn Michael Stürzenberger die Gefährlichkeit des Politischen Islam zum tausendsten Mal erklärt.

Zur Vorgeschichte siehe hier


Resettlement

Das internationale Umsiedlungsprogramm
einmal näher betrachtet


Gastbeitrag von Wilfried-Puhl-Schmidt


Ich bitte um Entschuldigung

Gerade in der Flüchtlingsthematik muss es nachvollziehbare, nachprüfbare und korrekte Informationen geben. Leider habe ich gegen diesen meinen eigenen Grundsatz verstoßen.

In meinem letzten Newsletter berichtete ich verwundert und etwas spöttisch darüber, dass die Bundesregierung aus Äthiopien Flüchtlinge ausflog und weiter ausfliegen wird. Gemäß meiner Information aus dem Internet waren diese Flüchtlinge Äthiopierinnen und Äthiopier. Ich hatte mich in meinem letzten Newsletter spöttisch darüber geäußert, dass aus einem Land, dessen Regierungschef Abiy Ahmed aktueller Träger des Friedensnobelpreises ist, Flüchtlinge sogar ausgeflogen werden müssen.

Durch die Lektüre eines Artikels in der Zeitung „Junge Freiheit“ erfuhr ich nun, dass die Flüchtlinge aus Somalia und nicht – wie von mir fälschlicher Weise geschrieben – aus Äthiopien stammten. Sie waren nur in äthiopischen Lagern untergebracht und wurden und werden nun weiter nach Deutschland ausgeflogen.

Ich empfehle Ihnen die Lektüre des folgenden Berichtes und Kommentars „Im Anflug auf Deutschland“ über die Landung eines ersten Charterfliegers aus der äthiopischen Hauptstadt nach Deutschland“ von Hans-Herrmann Gockel aus der besagten Wochenzeitung „Junge Freiheit“, den ich hiermit wörtlich zitiere:

„Die Landung eines ersten Charterfliegers aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit 154 somalischen Migranten an Bord auf dem Flughafen Kassel-Calden verdeutlicht einmal mehr die Widersprüche der deutschen Flüchtlingspolitik. Dabei ist das Ganze diesmal keine Nacht-und Nebel-Aktion à la Merkel, sondern teile einer hoch offiziellen Geste der Bundesrepublik gegenüber der EU und den vereinten Nationen. Eingebettet in ein internatio-nales Umsiedlungsprogramm (offiziell: „Resettlement“), das auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise aufgelegt wurde. Es soll „besonders schutzbedürftigen Personen einen legalen Weg“ nach Deutschland ermöglichen. 2018/2019 profitierten allein von diesem Programm 10.200 Menschen…“ 

Im Zusammenhang mit dem oben genannten genannten Begriffes „Resettlement“ fallen mir drei sehr kritische Würdenträger der katholischen Kirche ein sowie zwei Politiker.

Der eine ist Erzbischof Ravel von Straßburg. Er spricht bezüglich der Islamisierung Frankreichs sowie der Migrationsproblematik vom Plan und der großen Gefahr eines „grand remplacement“ (Umvolkung, großer Austausch). Die französischen Kirchen stünden am Rande des Untergangs. Erzbischof Ravel beklagt, dass sich die Führung der katholischen Kirche in Frankreich zum „Komplizen“ des Medienschweigens und der politischen Korrektheit über die Islamisierung macht.

Ähnlich spricht Bischof Athanasius Schneider in einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Giornale: „Das Phänomen der sogenannten „Einwanderung“ ist ein gelenktes und von internationalen Mächten seit langem vorbereiteter Plan, um die christliche und nationale Identität der europäischen Völker zu verändern. Diese Mächte benutzen das enorme moralische Potential der Kirche und ihrer Institutionen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel effizienter zu erreichen. Zu diesem Zweck werden das wahre Verständnis von Humanität und sogar das christliche Gebot der Nächstenliebe missbraucht.“

Der afrikanische Kardinal Sarah von Guinea widerspricht ausdrücklich Papst Franziskus, der schon seit Jahren bis kürzlich bei seinem Besuch in Marokko die Aufnahme von Migranten als „biblischen Auftrag“ bezeichnet hatte. Kardinal Sarah dagegen nannte es wohl mit Blick auf Franziskus eine „Fehlinterpretation des Evangeliums“, wenn seine Kardinalskollegen, Bischöfe und Priester der katholischen Kirche nicht nur die Migration verteidigten, sondern auch eine bedingungslose Öffnung der Grenzen befürworteten. Sie seien besessen von politischen und sozialen Themen und handelten nicht im Auftrag Gottes.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, sagte 2015 zu diesem Thema ähnlich wie Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Es geht um Völkerwanderung. Machen wir uns doch nichts vor. Wenn wir jedenfalls nicht bald reagieren, wird es uns am Ende auf die Füße fallen, egal welches Parteibuch wir haben“.

Besuchen Sie auch die Webiste von Wilfried-Puhl-Schmidt:
www.schalom44.de


Gastbeitrag Resettlement

Flüchtlinge aus Äthiopien werden von der Bundes-
regierung
nach Deutschland geflogen

von Wilfried Puhl-Schmidt vom 08.11.2019


Liebe zeitkritische
Geister in kritischer Zeit.

Gerade in der
Flüchtlingsthematik muss es nachvollziehbare, nachprüfbare und korrekte Informationen geben. Leider habe ich gegen diesen meinen eigenen Grundsatz verstoßen.

In meinem letzten
Newsletter berichtete ich verwundert und etwas spöttisch darüber, dass die Bundesregierung aus Äthiopien Flüchtlinge ausflog und weiter ausfliegen wird. Gemäß meiner Information aus dem Internet waren diese Flüchtlinge Äthiopierinnen und Äthiopier. Ich hatte mich in meinem letzten Newsletter spöttisch darüber geäußert, dass aus einem Land, dessen Regierungschef Abiy Ahmed aktueller Träger des Friedensnobelpreises ist, Flüchtlinge sogar ausgeflogen werden müssen.
Durch die Lektüre eines Artikels in der Zeitung „Junge Freiheit“ erfuhr ich nun, dass die Flüchtlinge aus Somalia und nicht – wie von mir fälschlicher Weise geschrieben – aus Äthiopien stammten. Sie waren nur in äthiopischen Lagern untergebracht und wurden und werden nun weiter nach Deutschland ausgeflogen.

Ich empfehle Ihnen
die Lektüre des folgenden Berichtes und Kommentars „Im Anflug auf Deutschland“ über die Landung eines ersten Charterfliegers aus der äthiopischen Hauptstadt nach Deutschland“ von Hans-Herrmann Gockel aus der besagten Wochenzeitung „Junge Freiheit“, den ich hiermit wörtlich zitiere:

„Die Landung eines
ersten Charterfliegers aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit 154 somalischen Migranten an Bord auf dem Flughafen Kassel-Calden verdeutlicht einmal mehr die Widersprüche der deutschen Flüchtlingspolitik. Dabei ist das Ganze diesmal keine Nacht-und Nebel-Aktion à la Merkel, sondern teile einer hoch offiziellen Geste der Bundesrepublik gegenüber der EU und den vereinten Nationen. Eingebettet in ein internationales Umsiedlungsprogramm (offiziell: „Resettlement“), das auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise aufgelegt wurde. Es soll „besonders schutzbedürftigen Personen einen legalen Weg“ nach Deutschland ermöglichen. 2018/2019 profitierten allein von diesem Programm 10.200 Menschen…“

Im Zusammenhang mit
dem oben genannten genannten Begriffes „Resettlement“ fallen mir drei sehr kritische Würdenträger der katholischen Kirche ein sowie zwei Politiker. Der eine ist Erzbischof Ravel von Straßburg. Er spricht bezüglich der Islamisierung Frankreichs sowie der Migrationsproblematik vom Plan und der großen Gefahr eines „grand remplacement“ (Umvolkung, großer Austausch). Die französischen Kirchen stünden am Rande des Untergangs. Erzbischof Ravel beklagt, dass sich die Führung der katholischen Kirche in Frankreich zum „Komplizen“ des Medienschweigens und der politischen Korrektheit über die Islamisierung macht.

Ähnlich spricht 
Bischof Athanasius Schneider in einem Interview mit der italienischen Zeitung Il Giornale: „Das Phänomen der sogenannten „Einwanderung“ ist ein gelenktes und von internationalen Mächten seit langem vorbereiteter Plan, um die christliche und nationale Identität der europäischen Völker zu verändern. Diese Mächte benutzen das enorme moralische Potential der Kirche und ihrer Institutionen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel effizienter zu erreichen. Zu diesem Zweck werden das wahre Verständnis von Humanität und sogar das christliche Gebot der Nächstenliebe missbraucht.“

Der afrikanische Kardinal Sarah von Guinea
widerspricht ausdrücklich Papst Franziskus, der schon seit Jahren bis kürzlich bei seinem Besuch in Marokko die Aufnahme von Migranten als „biblischen Auftrag“ bezeichnet hatte. Kardinal Sarah dagegen nannte es wohl mit Blick auf Franziskus eine „Fehlinterpretation des Evangeliums“, wenn seine Kardinalskollegen, Bischöfe und Priester der katholischen Kirche nicht nur die Migration verteidigten, sondern auch eine bedingungslose Öffnung der Grenzen befürworteten. Sie seien besessen von politischen und sozialen Themen und handelten nicht im Auftrag Gottes.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen,
sagte 2015 zu diesem Thema ähnlich wie Bundesinnenminister Horst Seehofer: „Es geht um Völkerwanderung. Machen wir uns doch nichts vor. Wenn wir jedenfalls nicht bald reagieren, wird es uns am Ende auf die Füße fallen, egal welches Parteibuch wir haben“.

Werden Sie bitte
oder bleiben Sie bitte sehr kritisch und nachdenklich.

Mit freundlichem Gruß Wilfried Puhl-Schmidt

Der Beitrag ist hier erschienen:
www.schalom44.de



Eigenbericht von die-andere-sicht 

Auch Gutmenschen sind vor Antisemitismus
nicht gefeit
und erkennen ihn noch nicht einmal,
wenn er zum Vorschein kommt


Eigenbericht von Ulla Steiner vom 10.11.2019
zu aktuellen Ereignissen in Lahr und Umgebung


Vorbemerkung: Vor fünf Wochen gab es in Lahr eine große Kundgebung mit Michael Stürzen-berger zum politischen Islam. Im Verlauf der fast siebenstündigen Versammlung mit großem Polizeiaufgebot, das die Redner vor möglichen Angriffen aus dem Publikum schützen sollte, ging auch eine mutige Besucherin aus Freiburg ans Mikrofon: die Jüdin Simone Schermann, Vorsitzende des Deutsch-israelischen Arbeitskreises Südl. Oberrhein e.V. in Ettenheim. Ihr Wortbeitrag sorgte nun Wochen später für Aufregung. Die Lahrer und die Badische Zeitung berichteten vor ein paar Tagen darüber.

Nun ist er wieder zum Vorschein gekommen, der alltägliche und deshalb leicht zu übersehende hässliche Antisemitismus: Die Rede ist dieses Mal nicht vom religiös begründeten Anti-semitismus des Islam und auch nicht von demjenigen der rechtsextremen Neonazis. Beide bekennen sich offen zu ihm. Nun kam in Lahr und Umgebung der Antisemitismus, der eigentlich keiner sein will, hervorgekrochen, obwohl er bisher sorgsam hinter der Erinne-rungskultur versteckt war.

In der Lokalpresse (LZ und BZ) wird zur Zeit nämlich munter gegen die Vorsitzende des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises Südbaden e.V., Simone Schermann, eine Deutsche jüdischen Glaubens, gehetzt. Und der dazu gehörende Hass trieft auch aus jeder Zeitungszeile.

Das "Vergehen", das man Frau Schermann vorwirft und wegen dessen sie zum sofortigen Rücktritt aufgefordert wird, ist ihre uneingeschränkte Loyalität zu Israel. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Vorsitzende eines Deutsch-Israelischen Vereins darf offensichtlich ihre Sympathie und Loyalität einem Staat gegenüber nicht öffentlich bekunden, auch wenn dieser Staat Zuflucht und Heimat ihrer Verwandten geworden ist. Der Name Schermann ist nämlich auch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zu finden, ein Ort, an dem immer wieder beteuert wird, dass „das“ nie wieder passieren darf.

Nicht einmal dieser Umstand hält die antisemitischen Hetzer davon ab, sich empört an die Zeitungen zu wenden, um deren Leser an ihrer Empörung teilhaben zu lassen. Und die beiden Zeitungen haben sich willig darauf eingelassen, über den Zwist zu berichten. In den links-grünen Redaktionsstuben war man schnell dabei, die Gelegenheit nicht verstreichen zu lassen, auch beim Mobbing gegen Frau Schermann mitzumischen. Ein bisschen Antisemitismus kann der linken Einheitspresse nicht schaden. Schließlich gibt es in Lahr ja keine Konkurrenz, die das für ihre Zwecke ausschlachten könnte. Viel Platz in den Zeitungen wurde für die Kampagne eingeräumt und gestern, am 09.11.2019 (übrigens einem geschichtsträchtigen Datum!), wurde nochmals eine dreiviertel Seite einer kostenlos von der Lahrer Zeitung an ALLE Haushalte verteilte Werbezeitung dem antisemitischen Hetzthema gewidmet! Ob die Leser den Braten gerochen haben, wage ich zu bezweifeln. Sind doch die meisten immer noch darauf konditioniert, dass alles stimmt, was in der Zeitung steht.

Das "Vergehen", das man Frau Schermann vorwirft ist m.E. nur vorgeschoben. Sie hat nämlich Schlimmeres getan als sich mit Israel zu solidarisieren: Sie hatte eine Zeitlang Kontakt zur AfD und hat die JAfD – Juden in der AfD – mit gegründet. Frau Schermann hat diesen Kontakt jedoch schon vor einiger Zeit abgebrochen, was die sog. Gutmenschen in ihrem Furor aber nicht weiter interessiert. Haben sie doch – welch glückliche Fügung - wieder einen Grund gefunden, gegen die AfD öffentlich zu hetzen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, eben auch der Antisemitismus. In Gutmenschenkreisen ist AfD-Bashing ein MUSS - egal, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt.

Da tauchen nun u.a. die Namen von Personen in der Zeitung auf, die gar nicht mehr Mitglied im DIA sind, aber trotzdem verlangen, dass Frau Schermann den Vorsitz dieses Vereins abgibt. Andere brüsten sich damit, dass sie wegen Frau Schermann ihre Mitgliedschaft beim DIA gekündigt haben. Und dies alles nur deshalb, weil eine Jüdin im Deutsch-Israelischen Arbeitskreis ihre Sympathie zu Israel bekundet? Das mag glauben, wer will.

Es ist jedoch auch überhaupt nichts Verwerfliches daran, dass sie ihre Sympathiebekundungen öffentlich im Rahmen einer Kundgebung auf dem Sonnenplatz in Lahr gemacht hat, während wenige Meter neben ihr versucht wurde, sie mit albernen Kinderliedern zu übertönen. Es war der vorher angekündigte Versuch, eine angemeldete und regelgerecht verlaufende Versammlung zu stören. Die Störung einer Versammlung ist kein Kavaliersdelikt. Sie ist eine Straftat. Meines Wissens hat Frau Schermann weder den Chorleiter noch die Sänger angezeigt, so dass auch nicht von einer „Revanche“ ausgegangen werden kann. Dass sie zu Israel steht, ist selbstverständlich auch dann nicht verwerflich, wenn der Kundgebungsleiter ein Kritiker des politischen Islam und Freund Israels ist (nochmal, damit es nicht überlesen wird: Michael Stürzenberger ist Islam-KRITIKER und nicht Islam-FEIND, und er führt bei seinen Kundgebungen stets eine Israelflagge mit).

Keiner von denen, die Frau Schermann nun vier Wochen später so angreifen, und von denen einige bei der Kundgebung vor Ort waren, war bereit, am Mikrofon direkt seine Kritik zu äußern. Dazu bedarf es nämlich eines gewissen Mutes, den Frau Schermann im Gegensatz zu ihren Kritikern gezeigt hat. Sie hat öffentlich am Mikrofon Ihre Meinung kundgetan, auch wenn um sie herum etliche judenfeindliche Antifanten und Moslems standen. Das verdient den größten Respekt, auch von ihren Kritikern.

Nun wird auch noch gefordert, dass sich Frau Schermann der Diskussion stellt und sich zu den Vorwürfen äußert. Sie hatte sich allerdings bereits öffentlich während der Kundgebung eindeutig und umfassend geäußert. Sie hat bereits gesagt, was zu sagen war. Sie muss sich nicht wiederholen.

Im übrigem erschließt es sich mir nicht, weshalb sich Leute, die sich von Israel distanzieren, einem Verein angeschlossen haben, der sich dem Austausch mit Israel verschrieben hat. Hier der erste Satz über die Ziele des Vereins:

Der deutsch-israelische Arbeitskreis (DIA) fördert den deutsch-israelischen Dialog, engagiert sich im Rahmen der Aufarbeitung deutsch-jüdischer Geschichte bei der Gedenk- und Erinnerungsarbeit und setzt sich aktiv für Toleranz und Menschlichkeit ein.

Es drängt sich mir der Schluss auf, dass die Personen, die sich in den Zeitungen zu Wort melden, eigentlich nur wegen des zweiten Halbsatzes, also der Aufarbeitung deutsch-jüdischer Geschichte, im DIA waren oder sind. Der dritte Teil der Ziele, der Einsatz für Toleranz und Menschlichkeit, kann wohl auch nicht der Grund für die Mitgliedschaft im Verein gewesen sein, denn sonst würden sie heute öffentlich keine Hasstiraden gegen Frau Schermann vom Stapel lassen und würden ihre früheren AfD-Kontakte tolerieren.

In der Erinnerungskultur kann man sich dagegen gemütlich einrichten. Man hält ab und zu eine salbungsvolle Rede und schon kann man sich im Glanze des Gutmenschentums sonnen. Die Probleme der Gegenwart werden ausgeblendet. Es interessiert die genannte Personengruppe einen feuchten Kehricht, ob Juden in Deutschland und Europa wieder Angst um Ihre Gesundheit, ihr Hab und Gut und sogar ihr Leben haben müssen, ja viele sogar bereits ihre Auswanderung nach Israel schon planen. In Frankreich haben bereits 100.000 Juden ihre Existenz dort aufgeben und sind nach Israel ausgewandert. In Deutschland sollen auch schon viele Juden auf gepackten Koffern sitzen.

Seien Sie, liebe Leser, bitte in Zukunft sensibel, was den heimlichen Antisemitismus betrifft. Wenn Sie erst einmal darauf achten, wird er Ihnen öfter begegnen als Ihnen lieb ist. Lassen wir es nicht zu, dass die jüdische Kultur aus Deutschland verschwindet. Dann hätte am Ende Hitler doch noch gewonnen. Eine schreckliche und entsetzliche Vorstellung!

Ulla Steiner, Nov. 2019


Gastbeitrag

„Flüchtlinge“ aus dem Land des
Friedensnobelpreisträgers?


Von Wilfried Puhl-Schmidt, veröffentl. am 25.10.2019 von Schalom44


Liebe zeitkritische Geister in kritischer Zeit.

Der ebenso nachdenkliche wie kritische Bürger unseres Landes fragt sich… und schüttelt den Kopf. Was ist geschehen und wird weiter geschehen?

Vor kurzem hat der äthiopische Staatspräsident Abiy Ahmed den Friedensnobelpreis erhalten. Alle Medien berichteten darüber. Für den richtigen Mann den richtigen Preis.

Nun scheint es aber in Äthiopien sehr unfriedlich zuzugehen. Die Menschenrechte scheinen mit den Füssen getreten zu werden. Gewalt scheint zu herrschen. Meinungs- und Religionsfreiheit scheinen am Boden zu liegen usw.

Oder wie anders soll ich verstehen, dass die Bundesregierung aktuell 154 „Flüchtlinge“ aus Addis Abeba nach Deutschland (Kassel) ausfliegen lässt? Wie soll ich verstehen, dass für den November weitere 220 „Flüchtlinge“ nach Deutschland eingeflogen werden? Wie soll ich verstehen, dass die Bundesregierung offensichtlich weitere „Ausflüge“ plant und dass diese sogar in Zusammenarbeit mit der UNO erfolgen. Wer ist die „Internationale Organisation für Migration (OIM)“? In wessen Auftrag bezahlt nicht nur der deutsche Steuerzahler die Transportkosten sondern natürlich auch jene Kosten, welche üblicher Weise alle „Flüchtlinge“ erhalten?

Man möge mir jetzt bitte nicht die üblichen Märchen aufbinden, dass die aus Adis Abeba ausgeflogenen „Flüchtlinge“ ja Ärzte, Krankenschwestern und Ingenieure seien, welche wir doch dringend brauchen würden. Oder besuchte etwa Gesundheitsminister Spahn neben vielen anderen Ländern auch Äthiopien, um mit unseren Steuergeldern das Interesse an deutschen Altersheimen zu wecken? Würden die in Äthiopien nicht gebraucht?

Ich bitte ausdrücklich jeden Leser dieses Newsletters, mir gemäß seiner Kenntnis jene offiziellen Gründe für das Ausfliegen von Äthiopierinnen und Äthiopiern aus Äthiopien zu nennen, die nicht nur irgendwie in der Luft liegen. Damit meine ich vor allem Politiker und andere Insider. 

In angespannter Erwartung verbleibe ich mit freundlichem Gruß
Wilfried Puhl-Schmidt

Der Beitrag ist zuerst hier erschienen:
https://www.schalom44.de/
wo Sie auch Näheres erfahren über den Autor und seinen Blog
„Schalom 44 - Zeitkritische Gedanken in einer kritischen Zeit“ 


Antisemitismus
Selbstachtung Fehlanzeige


Deutliche Worte von Simone Schermann nach den diversen
Anschlägen auf jüdische Menschen und Einrichtungen der letzten Zeit

 
Gastbeitrag von Simone Schermann, 21.10.2019
Veröffentlicht am 21.10.2019 auf Gerd Buurmanns Blog „Tapferimnirgendwo“


Der Baden-Württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume war am 14. Oktober 2019 zu Gast in der Katholischen Akademie Freiburg. Thema des Nachmittags: „Alter Wein in neuen Schläuchen“ – Antisemitismus und Islamphobie.

Ja, der Mann mit diesem Facebook-Like: „Zionisten, Nazis und Radikale sollen sich schnell von meiner Freundschaftsliste verabschieden.“ Angetan, aus Versehen, wie er später erklärte, war Blume von dieser Aussage eines seiner ehemaligen Facebook-Freunde. Ein Mann, der notorisch hasserfüllte Verschwörungsphantasien zu Israel postet und die jüdische Nationalbewegung Theodor Herzls gleichgesetzt mit Nazis. Ich hatte ihn vor längerer Zeit auf Facebook geblockt. Nicht so Blume. Er brauchte etwas.

Dafür aber nannte Blume die pro-israelische Aktivistin Malca Goldstein-Wolf sehr schnell und sehr deutlich in einem Atemzug mit Adolf Eichmann, weil sie es gewagt hatte, seine Begeisterung mit dem Israel-hassenden Vereinen JUMA zu kritisieren.

Blume darf zwar selbst mit Kuwait Airways fliegen, wittert aber überall komödienhaft Antisemitismus, wenn man Stellung gegen ihn bezieht, wenn er mit muslimischen Antisemiten den Hass auf Juden bekämpfen will. Derselbe Mann, der nicht versteht, dass Antisemitismus Judenhass ist. Da es Judenhass ist, wenn man als Jude von deutschem Boden aus nicht Kuwait Airways fliegen kann. Der Beauftragte der Landesregierung der mit allem ihm gegebenen Handlungsspielraum durchsetzen will, dass Islamophobie und Judenhass zu einem Einheitsbrei verquirlt werden.

Blumes Kernaussagen sind: Antisemitismus betrifft uns alle – nicht nur Juden. Denn Angela Merkel und er selbst würden antisemitisch attackiert. Zudem sei das ultimativ Böse unserer Zeit die Freiheit von Internet, WhatsApp und Facebook.

Er beendet Vorträge gerne mit Bildchen aus dem Internet: Angela Merkel und die UNO! Beide wären antisemitischen Attacken ausgesetzt. Entsetzen im Publikum. Nein, kein Witz. Die UNO, die Israel in mehr Resolutionen verurteilt als alle anderen Länder zusammen. Die UNO, in der Deutschland sich den wahnwitzigsten, antisemitischsten und verschwörungshafttesten Resolutionen gegen Israel unterwirft. Warum er den Inhalt so einer UN-Resolution nicht als „Lacher“ zum Besten gab, bleibt sein Geheimnis. Gelacht wurde sehr viel bei dem Vortrag. Judenhass ist offenbar ein originelles und urkomisches Thema, selbst der Veranstalter lobte Blume für seinen heiteren Vortrag. Offenbar schien nur mich die Fäulnis seiner Witze zutiefst anzuekeln.

Dabei sind Blumes Lieblingsthemen Verschwörungstheorien aus den Untiefen des Internet, die er mit ungeniertem Dauergrinsen einem ergebenen Publikum kübelweise als Lacher zur freien Verkostung gibt. „Antisemitismus in neuen Schläuchen.“

Mehrfach kann er es nicht unterlassen, die Wichtigkeit seiner Tätigkeit zu betonen, er sei ja schließlich „ein Doktor“, wie ihm diverse „Antisemiten“ versicherten, ergo “müsse er ja den Zionismus als Weltverschwörung erkennen.“ Mit ein wenig Humor wird der schäbigste Judenhass zum Spaß. „Hoffentlich ist das kein Notfall“ lässt er uns wissen, als sein Handy piepst. // Ein Freund aus Israel schrieb auf Facebook folgendes: „Heute sind die Juden in Judäa und Samaria eine Provokation, gestern waren es die Juden in Europa und morgen werden sie`s an beiden Orten sein.“

Jüdische Klugheit und Vorahnung lassen die Wahrheit aus ihm sprechen.// So sollten auch vor allen anderen Juden auf dem Vortag Blumes auch erst einmal die in der JAfD dran sein. Zuvor ein historischer Exkurs.

Februar 1941: Ben Gurion besucht die Volksoper in Tel Aviv – die Fledermaus von Johann Strauss. Die Operette begann mit Verspätung. Als Grund nannte der Direktor auf Nachfrage Ben Gurions, man warte auf einen prominenten Briten. Die Reaktion Ben Gurions spricht Bände: „Und ich habe mich geschämt“ sagte er. „Wieso spucken wir uns selbst ins Gesicht? Wenn wir so sind – warum ereifern wir uns dann, über Beleidigungen, die andere uns zufügen?“ Auf die verspätete Prominenz mit dem Beginn der Operette zu warten, weil der ein hochrangiger britischer Beamter war, hielt Ben Gurion für eine nationale Schande und Selbstdemütigung. Er sagte: „Nur wenn wir Selbstachtung zeigen, wird man uns Achtung zollen. 

Eine Selbstdemütigung von Bedeutung wurde im Oktober 2019 in Freiburg geboten. Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Freiburg, Irina Katz, stellte an Blume folgende Fragen: Sie wolle von ihm hören, ob die AfD geistiger Brandstifter der Tat in Halle sei und wie man mit den Juden in der AfD umgehen solle und mit Wolfgang Fuhl? Man lasse sich einmal diese Frage auf der Zunge zergehen, fünf Tage nach Jom Kippur! Dem Tag, an dem Juden um die Vergebung ihrer Sünden beten – gläubige Männer tragen ihr weißes Totenhemd. Es ist der höchste Feiertag der Juden, bei dem sie sich mit ihren Verfehlungen an Gott wenden und ihr Flehen damit unterstützen, dass sie sich mit der rechten Hand leicht auf die linke Brustseite klopfen, wo das Herz ist. Sie beten auch um Vergebung der Sünde der üblen Nachrede.

Auch Herr Blume kam etwas zu spät, fand aber die Zeit, sich zu seiner tiefgehenden Freundschaft mit „Irina“ zu bekennen und dazu, dass er im Anschluss in der Sukka der Gemeinde Freiburg zumindest vorbeischaue. Soweit – so gut.

Auf die Frage, ob er seine Taten bereue, sagte Adolf Eichmann einst: „Mein Gewissen ist völlig rein“. Er habe niemanden getötet und „nur Anweisungen von oben befolgt“. Eichmann war ein deutscher Beamter par excellence, ein gewissenhafter Organisator und Massenmörder, der seinen Handlungsspielraum nutzte. So sagte er: „Ich war kein normaler Befehlsempfänger, dann wäre ich ein Trottel gewesen, sondern ich habe mitgedacht, ich war ein Idealist gewesen.“

Siebzig Jahre nach dem Holocaust fordert nun die Vorsitzende einer Jüdischen Gemeinde einem mit ihr aufs engste befreundeten, deutschen Beamten vor versammelter Zuhörerschaft dazu auf, für den Umgang mit bestimmten Juden spezifische Verhaltensregeln zu benennen. Sie hielt ihn für den exakt richtigen Mann. Offenbar stellten sich dabei nur mir die Nackenhaare auf. Mit großer Scham dachte ich an die Worte Ben Gurions.

Theodor Herzl schreibt in seinem Artikel „Protestrabbiner“ vom 16. Juli 1897 eine Replik an die führenden Funktionärsjuden aus großen jüdischen Gemeinden in Deutschland. Diese hatten sich zusammengetan, um den bevorstehenden Ersten Zionistenkongress in Basel zu torpedieren und die zionistische Bewegung als solche zu verhindern. Nichts Geringeres als die Beschneidung der Meinungsfreiheit war hier das Ziel. Herzls Worte dröhnen uns heute entgegen: 

„Aber dem Judentum angehören, das Judentum sozusagen berufsmäßig auszuüben und es gleichzeitig bekämpfen, das ist etwas, wogegen sich jedes rechtliche Gefühl auflehnen muss.“

Meine Fragen an Blume ging dahin, was er unternähme, damit der nicht vollendete Terrorakt auf die Synagoge in Berlin als islamischer Antisemitismus benannt wird und warum der muslimische Täter auf freiem Fuß ist? Was tun Sie konkret auch gegen den Antisemitismus aus anderen Parteien wie der SPD, CDU, Linke und Grüne, die beispielsweise die Verbreitung von antisemitischen Brunnenvergiftungslegenden von Mahmud Abbas im EU-Parlament mit teilweise stehendem Applaus honoriert haben oder das die Bundesregierung den Iran hofiert, der ständig Israels Vernichtung ankündigt?

Ich bekam auf meine Fragen keine Antwort. Niemand hakte nach.

Keine Kritik an Sigmar Gabriel, der Israel einen Apartheidstaat nennt und Mahmud Abbas seinen Freund. Dabei sind es genau solche Aussagen hochrangiger deutscher Politiker, die den Nährboden für Antisemitismus und Judenhass legen. Das ist die geistige Brandstiftung im Deutschland von heute, gestern und morgen. Und diese sind die Folgen: An dem Shabbat vor Yom Kippur 2019 stieg ein Mann über den Sicherheitszaun der Berliner Synagoge, in der Hand ein Kampfmesser mit einer zwanzig Zentimeter langen Klinge und rief: „Allahu Akbar“ und „Fuck Israel“. Nach einer kurzen Haftvorführung durfte er wieder gehen.

Beim Anstieg des Antisemitismus macht sich Blume mitschuldig, weil er mithilft, dass ein versuchtes Attentat eines Schutzsuchenden auf die Synagoge Berlin medial und politisch vertuscht wird. Weil er das Attentat von Halle aber nach Gusto erwähnt. Am liebsten in Verbindung mit der Verteuflung des Internets, denn „jeder ist online“ und der „Antisemitismus sei mit den neuen Medien wieder da, auch der Täter von Halle war im Internet.“

Blume wird zum geistigen Mitwisser, weil er seine parteilichen Vorträge dazu verwendet, sich an seinen Brotgeber anzubiedern. Wie beiläufig lässt er innerhalb eines biblischen Exkurses einfließen, dass „die Kinder Noahs noch nichts wussten vom Klimawandel – und trotzdem ist er schon da.“ Auch der Hass auf Greta darf nicht unerwähnt bleiben.

Eine beschämende Darbietung eines von Blasiertheit getriebenen Ideologen und Karrieristen, der mit dem Leid von Juden seine Laufbahn befeuert und dessen oberste Priorität es ist, die Politik der Bundesregierung schonungslos witzig zu vermarkten. Unerwähnt lässt er die hasserfüllten Texte der Rapper des von ihm unterstützten Vereins JUMA, die mit hübsch verpackten Euphemismen die Vernichtung des Staates Israel besingen.

Wenn nach dem Vortrag eines deutschen Beamten die Forderung artikuliert wird, für eine bestimmte Gruppe Juden, bestimmte Verhaltensregeln oder Umgangsformen zu nennen, stehen wir bereits vor dem Scherbenhaufen des Humanismus und der Meinungsfreiheit. Offenbar hatte man vor, hier und heute dem Recht auf freie Meinung einer politischen Gruppe von Juden das Licht auszublasen. Welche Ideale waren wohl hier am Werk? Und wann sind die anderen Juden dran?

Wessen Meinungsfreiheit geht es als nächstes an den Kragen? Wird man für Juden Regeln des Umgangs einfordern, wenn sie in den sozialen Medien zu Israel stehen? Oder wird sich Michael Blume gemeinsam mit Freunden und JUMA eine Vorgehensweise gegen sie überlegen? Vielleicht ein Verbot des Internets? Für wen gilt die Meinungsfreiheit in Deutschland und für wen nicht?

Schließlich hält Herr Blume JUMA für ein „Vorzeigeprojekt gelungener Integration.“ Faten El-Dabbas, eine der Protagonistinnen des Vereins, propagiert lediglich öffentlich die Befreiung Palästinas und noch lieber Verschwörungstheorien, wonach IS-Terroristen vom Mossad ausgebildet würden, um den Islam zu diskreditieren. Kein Aufschrei aus dem Publikum in Freiburg. Es sind wohl doch nicht alle online!

Am Abend des Attentates in Halle befand ich mich in der Synagoge Bonn während ein zum Töten bereiter Mann versucht hatte, sich den Zugang zur Synagoge in Halle freizuschießen. Als verstörend empfand ich den ungetrübten Fortgang der Feierlichkeiten zum Ausgang von Yom Kippur. Man tat, als wäre nichts geschehen, als müsse man die vertuschte Tat vor der Synagoge in Berlin hinnehmen. Ein geradezu makabres Szenario. Jemand sang Lieder. In meinem Kopfkino erinnerte mich dieses Trauerspiel an eine jüdische Version des Untergangs der Titanic, mit ausschließlich Juden an Bord. Eine Band spielt Weltuntergangsmelodien: jiddisches Klezmer, das liebt man in Deutschland ja so.

Warum lassen wir uns das gefallen? Warum sind wir nicht wutentbrannt auf den Straßen? Warum verbrennen wir nicht ein paar Fahnen, meinetwegen die iranische, die von Kuwait oder Katar. Lasst uns wütend sein wie die Antifa in Hamburg! Grund genug hätten wir.

Europa hat zugesehen und mitgemacht, beim Mord an sechs Millionen europäischen Juden. Wir hätten genug Recht auf Rache.

Warum fordert der Berliner Gemeinde keine Stellungnahme dazu, dass der Täter von Berlin einfach frei herumläuft? Warum stellen Juden nicht die Frage, wer dafür die politische Verantwortung trägt?

Aber nein, als brave Nathan-Juden, sind wir ewiges Opfer, denn wir sind Juden. Wir brauchen noch mehr Schutz, noch mehr Polizei, am besten elektrischen Stacheldraht, der unsere Getto-Gemeinden abschottet. Manchmal dürfen wir dann kurz heraus, um Angela Merkel einen schamlosen Dienst zu erweisen. Und dann bedanken wir uns dafür. Selbstachtung Fehlanzeige.

So eine Jüdin will ich nicht sein. Ich bin eine stolze Zionistin und Israelin und eine ebenso stolze deutsche Jüdin. Stolze Juden sind auch die aus Halle. Warum sonst tauchte die Kanzlerin am Abend des Attentats dort nicht auf? Stattdessen sah man sie in Berlin. Komisch. Verweigerten die stolzen Juden von Halle ihr den Dienst etwa? Quid pro quo.

So fordere ich die Bundesregierung auf, die Bewaffnung von Juden in Deutschland finanziell zu fördern. Wenn muslimische Attentäter auf freien Fuß gesetzt werden, möchte ich mich wehren können und dürfen. Das Totalversagen des Staates, seine Bürger zu schützen, ist nicht länger hinnehmbar. Daher verlange ich für Juden, die das wollen, ein staatlich finanziertes Schießtraining und ein juristisch abgesichertes Recht auf einen Waffenschein zum verantwortungsvollen Umgang mit der Waffe und somit das Recht auf Selbstverteidigung. Dann können wir Juden, Seite an Seite mit unseren Landsleuten, den Polizisten, als aufrechte Menschen unser Land und unser Recht auf Sicherheit selbst verteidigen.

Der Beitrag ist zuerst hier erschienen:
https://tapferimnirgendwo.com/2019/10/21/selbstachtung-fehlanzeige/



Anmerkungen zur Berichterstattung der Kehler Zeitung
über die Pax Europa-Kundgebung am 5.10.2019 in Kehl

Von Ulla Steiner, 8. Oktober 2019


Die Berichterstattung der Kehler Zeitung zur Kundgebung von Pax Europa am 5.10.2019 auf dem Kehler Bahnhofsvorplatz (siehe Artikel „Etwa 100 Menschen demonstrieren gegen Pegida-Aktivist in Kehl“ vom 06.10.2019) hat den entsprechenden Bericht in der Badischen Zeitung in Bezug auf die journalistische Qualität noch getoppt.

Der ganze Bericht trieft nur so von persönlicher Abneigung (neu-deutsch: Hass) der Autorin gegen alles, was Kritik an dem ist, was Frau Merkel heilig ist. Selbstverständlich darf auch die Autorin ihre Meinung äußern – aber bitte in einer Kommentarspalte und nicht in einem Bericht. Hier hat sie als Journalistin dafür zu sorgen, dass der Leser schlicht über die Fakten informiert wird. Nicht mehr und nicht weniger. Für Berichterstattung in der Presse gilt immer noch das Augstein-Zitat: „SAGEN WAS IST“.

Alleine schon in der Überschrift beweist die Kehler Zeitung, dass es die „Lügenpresse“ tatsächlich gibt: Die Autorin hat die Überschrift so gewählt, damit der Leser gleich weiß, wie er die Aktion in Kehl einzuordnen hat, nämlich ganz rääächts und als Pegida-Veranstaltung. Weiter heißt es in der Überschrift: „Etwa 100 Menschen demonstrieren gegen …“, was nichts mehr und nichts weniger heißt, als dass in Kehl etwa 100 Menschen demonstriert hatten. Hatten sie aber nicht: Niemand hat demonstriert. Trotzdem schreibt die Autorin unbeirrt weiter: „… versammelte lediglich ein Häuflein um sich. Gegen ihn und seine Aktion demonstrierten dagegen etwa 100 Menschen“. Nichts, aber auch gar nichts stimmt an dieser Überschrift außer Ort und Datum – immerhin!

Im nächsten Absatz – oh Wunder – erfährt der verwirrte Leser dann doch, dass es zwar am Vortage in Lahr eine Gegendemonstration mit 100 Leuten gegeben habe, in Kehl jedoch nicht. Aha! Wie die Badi-sche Zeitung in Lahr, übertreibt die Kehler Zeitung nun ebenfalls bei der Zahl der Gegendemonstranten: Es waren gerade einmal 50. 100% daneben! Na, ja so genau kommt es ja nicht auf die Fakten an, so der Schluss aus dieser „Ungenauigkeit“. Journalistischer Grundsatz hin oder her, der Leser muss erst einmal beeindruckt werden. Weiter schreibt die Autorin von „zum Teil kreativ umgeändertem Liedgut aus den Reihen der Gegendemonstranten“ (in Kehl wohlgemerkt). Die Wertung „kreativ“ ist schon wieder die subjektive Meinung der Autorin (wir erinnern uns: Sie sollte ja eigentlich nur schreiben, WAS IST, und das in KEHL und nicht in Lahr). Sieht man genau hin, so waren die Liedtexte nicht nur kreativ, sondern zum Teil richtig geschmacklos, wie Klaus Lelek auf Jouwatch am 06.10.2019 so treffend ausführte:

„Beim Lied ‚Sag mir wo die Blumen sind‘, mit ihrer Strophe „Sag mir wo die Mädchen sind, wo sind sie geblieben, Männer holten sie geschwind“ wurde es dann richtig geschmacklos. Ja liebe Lahrer, wo sind Mia, Susanna, Mireille, Nicola, Cyndia, Jolanta, Soopika, Lica, Susanne, Sandra und ihre kleine Tochter Mariam bloß abgeblieben?“

Aber auch diese Geschmacklosigkeit wird von der Autorin bedenkenlos übernommen, um links-grüne Sympathien beim Volk zu wecken.

Dann gibt es kein Halten mehr für die Autorin: Das, was sie nun über Michael Stürzenberger sagt, ist perfekt das, was die links-grünen Gutmenschen unter „Hass und Hetze“ verstehen. Sie schreibt über ihn, dass „der mehrfach wegen Beleidigung und Verhetzung angeklagte Islamfeind“ seine islamfeindlichen Thesen per Mikro verbreiten würde. Auch hier schafft es die Autorin zwei Falschbehauptungen in einem Satz unterzubringen:

1. Michael Stürzenberger ist kein Islam-FEIND, sondern KRITIKER des POLITISCHEN ISLAM. Um den Unterschied zu kennen, sollte man sich halt schon ein bisschen mit dem Thema befasst haben, vor allem, wenn man darüber in der Zeitung berichten will.

2. Islamfeindliche Thesen? Fakten und Thesen zu verwechseln, schafft die Autorin auch noch. Alles, was Michael Stürzenberger sagt, kann belegt werden und ist leider mehr als eine These.

Skurril findet die Autorin gar, dass Pax Europa eine Islamisierung Deutschlands und Europas für nicht erstrebenswert hält, und Michael Stürzenberger mit drastischen Worten beschreibt, was z.B. Homosexuelle in islamischen Ländern erwartet (nämlich die Todesstrafe). Und dass deutsche und vor allem jüdische Kinder unter Repressalien islamisch erzogener Kinder in der Schule zu leiden hätten, da in manchen Städten muslimische Kinder in Schulklassen bereits in der Überzahl seien. Auch das wird nicht einfach nur „behauptet“, sondern kann, wie alle anderen Aussagen von Michael Stürzenberger auch, belegt werden.

Als Michael Stürzenberger mit Muslimen über die Scharia diskutierte und sie fragte, ob sie denn auf den „Politischen Teil“ im Islam, also die Scharia, verzichten würden, wiesen dies erschreckend viele der befragten Muslime entrüstet zurück, auch als darauf hingewiesen wurde, dass das Grundgesetz und die Scharia einander ausschließen würden. Aber da die Autorin offensichtlich mangelhaft auf die Kundgebung vorbereitet war, gibt sie lieber einer älteren Dame Recht, die fordert: „den müssten sie einsperren“. Und wieder wird die Autorin persönlich, wenn sie dazu schreibt: „Das passiert natürlich nicht“. Zum Glück sind wir in Deutschland noch nicht so weit, dass man eingesperrt wird, wenn man einen Teil des Islams kritisiert. In islamischen Ländern wird man das jedoch – oder ausgepeitscht, gerne auch beides.

Es kann nur einer großen Portion Ignoranz und Blauäugigkeit geschuldet sein, wenn Journalisten, Politiker und Kirchenobere glauben, auch mit steigender Zahl der Muslime in der Bevölkerung würden Demokratie und Freiheit so bleiben, wie wir sie kennen. Dass das ein Trugschluss ist, versuchte Michael Stürzenberger den Zuschauern klar zu machen, die sich ihrerseits oft genug nicht an Diskussionsregeln hielten und hysterisch herumkrischen oder aggressiv und feindselig Michael Stürzenberger bedrohten.

Glaubte die Autorin etwa, das Gitter sei zum Schutze der Zuschauer vor dem „Häuflein“ dahinter, wie sich die Autorin ausgedrückt hat? Zur Aufklärung: Das Gitter ist zum Schutz von Michael Stürzenberger und seinem „Häuflein“. Trotz immer wieder versuch-ter tätlicher Angriffe aus dem Publikum, steht Michael Stürzenberger direkt bei den Menschen und nicht auf einem Podest in sicherer Entfernung. So gesehen ist er hinter dem Schutzgitter bereits „eingesperrt“ mit zusätzlicher Bewachung von ungefähr einem Dutzend Polizisten. So tolerant und freiheitlich geht es in unserem Lande mittlerweile zu. Ob Pax Europa solche Kundgebungen auch dann noch durchführen kann, wenn der Anteil der Muslime an der Bevölkerung weiterhin so schnell ansteigt wie bisher, wage ich zu bezweifeln.

Eine weitere despektierliche Bemerkung der Autorin gab es im ersten Absatz: „Der Pegida-Aktivist versammelte aber lediglich ein Häuflein um sich“. Ja was denn für ein Häuflein? Ein Häuflein Dreck? Was genau, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen, bis er weiter unten dann die Auflösung erfährt: ein Häuflein von „Aktivisten“. Aber auch da ist die Autorin wieder gewohnt ungenau: Denn vier Leute davon waren alleine vom Ordnungsamt als „Ordner“ vorgeschrieben. Und dass Michael Stürzenberger „im Visier“ des Bayerischen Staatsschutzes steht, dürfte niemanden verwundern, der sich daran erinnert, dass vor noch nicht allzu langer Zeit die gesammelte LINKE unter Beobachtung des Staatsschutzes stand. Nun sind die Konservativen und Rechten dran.

Der letzte Abschnitt spiegelt dem Leser knallharte und neutrale Information über Pax Europa und Michael Stürzenberger vor. Grau umrahmt heißt es, Michael Stürzenberger hetze „pauschal gegen den Islam und die Muslime“ und er spreche ihnen im Ergebnis gemäß Verfassungsschutzbericht „wesentliche im Grundgesetz konkretisierte Menschenrechte“ ab, „wie insbesondere das Diskriminierungsverbot und die Religionsfreiheit“. Das wäre natürlich starker Tobak, wenn es denn stimmte. Lt. Bericht des Bundestages aus 2019

https://www.bundestag.de/resource/blob/645872/4860ada84f533374acfe84b95ad9ccf1/WD-2-040-19-pdf-data.pdf

sind bisher 55 von 57 islamischen Staaten der „Kairoer Erklärung“ von 1990 beigetreten. Die allgemein gültigen Menschenrechte werden durch die Kairoer Erklärung dadurch für nichtig erklärt, dass sinngemäß darin geschrieben steht, dass die Scharia allen Rechten übergeordnet ist, also auch über der UN-Menschenrechtscharta („Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“) stehe. Die Scharia und das Grundgesetz sind daher nicht kompatibel und trotzdem hätten viele Muslime sie auch gerne in Deutschland (siehe oben).

Die Autorin hätte also besser einmal zugehört, was Michael Stürzenberger über den Politischen Islam, also die Sharia, zu sagen hatte, als spöttisch lächelnd am Rande der Aufklärungsveranstaltung zu stehen und darüber nachzusinnen, wie sie Michael Stürzenberger am besten verunglimpfen könnte. Aber Zuhören, Recherche und genaue Berichterstattung sind augenscheinlich nicht das Ding der Autorin – was hoffentlich nicht auf die gesamte Redaktion der Kehler Zeitung zutrifft. 

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